Ich hatte Sie ja vorgewarnt – ein bisschen Katzencontent kommt noch, bis Katze in ihr endgültiges Zuhause zieht. Vor dem Abschied graust mir schon.
Bis dahin aber, hat die Kleine meine Wohnung im Griff. In manchen Dingen ist sie sehr konsequent. Zum Beispiel moniert sie das Fehlen eines Kratzbaumes. Zu Recht natürlich. Das angebotene Sofa und alle Teppiche werden stellvertretend genutzt, aber es geht doch nichts über einen Baum – meint Katze und unterstrich ihren Wunsch mit dem Hinweis, dass eigentlich gerade einer in meinem Wohnzimmer stehen würde, wenn ich ihn nicht mit Kugeln und Kerzen behängt hätte.
Natürlich nonverbal. Aber nachdrücklich. Es ist ihr gelungen vom Sofa mit gewagtem Sprung in den Christbaum zu springen. Netterweise hat sie bis nach hl. Drei König gewartet und damit dem Datum an dem in Bayern der Christbaum meist abgeschmückt wird. Zuerst war ich anderer Meinung, ließ mich nach dem dritten Sprung aber überzeugen. Katze und ich haben jetzt eine leere Tanne im Raum stehen und freuen uns über dies Klettermöglichkeit.
Sie etwas mehr als ich. Ich finde die Tannennadeln die mittlerweile sogar ihren Weg in mein Bett geschafft haben, etwas….. naja, gewöhnungsbedürftig. Aber als Katzensitter ist man genauso geduldig wie als Tante. Da sieht man nicht so genau hin. Wenn Katze abgeholt wird, versuche ich den ollen Christbaum als Kratzbaum zu verkaufen und mich so um die Entsorgung zu drücken. Wenn das neue Frauchen-Herrchen-Paar sich tatsächlich darauf einlässt, würde ich ihnen Katze allerdings nicht überlassen. Dann sind sie zu doof. Allerdings fürchte ich, dass das nicht passieren wird.



