Eigentlich wollte ich Ihnen schon vorgestern die Geschichte von Paul und Herrn Iwanov erzählen. Sie wird noch ein bisschen warten müssen. An diesem Wochenende bin ich nämlich beschäftigt. Das neue Jahr hat mir ganz unerwartet ein Geschenk vor die Tür gelegt. Ein ganz besonders wertvolles, weil es atmet, maunzt und schnurrt und Aufmerksamkeit verdient hat. Aufmerksamkeit, die ihm die, die es zu sich holten leider nicht geben konnten und es deshalb mit seinen gerade mal 12 Wochen noch auf der Suche nach einem Zuhause ist.
Kein so kleines Wesen sollte ein Zuhause suchen müssen. Überhaupt halte ich nichts vom Begriff sich ein Tier zu kaufen oder zu holen. Das klingt schnell nach einem Gegenstand der gut zur Einrichtung passt. Tier und Mensch sollten sich finden und hätte die Kleine nicht schon jemanden der ihr ab Sonntag ein dauerhaftes Zuhause gibt, dann….. Sie ahnen es, oder? Schon nach wenigen Tagen mag ich den Gedanken nicht, dass wir uns Sonntag verabschieden müssen. Bis dahin genießen wir und nehmen uns endlich die Zeit, Dante durch die Höllenkreise zu begleiten. Katze hift mir nicht den Faden zu verlieren, schnurrt und hält das Buch offen. Sie blättert mir ein bisschen zu schnell um, aber das ist ok.

Bis Sonntag kann ich nicht widerstehen Sie hier mit Katzenbildern zu überschütten. Und Sonntag werden Sie von mir vermutlich hören, dass ich es nicht erwarten kann in Rente zu gehen und mich dann am ersten Tag im Tierheim überraschen zu lassen, welches Kerlchen sich für mich entscheidet. So rum gefällt mir die Vorstellung am besten. Von mir weiß ich nämlich eh, dass ich mein Herz an wirklich jedes fellige Geschöpf hängen kann.
Gut…ein Kalb oder eine Ziege wäre jetzt unpraktisch, aber Sie wissen was ich meine. So….wir steigen jetzt in die nächste Bolgia hinab. Soweit unten (in den Höllenkreisen) ist es gruslig. Zum Glück ist Katze mutig.

