Distanziertes Flattern

Er sagt ich flattere. Er, der immer Zeit für mich hat, wenn ich ihn anrufe.  Seit uns einige hundert Kilometer trennen führen wir eine Fern-Freundschaft. Die Weite zwischen uns hat uns sensibilisier die Nuancen  in der Stimme des anderen zu erkennen. Er ist darin viel besser als ich. Wenn er sagt ich flattere, dann meinte er, dass meine Stimme ungeduldig klingt. Um das zu erkennen reicht ihm ein kurzes Hallo am Telefon. Weiterlesen

Lassen Sie es!

Gehen Sie nie in einen Kiehl´s Store! Mehr Text braucht dieser Artikel im Grunde nicht. Lassen Sie es einfach. Sie werden mir dankbar sein. Oder auch nicht, nachdem Sie es doch getan haben und wissen worüber ich spreche. Dann sind wir Leidensgenossen. Sie und ich. Lassen wir das mit der Höflichkeitsform, ich schreibe ja doch mehr als die einleitenden Worte und es hört sowieso niemand auf mich. Weiterlesen

Anna Blume

„Ich liebe dich.“ Drei Worte und meistens ein Satzzeichen. Ein kleiner, schüchterner oder auch wild entschlossener Punkt; ein lautes, polterndes Ausrufezeichen oder das unscheinbare Komma, das hinter diesen Worten selten etwas Gutes einleitet. Ich mag den Punkt am liebsten. Ich liebe Dich. Punkt. Ende (oder Anfang). Eine Tatsache, die nicht erklärt werden muss. Ich habe Lieblingssätze. Ich liebe dich, gehört nicht dazu. Weiterlesen

So, bitte nicht!

Versucht sich ein Liebespaar darin, nach Beendigung der Liebe, ein Freundespaar zu werden, geht das meistens gründlich schief. Der klügste meiner Exfreunde und ich, können davon ein Lied singen. Wir trennten uns, blieben aber einfach weiter in der gemeinsamen Wohnung  hocken. Beide. Man ist ja erwachsen. Man hat sich ja noch sehr gerne. Man möchte ja Freunde bleiben. Ich weiß nicht wie er es sieht, aber der Entschluss nach einer Trennung die Wohnung nicht aufzulösen, ist die schnellste und wirkungsvollste Methode eine Freundschaft zu zerstören. Weiterlesen

10.000 Dinge #2

Goethe und ich sind nicht so dicke. Allenfalls ist meine Beziehung zu ihm eine lockere Bekanntschaft, ohne die Anteilnahme und die Zuneigung einer Freundschaft. Die Schönheit mancher Sätze und die Klugheit einiger Gedanken bleiben mir dennoch nicht verborgen. „Wer besitzt, der muss gerüstet sein“,  heißt es zum Beispiel in Torquato Tasso einem Stück von Goethe. Weder Alfons, der die Worte spricht, noch Goethe, sein geistiger Vater, dachten hier wohl an die Bügel-Perlen-Topfuntersetzer die ich heute bei meiner herbstlichen Inventur gefunden habe. Weiterlesen

10.000 Dinge #1

Ich habe gelesen, dass der durchschnittliche Deutsche etwa 10.000 Dinge besitzt. Selbst wenn man jede Gabel und jeden Strumpf einzeln zählt, erscheint mir die Zahl sehr hoch. Angeblich ist es uns schier unmöglich, unseren Besitz zu reduzieren. Obwohl es mir eigentlich egal ist, möchte ich wissen wie viele Dinge ich tatsächlich besitze. Weiterlesen

Mere exposure effekt

Laut Wikipedia beschreibt der Mere-Exposure-Effekt oder der Effekt des bloßen Kontaktes die Tatsache, dass allein durch die mehrfache Darbietung von Personen, Situationen oder Dingen, das heißt allein aufgrund von Familiarität, die Einstellung eines Menschen zu diesen Dingen positiv beeinflusst werden kann. Zum Beispiel macht bloße Vertrautheit mit einem Menschen diesen attraktiver und sympathischer.  Das würde das Entstehen fast aller meiner Freundschaften in den letzten Jahren erklären. Weiterlesen

Liebster Award

 lba

Koriandermadame hat mich für den „Liebster Award“ nominiert. Danke, liebe Madame! Ein wirklich schönes Kompliment, das mich sehr freut. Toll, dass du  bei den Fragen von den alten „Freundschaftsbüchern“ inspiriert wurdest. Die Büchlein sollte man als Erwachsener ruhig auch mal wieder in Umlauf bringen. Denn wer mich kennt, weiß, dass ich Fragebögen für einen ganz fantastischen Zeitvertreib halten. Weiterlesen