42 Gedanken zu “Gefundene Sätze #3

  1. Ich denke, dass diese Aussage stimmt…es liegt auch oft daran, dass der der zurueck bleibt, auch in dem Leben stehen bleibt….der, der geht, entwickelt sich weiter, das lenkt ab und es besteht gar nicht das Beduerfnis, viel mehr zu reden.

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    1. Es kann aber auch andersherum kommen: Der Verlassene stellt plötzlich fest, dass es ein Glück war, verlassen zu werden. Und hat dann seine liebe Müh & Not, wenn der/die Gehende mit einem Mal seine/ihre Meinung ändert und das Rad zurück drehen will. Obwohl der Verlassene das gar nicht mehr will. – Dumme Sache, das …

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    1. …Wer verlässt ist fertig. Wer verlässt, spürt keinen Schmerz, wer verlässt braucht nicht zu reden, den er hat nichts zu bereden. Wer verlässt, ist fertig….Wer verlassen wird, muss dagegen bis in alle Ewigkeit reden.
      Und dieses ganze Gerede ist nur der Versuch, dem anderen zu sagen, dass er sich gerirrt hat. Bei diesem Gerede geht es nicht darum sich Klarheit zu verschaffen, was der Redende behauptet, sondern darum, zu überzeugen und zu überreden.

      Lena Andersson „Widerrechtliche Inbesitznahme“

      Leider, Maja, ist es wirklich ein Graus mit meiner Schrift.

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  2. Wer verlässt, will manchmal auch nur seine Haut retten und ist, auch wenn er sich in eine neue Beziehung rettet, oft der moralische Verlierer. Wer verlassen wird, der redet, dem wird zugehört, der wird getröstet, der hofft und verliert und ist oft genug der moralische Gewinner, dem nur der Trostpreis bleibt.

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  3. Man hat verlassen … man wurde verlassen … mal war der Schmerz auf der einen, mal auf der anderen Seite. Ich finde, man kann das nicht pauschalieren … denn jeder Mensch ist anders. Manche, die gehen wollen, bleiben viel zu lange … da ist ein großer Schmerz über einen langen Zeitraum … der dann möglicherweise nicht sichtbar ist, wenn es endlich zu einem Entschluss gekommen ist. Ich denke, leidvoll ist es für Beide.

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  4. Stimmt fast… der Verlassene will ja nicht ewig reden. Irgendwann ist die Phase vorbei und wenn der Verlassene für sich erkannt hat, dass jeglicher Kontakt mit dem Gegangenen ihm nicht gut tut, dann vermeidet er diesen. In dem Fall sind dann mit einem Mal die Rollen vertauscht. Der Gegangene hängt trotzdem noch in der Vergangenheit fest, weil er den Status möchte, den er sich ausgemalt hat, als er ging. Obwohl er wußte, dass der Mensch, den er verläßt, regelmäßig radikal aussortiert – auch den Freundeskreis.
    Trotzdem ein guter Satz – ich hatte mal eine Bekannte, deren Mann verließ sie (ich glaube auch nach 25 Jahren), und hat das bis heute nie begründet. Da kann ich verstehen, dass sie noch ewig reden wollte.
    Liebe Grüße an diesem wunderbar sonnigen Tag
    Andrea

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