Raus aus meinem Kopf!

Ein kleines, rotes Büchlein ist mein ständiger Begleiter. Morgens nach dem Aufwachen, stecke ich es in meine Tasche. Abends  werfe ich es mit Einkaufszetteln, Haarspangen, Schal oder Schirm auf das Sofa und vor dem Schlafen gehen, lege ich es auf den Nachttisch. Meistens liegt es nur so rum. Aber immer wenn ich es brauche, habe ich es zur Hand. Seltsame Dinge stehen darin. Fundstücke, die ich mir notiert habe, weil ich glaube sie irgendwann zu brauchen. Es handelt sich dabei nur selten um Informationen oder Nützliches, sondern meist um Sätze oder Gedanken über die ich gestolpert bin. Einmal aufgeschrieben vergesse ich sie meistens so lange, bis ich beim Blättern im roten Büchlein wieder auf sie stoße. Das ist durchaus praktisch. Klappe zu, Kopf frei.  Einige wenige setzen sich aber mit penetranter Hartnäckigkeit fest.

Ich würde Hape Kerkeling gerne sagen, dass sein Satz:“Es ist ganz wunderbar ich zu sein.“ mir mittlerweile ziemlich lästig ist. Er hockt mir schon zu lange hinter dem rechten Ohr. Um genau zu sein, seit über neun Monaten. Ich stieß auf ihn in der liebgewonnen Buchreihe „Denkanstöße“. Der Piper Verlag bringt diese Buchreihe seit Jahren in erster Linie für mich heraus. Vermutlich weil er wusste das ein „Lesebuch aus Philosophie, Kultur und Wissenschaft“, mich neugierig macht und man mich mit angerissenen Themen dazu bringt, mich intensiver mit ihnen zu beschäftigen. Beschäftigen heißt, ich kaufe mir Bücher zu Dingen die mich interessieren. Viele Bücher. Wirft man mir zum Beispiel sieben Seiten zum Thema „Die Frauen der Familie Mann“ vor die Füße, kann man sich sicher sein, dass ich nach dem letzten Satz vor meinem Bücherregal stehe. Einem Impuls folgend, lasse ich meinen Blick über die Werke von Thomas und Heinrich Mann schweifen lasse und stelle fest, dass Erika Mann sicher auch einen Blick wert wäre. Manches klingt auf wenigen Seiten so spannend, dass ich am nächsten Tag in der Buchhandlung stehe und mich mit Karl Popper eindecke oder mir einen Jahresvorrat an Biographien interessanter Menschen zulege. Durch seine Denkanstoß-Reihe sorgt der Piper Verlag seit Jahren dafür, dass ich den Buchhandel ankurble. Unnötig zu erwähnen, dass nur ein Buch zu einem Thema nicht reicht. Meistens werden es drei oder mehr.  Zum Glück! Denn hätte ich nur mit dem Buch von Andreas Altmann (Verdammtes Land) versucht mich etwas schlauer über Israel und Palästina zu machen hätte ich das Vorhaben gleich wieder aufgegeben. Ich bin nicht sicher, ob ich das, was ich von diesem Buch halte, hier so deutlich schreiben darf. Ach, sei´s drum. Hätte er dem Buch den Untertitel „Ich bin toll und ich berichte über meine persönliche Befindlichkeiten. Ach ja, und Religion ist doof und ich haue mit dem verbalen Hammer auf die, die das nicht so sehen“ gegeben, dann hätte er mich auf das was kommt, ganz gut vorbereitet.

Von Altmann las ich auf Seite 51, von Kerkeling erst auf Seite 203. Leider konnte ich den Absatz von Hape Kerkelings Buch bisher nicht steigern. Ich kämpfte noch mit dem schrecklichen Versuch Herrn Altmanns locker und lässig zu schreiben und dabei cool zu wirken. Und so hängt er einsam und zusammenhanglos in meinen Gedanken fest, dieser eine Satz von Seite 225 aus Hape Kerkelings Buch. Egal wie oft ich ihn aufschreibe und damit für später speichere – er bleibt penetrant und stur direkt in meinem Kopf.

Es muss wohl sein. Über diesen Satz muss geschrieben werden. Nur, damit ich ihn los bin. Seit gut 600 Worten komme ich nicht zum Punkt und halte mich mit Nebensächlichkeiten auf. Jetzt aber! Sie und ich müssen da jetzt durch. Eigentlich nur ich. Sie selbst werden bereits festgestellt haben, dass es sinnvoller ist sich Denkanstöße heute wo anders zu holen. Zum Beispiel beim Piper Verlag, der mich für diese Werbung übrigens nicht bezahlt. Blöd wären sie auch – nach der Sache auf Seite 51.

Herr Kerkeling, wie recht Sie haben! Auch ich finde es ganz wunderbar ich zu sein. Im Gegensatz zu Ihnen kehre ich nicht aus einer Rolle zu meinem Selbst zurück, sondern empfinde es permanent als ganz wunderbar ich zu sein. Dabei empfinde ich mich nicht als wunderbar (Herr Altmann schon…Entschuldigung, ich kann nicht anders) sondern bin mir des großen Glücks bewusst, ich sein zu dürfen. Ich darf und kann so vieles und muss so weniges – das ist wunderbar. Ich habe so vieles und vermisse so weniges – auch das ist wunderbar.
Das war´s auch schon. Sechs zustimmende Zeilen. Ihnen haben Sie vermutlich nicht sehr viel gebracht. Aber ich gehe jetzt los und kaufe mir das Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling. Weil ich den mag, den Kerkeling. Und von Andreas Altmann hole ich mir auch noch eines. Es hat den Titel „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine Scheißjugend.“ Nur um mich daran zu erinnern, dass Fäkalsprache weder lässig, noch cool, noch sonst etwas attraktives ist.

54 Gedanken zu “Raus aus meinem Kopf!

  1. Fäkalsprache scheint zwar weder lässig, cool oder attraktiv zu sein – sie verkauft aber und, um einen alten Spruch abzuwandeln, wer verkauft hat Recht. Andreas Altmann kannte ich nicht, muss ich mal auf die Liste setzen (welche auch immer). Der Hape-Satz ist natürlich schön, auch wenn ich das mit dem permanet vielleicht nicht unterschreiben würde. Ich kenne durchaus Situationen, in denen ich mich nicht so wohl in meiner Haut fühle. Und Denkanstöße, die kann ich auch gebrauchen. Ich glaube, ich habe einen Band aus der Reihe im Regal. Muss wohl mal wieder blättern.

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    1. Vermutlich. Das Buch hat sich gut verkauft.
      Unwohl fühle ich mich auch ab und an. Dann ist nur wenig wunderbar. Aber „nicht ich“ sein zu wollen…die Momente werden immer weniger. Vielleicht die beginnende Altersmilde mit dem Blick auf sich selbst 😉

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  2. Herrlich deine Beschreibung vom Leben mit deinem kleinen roten Buch / auch ich benütze so eine kladde. Nein stimmt nicht / mehrere gleichzeitig und was in der einen gesucht wird steht in der anderen / im kleinen Chaos der Niederschriften & Skizzen / hilfreich und lebensrettend immer wieder.
    A.Altmann geht für mich gar nicht. Gab selten ein Name dessen Sätze mir so gar nicht passten. Und Hape überlasse ich den anderen.
    So lese ich lieber bei dir.
    Herzlich.

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    1. Kladden, die kleinen Retter.
      Schätze deren Bedeutung sich manchmal erst spät zeigt.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass die deinen reich gefüllt sind und stelle mir vor, dass Skizzen mehr Platz brauchen. Worte lassen sich leichter quetschen.
      Herzliche Grüße und lieben Dank.

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  3. Hm. Offenbar ist es ganz wunderbar, Hape Kerkeling zu sein. Da das aber nur gut für Hape Kerkeling ist, bin ich nicht sicher, ob das als allgemeine Lebensweisheit gelten kann.
    Ich hab gerade heute was Schreckliches gelesen: der Buchladen an unserem Markt macht zu. Sie können sich die Miete nicht mehr leisten (kann man mit Büchern auch nicht) und stattdessen kommt dann vermutlich der siebenundzwanzigste Klamottenladen da rein, der nach einem halben Jahr wieder zu macht.
    Ich HASSE die Eigentümer der Geschäfte am Markt.
    Echt.

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    1. Das ist wirklich schlimm. Mir tut es um jeden einzelnen Laden leid. Besonders seit der meiner Ex Schwiegermutter in Spe schließen musste.
      Lebensweisheit….ich weiß nicht. Für mich scheint er zu passen…so hartnäckig wie das Satz war. Vielleicht auch nur um mich über Herrn Altmann auszulassen.

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  4. Der Text über dein rotes Notizbüchlein ist dir wunderbar geraten, liebe MItzi, herrlich zu lesen. Die Idee, sich Lese- und Denkanstöße aus der Buchreihe „Denkanstöße“ zu holen, gefällt mir. Das letzte und bisher einzige Kompendium, von dem ich mich haben leiten lasse, war: Eilert, Gernhardt, Knorr; Hausbuch der literarischen Hochkomik, dem ich die Entdeckung literarischer Perlen verdanke, unter anderem „Hunger“ von Knut Hamsun.
    Den Satz von Pape Kerkelin vergesse ich vermutlich wieder, weil er mir zu selbstgefällig vorkommt.
    Andreas Altmann ist mir völlig unbekannt und wird es nach deinem Urteil auch bleiben.

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    1. Sich ahnst du, lieber Jules, dass mich eine „literarische Perle“ gleich neugierig gemacht hat. Weder von Knut Hamsun, noch von „Hunger“ habe ich bisher gehört – es klingt interessant und ich werde es bei nächster Gelegenheit durchblättern und dann vielleicht lesen. Wie praktisch hier das Internet doch ist – man kann ohne Umstände „nachschlagen“. Bestellt wird es nicht – ich muss ohnehin bald wieder in eine Buchhandlung und nutze dort die Gelegenheit.

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  5. Ah, die Kladde, Ort dunkler Geheimnisse und mystischer Flüche. Seitdem ich dort im Geheimen mit anderen Menschen und ihren Gedanken abrechne, bin ich viel gnädiger mit den Gedanken anderer Menschen. Ich habe erwägt, sie wegzuwerfen. Ich bin lieber böse. 🙂

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    1. Geschmäcker sind verschieden – trotzdem glaube ich, dass es nicht wenige gibt, denen Altmann zu simpel gestrickt ist.
      Kerkeling bin ich verfallen seit er Königin Beatrix imitiert hat. Alleine deswegen hat er auf ewig einen besonderen Stellenwert für mich.

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  6. Ich schmeiß mich w.e.c.h.
    Herr Herpeling steht ganz oben auf meiner Liste. Auch wenn ich selbst mehr Fluche als manch ein Bauarbeiter (ich nenne das Seelenpflege), ich komme mit dem Altmann nicht zurecht.
    Ich mag mich auch. Nicht so, wie Herr Altmann sich, aber es reicht 😉

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  7. Ach, ja. Das kleine, rote Büchlein. * seufz * Ach, ja. Der gute alte Mao, dieser unverbesserliche Romantiker. * schnief *
    Versaue ich dir jetzt die Pointe deines nächsten Beitrags, wenn ich sage, dass zwischen dem Kerkeling-Satz und Andreas Altmann ein direkter Bezug besteht? Ein Schauspieler findet es ja zunächst naturgemäß nicht so doll, er selbst zu sein. Wozu sollte er denn sonst so tun, als wäre er jemand anderes? Logisch, gö? Aber dann hat er Altmann gelesen – und plötzlich war er heilfroh, er zu sein. Auch logisch, gö? 🙂

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      1. Ja, das mit den farbigen Büchern ist halt so eine Sache. Grün wäre ja auch verräterisch. Hausmausgrau wäre vielleicht eine unverdächtige Option?
        Ich hoffe doch, es ist wenigstens beruhigend, wenn man einen wandelnden Logikdetektor im ‚Gefolge‘ hat. 😉

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  8. Sehr gut!!!

    Auch ich habe so ein „rotes Büchlein“, das mich immer begleitet.
    Und auch bei mir gibt es immer wieder mal Sätze, die ich nicht loswerde, und es gibt solche, die ich nicht niedergeschrieben kriege aus welchen Gründen auch immer.

    Altmann muss für mich nicht sein, Kerkeling, naja, vielleicht wenn ich alles andere gelesen habe….lach.

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  9. Ach, wie Du doch wieder mal so Recht hast. Ich liebe alle Bücher, die von fremden Ländern handeln. Das fuehrte mich auch zu
    “ Triffst Du Buddha, dann toete ihn“ von Herrn Altmann. Mein Fazit: Ich brauche keinen Lehrer, keinen Gott und vorallem keinen Herrn Altmann um mein Glueck zu finden.
    So mehr Raum möchte in diesen Herrn nicht widmen!

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  10. Ich hatte auch mal so ein Buch in der Hand, an das ich mich durch meinen Artikel erinnert habe. Ein deutscher Diplomat schreibt mit größtmöglicher Arroganz über seine Stationen in Indien. Mehr Herablassung und Selbstbeweihräucherung habe ich selten erlebt und auch dieses Buch wurde hochgelobt. Ich weiß nicht mehr, wie Autor oder Titel waren aber leider steht das Buch zu Hause im Regal. Hape Kerkeling mag ich auch. Von ihm kann ich sogar Hörbücher im Liegestuhl im Urlaub hören und schlafe nicht ein. Feinsinniger Humor, Intelligenz und kluge Gedanken 🙂 Mag ich!

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    1. Hochgelobt wird so einiges. Am Ende zählt die eigene Meinung. Mit Arroganz und Herablassung gegenüber anderen Kulturen tue ich mich generell schwer. Ich muss nicht alles verstehen und nicht alles gut finden, vor allem aber nicht alles besser wissen. ;).

      Am Rande….ich bin nicht unentschlossen und folge und entfolge dir…..WP spinnt ein wenig. Wundere dich nicht.

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  11. Liebe Mitzi, Ich kann leider kein rotes Büchlein mein eigen nennen, aber Du gibst mir auch ohne den Piper-Verlag schon so viele Denkanstöße, herrlich.

    Aber echt neugierig bin ich jetzt schon auf diese Buchreihe (auch wenn sie natürlich NUR für Dich gemacht wurde! 😉 ) aus dem Piper Verlag.

    Die Beschreibung, das meistens ein Buch gar nicht reicht, wenn Dich ein Thema interessiert, kenne ich auch nur zu gut.

    Auf viele weitere tolle Sätze, Denkanstöße, Kolumnen (oh je, darf man das als Blogger überhaupt schreiben) und Verrisse.

    Ich freue mich.

    Dein Matchen M.

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      1. Ja, das denke ich auch. Es lässt sich auf jeden Fall auch die etwas schwierigeren Dinge mit größerer Gelassenheit sehen. Ich habe im Übrigen noch einen zweiten Blog bei dem kommentiert werden kann, falls Interesse besteht, sind Sie jederzeit herzlich eingeladen. bloghuettenalm.wordpress.com
        Herzlichste Grüße
        Mallybeau Mauswohn

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  12. Liebe Mitzi,
    Vielen Dank für die Erinnerung an die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten von so einem kleinen Buch. Ich habe sowas auch und betreibe es als Kreativjournal. Also (theoretisch) täglich eine Zeichnung, aber das läßt sich natürlich ausweiten. Leider läßt sich die zur Verfügung stehende Zeit nicht ausweiten, aber umschichten 🙂

    Andreas Altmann ist mir in einem Blog untergekommen, wo er hoch gelobt wurde. Allerdings gab es dann einen Textausschnitt, der klang wie ein Text eines 14-jährigen an einem besonders hochpubertierenden Tag geschrieben. Eine Aneinanderreihung von Fäkalien unterbrochen durch Eigenlob. Die besagte Bloggerin hat dann einen Schreibworkshop bei ihm gemacht und verfasst jetzt unfreiwillig komische Gedichte …

    Nach diesem bösen Kommentar gehe ich in mich …..

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    1. Im Zeichnen bin ich leider völlig unbegabt, aber die Idee täglich (oder wenn die Zeit und Muse es zulässt) etwas zu Papier zu bringen, macht solche kleinen Bücher zu einem schönen Begleiter. Zwischen meinen Texten und Sätzen kritzel ich mit Leidenschaft und frage mich Wochen später, was ich da wohl zu Papier bringen wollte.
      Die Bücher von Altmann verkaufen sich vermutlich so gut, weil es viele gibt, denen genau dieser Stil zusagt. Wenn besagte Bloggerin mit ihren Gedichten glücklich ist, dann hat der Workshop am Ende doch seinen Sinn gehabt. ;).

      Liebe Grüße
      P.S. Das Umschichten der Zeit…da sagst du etwas wahres.

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  13. Heute hatte ich ein Buch in der Hand, das heißt: „Yoga ist ein Arschloch“ – wirklich wahr, kein Scherz. Ich habe reingelesen, der Inhalt war gar nicht soo übel, ein paar Vorurteile gegen Yoga werden ausgeräumt, aber ein Buch, das sich so blöd-ranschmeißerisch dummen Menschen anbietet, wird von mir prinzipiell nicht gekauft.

    Ich wär ja manchmal ganz gern jemand anderer …;-)

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  14. Liebe Mitzi,
    oh wie schön! Ich habe auch eine rote Kladde 😉

    In Ihrem Artikel und den Kommentaren habe ich einige interessante Lesetipps bekommen, denen ich nachgehen werde.
    Ich habe zwar einen riesigen SuB (Stapel ungelesener Bücher), aber meine Sammelwut lässt nicht nach. Ich bin gierig nach Lesefutter und greife mit vollen Händen zu. Darum wächst der SuB noch permanent und darum MUSS ich auch unbedingt 108 werden! 😉
    Gruß Heinrich

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  15. Die ungelesenen Bücher in meinem Regal verbieten mir eigentlich, auch nur noch ein einziges Buch zu kaufen… und trotzdem… Schuld daran ist ja nur die ganze Bloggerei und derjenige, der den Tag auf 24 Stunden beschränkt hat! Da hätte Verdi was tun müssen! Dann ertappe ich mich dabei, Bücher diagonal zu lesen und die Information heruszufiltern. Klappte ganz gut, wären da nicht die seitenlangen Deskriptionen von Landschaften etc. hinter der sich hier und da einzelne Handlungsstränge verbergen! Tut ja nix zur echten Handlung, denke ich mir… und schon habe ich Relevantes übersehen! Deshalb lese ich nun 3 Seiten Beginn und 4 Seiten Schluß -dass kürzt das Ganze sehr effizient ab und man weiß, worum es geht! Lesevergnügen ist zwar anders… aber bei Büchern, die mich nach Kenntnis der Handlung und des Erzählerstiles doch interessieren, lese ich dann den Mittelteil diagonal und halte bei Interessantem inne. Mit dem vorhandenen Vorwissen klappt das ja ganz gut. Seit neuestem versuche ich mich nun manchmal selbst in jenem deskriptiven Stil, den die scheinbar endlos Zeit besitzenden Schriftsteller aller Welt in ihren von der Haushälterin sorgsam aufgeräumten ruhigen, leicht antiquierten Schreibe-Kammern innehatten…. Ein Büchlein mit scheinbar unwichtigen, aber einen beschäftigenden Worten? Dafür habe ich auch eine Lösung: happinessygirls! Alles Liebe, Nessy

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    1. Bei Sachbüchern kann ich effizientes Lesen nachvollziehen, bei Romanen könnte ich das nicht. Allerdings lese auch ich deutlich weniger, seit ich diesen Blog habe und kann gut verstehen, dass die Zeit für genußvolles Lesen fehlt. Ich bin dazu übergegangen Bücher nicht weiter zu lesen, wenn sie mich nicht wirklich reizen. Früher habe ich ihnen bis zur letzten Seite eine Chance gegeben – heute nicht mehr. Mir muss nicht alles gefallen und ich muss nicht alles lesen.

      Deine Lösung, Nessy, ist eine ganz großartige 🙂

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