Mehr schönes zum Butterbrot bei orangeblau.
Mehr schönes zum Butterbrot bei orangeblau.
Fast hätte dieser Text den Titel „Liebe ist…“ bekommen. Der einzige Grund warum ich davon absehe, sind die kleinen Comiczeichnungen eines Pärchens, die mit eben diesen zwei Worten betitelt sind. Ich mag sie nicht besonders. Wenn man ein liebendes Paar darstellt, dann sollte man ihm entweder etwas anziehen oder ihm in seiner Nacktheit wenigstens die Geschlechtsteile lassen. Sie merken schon, ich mag die Figuren nicht besonders und empfinde die Sprüche als zu banal und zu platt. Wären sie mir etwas sympathischer, hätte ich den Titel übernommen. Dann könnten Sie hier lesen: „Liebe ist ein Butterbrot.“ Weiterlesen
Irgendwann passiert es.
Irgendwann kommt der Text an dem man scheitert.
Seltsam, ich dachte dass mir gerade dieser leicht fallen würde. Weiterlesen
Die meisten Menschen finde ich auf Anhieb nett, interessant oder sympathisch. Es fällt mir leicht auf andere zuzugehen und würde mich selbst als recht umgänglich bezeichnen. Wesenszüge die mir selbst fremd sind, empfinde ich häufig als interessant und mit einer großen Portion Kompromissbereitschaft gesegnet, gerate ich nur selten mit meinen Mitmenschen aneinander. Manche Menschen sind mir aber vom ersten Augenblick an zutiefst unsympathisch. Meistens jene, die objektiv betrachtet, nicht unsympathisch sind. Weiterlesen
Können Sie sich noch an meinen Nachbarn, Herrn Meier, erinnern? Herr Meier versorgt mich im Herbst und Winter immer mit Walnüssen aus dem Garten seiner Tochter. Ab Mitte März liegen keine Nüsse mehr im Briefkasten. Dann weiß ich, dass Frühling ist und die Lieferung für einige Monate eingestellt wird. Herr Meier spricht nicht viel und wenn wir uns vor dem Aufzug treffen, grüßt er nur mit einer knappen Kopfbewegung. Zwei bis drei Mal im Jahr murmelt er etwas, das man nachsichtig, als ganzen Satz gelten lassen kann. Vorgestern zum Beispiel. Da wuchtete er die Einkaufstüten mit Schwung in den Aufzug, sah mich an und raunte: „Fünf Jahre?“, „Vier“, verbesserte ich ihn und freute mich über dieses ausführliche Gespräch mit meinem Nachbarn. Weiterlesen
Ein kleines, rotes Büchlein ist mein ständiger Begleiter. Morgens nach dem Aufwachen, stecke ich es in meine Tasche. Abends werfe ich es mit Einkaufszetteln, Haarspangen, Schal oder Schirm auf das Sofa und vor dem Schlafen gehen, lege ich es auf den Nachttisch. Meistens liegt es nur so rum. Aber immer wenn ich es brauche, habe ich es zur Hand. Seltsame Dinge stehen darin. Weiterlesen
Müsste ich ein einziges Ereignis meiner Kindheit benennen, das mir in Erinnerung geblieben ist und sich nicht im Mikrokosmos von Familie und Freunden abspielte, dann ist es die Katastrophe von Tschernobyl. Die pure Erwähnung dieses Wortes ruft noch heute, dreißig Jahre später, das gleiche, nicht greifbare Grauen hervor, wie damals als ich neun Jahre alt war. Weiterlesen
Den Streit eines Paares mitzuerleben berührt mich unangenehm. Es widerstrebt mir zu sehen, wie dünn die Schicht an Liebe ist, die über den harten Bodensatz von Egoismus, Sturheit und Gleichgültigkeit gestreut wurde. Wenn die Diskussion der Farbe von Sofakissen zu verbalen Totalausfällen führt, dann sollten Paare zum Therapeuten. Der Streit, der mich unangenehm berührte, amüsierte dich. Warum eine Therapie, meintest du. Ein kurzer Ikea Besuch am Samstag Nachmittag würde ihnen doch sehr deutlich machen, dass ihre Beziehung Mist ist. Weiterlesen
Heute am 23.04.2016 kann hier nur ein Shakespeare Zitat stehen. Weniger ein gefundener, als ein geliebter Satz. Dicht gefolgt von „Schwachheit, dein Name ist Weib“ den einer, der mir sehr nahe steht vor 25 Jahren einmal vor sich hinmurmelte und mich dazu brachte, alle Hamlet Monologe auswendig zu lernen. Ich kann sie noch heute – leider bittet mich niemand, mal eben aus dem Stand eine halbe Stunde aus Hamlet vorzutragen….