Pssssst..

Eigentlich wollte ich Ihnen schon vorgestern die Geschichte von Paul und Herrn Iwanov erzählen. Sie wird noch ein bisschen warten müssen. An diesem Wochenende bin ich nämlich beschäftigt. Das neue Jahr hat mir ganz unerwartet ein Geschenk vor die Tür gelegt. Ein ganz besonders wertvolles, weil es atmet, maunzt und schnurrt und Aufmerksamkeit verdient hat. Aufmerksamkeit, die ihm die, die es zu sich holten leider nicht geben konnten und es deshalb mit seinen gerade mal 12 Wochen noch auf der Suche nach einem Zuhause ist.

Kein so kleines Wesen sollte ein Zuhause suchen müssen. Überhaupt halte ich nichts vom Begriff sich ein Tier zu kaufen oder zu holen. Das klingt schnell nach einem Gegenstand der gut zur Einrichtung passt. Tier und Mensch sollten sich finden und hätte die Kleine nicht schon jemanden der ihr ab Sonntag ein dauerhaftes Zuhause gibt, dann….. Sie ahnen es, oder? Schon nach wenigen Tagen mag ich den Gedanken nicht, dass wir uns Sonntag verabschieden müssen. Bis dahin genießen wir und nehmen uns endlich die Zeit, Dante durch die Höllenkreise zu begleiten. Katze hift mir nicht den Faden zu verlieren, schnurrt und hält das Buch offen. Sie blättert mir ein bisschen zu schnell um, aber das ist ok.

Bis Sonntag kann ich nicht widerstehen Sie hier mit Katzenbildern zu überschütten. Und Sonntag werden Sie von mir vermutlich hören, dass ich es nicht erwarten kann in Rente zu gehen und mich dann am ersten Tag im Tierheim überraschen zu lassen, welches Kerlchen sich für mich entscheidet. So rum gefällt mir die Vorstellung am besten. Von mir weiß ich nämlich eh, dass ich mein Herz an wirklich jedes fellige Geschöpf hängen kann.

Gut…ein Kalb oder eine Ziege wäre jetzt unpraktisch, aber Sie wissen was ich meine. So….wir steigen jetzt in die nächste Bolgia hinab. Soweit unten (in den Höllenkreisen) ist es gruslig. Zum Glück ist Katze mutig.

2023

Nix, sagte ich, als Freunde mich fragten, was ich an Silvester vorhabe. Eine Frage, die früher bereits Mitte Oktober gestellt wurde und dann bis kurz vor Jahresende immer mal wieder aufgegriffen wurde. Halbherzig, weil es eigentlich egal war, solange der harte Kern unserers Freundeskreises den Abend und die Nacht gemeinsam verbrachten. Das taten wir immer – wir acht. Um uns herum wechselnde Partner, Geschwister und flüchtige Bekannte. Wir feierten in der einen oder anderen WG und fast immer waren es feine Feiern, ohne viel Vorbereitung, ohne Stress und ohne große Erwartungen. Wir mussten nichts erwarten, weil wir wussten, dass es alleine durch unsere Freundschaft schön werden würde. Bis Mitte Zwanzig änderte sich nichts, dann änderten wir uns.

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Sie wurden aus der Gruppe entfernt

Zwischen den Jahren…eine selten dämliche Redewendung. Aber auch eine, die ich zwar jährlich hinterfrage und doch jedes Jahr aufs Neue nutze. Meist in Fragen oder Feststellungen, die ähnlich dämlich wie die Redewendung an sich sind. Heute Morgen zum Beispiel, als ich mich bei einer Kollegin erkundigte, ob auch sie zwischen den Jahren arbeiten würde. Eine wirklich blöde Frage, da wir uns zu diesem Zeitpunkt beide in der Hocke vor dem Bürokühlschrank befanden und dort nach irgendetwas suchen, das weder nach Zimt noch nach Vanille schmeckte. Als sie mir bestätigte – ähnlich dämlich – dass sie heute arbeiten würde, teilten wir uns die letzten beiden Essiggurken aus einem Glas, dessen Besitzer bereits im Spätherbst gekündigt hatte. Wer in meiner Firma zwischen den Jahren freiwillig arbeitet hat entweder a) vergessen den Urlaubsantrag vor dem Urlaub des Vorgesetzten zu stellen (ich) oder nutzt b) die Anwesenheit im Büro als Erholung vom familiären Wahnsinn der Feiertage (meine Kollegin). Wir naschen schweigend und genießen die ungewohnte Ruhe, bis sie mit dem Rest der Essiggurke auf mich deutet. Gewissensfrage, setzt sie an: Kann man Hamster Bodyshamen?

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Hör´n Sie mal XXIV

Ganz zum Schluss noch eine Geschichte, die eigentlich ebenfalls einmal zu zwei gelesen wurde. Den oder die Autorin kenne ich nicht, da auch hier mir nur einmal kopierte Seiten eines Buches in die Hand gedrückt wurden.

Zehn Minuten Christkindleinkauf mit dem Herrn Bröslmeyer. Da kann man froh sein, nicht von ihm beschenkt zu werden. Oder vielleicht doch…denn eigentlich…aber hören Sie selbst.

Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Hör´n Sie mal XXIII

Nach zwei Jahren Anders-Weihnachten, ist dieses Jahr wieder alles beim Alten. Fast. Diesees Jahr ist es schöner. Schöner, weil ich weiß, wie unschön es sein kann, wenn eine Pandemie durchs Land rollt. Und nur deswegen, weil es mich erinnert, wie wichtig Gewohnheiten, Traditionen und menschliche Nähe ist, hat Corona heute hier einen Platz.

Ich wünsche Ihnen schon heute schöne Weihnachten. Und auch heute…entschuldigen Sie die miese Qualität. Ingwertee und Zitrone sind fein, aber gegen die Erkältung die so ziemlich jeder in meinem Umfeld gerade hat, kommen sie nicht an. Auch das ist auf seine Art fein. Dass wir uns wieder mit Husten und Schnupfen anstecken ist schließlich ein Zeichen dafür, dass wir uns in diesem Winter wieder deutlich näher kommen durften.

Ganz ohne Viren auch hier.

Hör´n Sie mal XXII

…hör´n Sie bitte nicht allzu genau hin. Die Adventserkältung die in München die Runde macht hat mich erwischt und ich habe ein bisschen oft die Aufnahme unterbrochen, um Ihnen nihct ins Ohr zu husten.

Der Inhalt aber, der passt. Der ist nämlich immer gleich. An jedem Weihnachten und da bin ich auch fast immer erkältet. Bei all der Rennerei.

Und wenns zu holprig ist, dann gibt es hier eine Version ohne Husten und ohne Versprecher 😉

Hör´n Sie mal XIX

Ob man sich an Weihnachten etwas schenkt oder nicht wird viel diskutiert. Ich persönlich mag es. Mag es aber nicht, wenn es am Ende nur darum geht. Eine Kleinigkeit, eine winzige Aufmerksamkeit oder ein „da musste ich an dich denken, als ich es sah“, das sind die schönen Geschenke.

Und dann sollte sich der andere natürlich freuen. Oder vielleicht schwindeln. In diesen Fällen ist das völlig ok, finde ich.

Und hier können Sie nachlesen, warum Musti uns allen dieses Jahr nur eine gute Zeit und keine frohen Weihnachten wünscht.