Was suchen Sie hier?

Wer sich über Google auf meine Seite verirrt, kann sich relativ sicher sein, dass mir nicht mitteilt wird, nach welchen Schlagwörtern gesucht wurde. Seit es Google mit dem Datenschutz etwas genauer nimmt oder seine Analyseprogramme verkaufen möchte steht da meistens nur „unbekannter Suchbegriff“. Es interessiert mich auch nicht, über welche Ecken der eine oder andere Besucher bei mir landet. Man muss ja nicht alles voneinander wissen und um ehrlich zu sein, es würde mich irritieren, von Ihnen zu hören, dass Sie eigentlich nach „literarischem Wahnsinn“ suchten. Einer der wenigen Suchbegriffe die angezeigt werden. Weiterlesen

April Sand

Wir müssen den Rest nicht auch noch zerschlagen, sagt der eine von euch beiden und blickt auf den Scherbenhaufen vor seinen Füßen.  Klirrend wirft der andere ein weiteres Glas in Form eines Satzes durch den Raum und schüttelt Schulterzuckend den Kopf. Das wäre nun wirklich nicht mehr nötig, stimmt er zu und erhöht den Scherbenhaufen schon mit den nächsten Worten. Es wäre nicht mehr nötig, aber auch schon egal. Zwei stehen in meiner Küche, bewerfen sich mit Wortgläsern und kümmern sich nicht darum, dass es mein Boden ist, der sich in ein Meer aus Scherben verwandelt. Weiterlesen

Wir sind vier

Wir sind vier. Meine drei Geschwister und ich. Ich bin die Jüngste. Monika ist neun Monate älter, Florian drei Jahre und Regina ganze fünf Jahre. Falls Sie sich fragen wie meine Mutter es hinbekommen hat, zwei Kinder im Abstand von nur neun Monaten zu gebären müssen Sie sich nicht den Kopf zerbrechen, denn das hat sie nicht. Sie stellte das Gebären nach mir ein und ich musste sehen, wie ich zu Geschwistern komme. Weiterlesen

Nur ein Hefezopf – U-Bahn Gedanken

Heute steht es sich nicht gut an der U-Bahnstation. Die Schulter an Schulter wartenden Menschen wollen genauso schnell nach Hause wie ich. Es fehlt das beständige Lachen und Schreien der Schulkinder, das nervt und zugleich unbekümmert klingt. Ich will nach Hause. Möchte nichts mehr lesen, nichts mehr hören und  auch gerne etwas weniger denken. Nach Hause und wenigstens bis zu den Nachrichten nichts mehr hören. Weiterlesen

Schlaflos hellwach

Es gibt wenige Dinge, in denen ich besser als andere Menschen bin. Schlafen gehört dazu. Ich schlafe effizienter als jeder andere, den ich kenne. An Wochenendtagen erkenne ich ohne die Augen zu öffnen, ob es sich lohnt die frühen Morgenstunden zu nutzen. Ist das Wetter schlecht, drehe ich mich um und schlafe noch einige Stunden weiter. Ist es gut, schlage ich die Decke zurück und bin sofort hellwach. Perfekt sind sieben dreiviertel Stunden Schlaf. Dann sehe ich morgens nur etwas zerzaust aus. Bekomme ich weniger, bin ich zwar hellwach und fühle mich fit, sehe aber nicht unbedingt so aus. Die Grenze der Vorzeigbarkeit liegt bei fünf einhalb Stunden. Weiterlesen

10.000 + 1 Dinge

Ab und zu stellen meine Freunde bei einem Besuch  ihre eigenen Bücher in meine Regale und erhöhen meinen Besitz von etwa 10.000 Dingen um einen weiteren Gegenstand. Meistens sind es alte Bände von jenen Autoren die als Klassiker gelten. Die würde ich doch mögen, sagen sie und zwängen eine weitere Effi Briest an Fontanes Seite. Oft leuchtet mir grell gelb eine Reclam Ausgabe des Schimmelreiters oder Goethes Faust dort entgegen, wo sie nun wirklich nichts zu suchen hat. Sie wurden schnell und heimlich Tolstoi an die Seite gestellt, weil bei den Deutschen längst kein Platz mehr ist. Weiterlesen