Heute ist der erste März. Und Weihnachten. Frühling, aber auch wieder Winter. Ein Winter, der nach Meer und warmen Sand riecht. Es ist verwirrend, im März aufzuwachen, sich wie an Weihnachten zu fühlen und das Meer zu riechen. Weiterlesen
Traum echt
Heute ist der erste März. Und Weihnachten. Frühling, aber auch wieder Winter. Ein Winter, der nach Meer und warmen Sand riecht. Es ist verwirrend, im März aufzuwachen, sich wie an Weihnachten zu fühlen und das Meer zu riechen. Weiterlesen
In meinem Wohnzimmer beginnt die blaue Stunde, der kurze Moment zwischen dem Untergehen der Sonne und dem Einbruch der Nacht, mit einem letzten Aufbäumen goldenen Lichts. Die letzten Sonnstrahlen leuchten über die Hausdächer genau in mein Küchenfenster. Sie tauchen meine hässlichen beigen Hängeschränke in ein strahlendes und funkelndes Licht. Als man irgendwann in den achtziger Jahren die Küche einbaute, hielt man noch nichts von Hochglanz-Flächen. Meine Schränke verzeihen Fingertappser und ihre raue Fläche ist nicht kaputt zu bekommen. Robust und praktisch musste es damals sein. Hässlich beschreiben es nachfolgende Generationen. Weiterlesen
Samstag sah ich den Tod. Ein weißes Gerippe unter einem schwarzen, langen Umhang. Die weite Kapuze tief über die knöcherne Stirn des blanken Schädels gezogen, schlich er sich langsam und ohne Eile heran. Er ist ein großer, schlanker Mann. Natürlich ist er schlank. Denn dort wo das Fleisch und das Fett des Körpers fehlen, ist ein jeder dünn. Dass pure Knochen schön sein können, wusste ich nicht. Aber er war schön. Der Tod war ein schöner Mann. Weiterlesen
Vor etwa 15 Jahren saßen meine Freundin und ich um drei Uhr nachts frierend auf den Stufen vor dem Residenztheater. Obwohl in dieser Novembernacht leichter Schnee fiel, setzten wir uns für einen Moment auf den kalten Stein um unseren Füßen eine Pause zu gönnen. Verschneites Kopfsteinpflaster und hohe Schuhe vertragen sich nicht gut. Weiterlesen
„Schreib weiter.“ Steht in ihrer SMS und ich sehe das Ausrufezeichen dort, wo der Punkt am Ende des Satzes steht. Ein Fragezeichen wäre angebracht gewesen. Und überhaupt eine Frage und nicht eine Aufforderung. Mein Einwand, dass ich die letzten beide Tage schon etwas geschrieben habe, wird mit einem „Na und? Schreib weiter!“ weggewischt. Sie musste es genauso wenig tippen, wie ich meinen Einwand anbringen musste. Ungeschrieben und ungesagt, hängt es in der Luft und hat seinen Weg zum Empfänger gefunden. Weiterlesen
Er sagt ich flattere. Er, der immer Zeit für mich hat, wenn ich ihn anrufe. Seit uns einige hundert Kilometer trennen führen wir eine Fern-Freundschaft. Die Weite zwischen uns hat uns sensibilisier die Nuancen in der Stimme des anderen zu erkennen. Er ist darin viel besser als ich. Wenn er sagt ich flattere, dann meinte er, dass meine Stimme ungeduldig klingt. Um das zu erkennen reicht ihm ein kurzes Hallo am Telefon. Weiterlesen
Laut Wikipedia beschreibt der Mere-Exposure-Effekt oder der Effekt des bloßen Kontaktes die Tatsache, dass allein durch die mehrfache Darbietung von Personen, Situationen oder Dingen, das heißt allein aufgrund von Familiarität, die Einstellung eines Menschen zu diesen Dingen positiv beeinflusst werden kann. Zum Beispiel macht bloße Vertrautheit mit einem Menschen diesen attraktiver und sympathischer. Das würde das Entstehen fast aller meiner Freundschaften in den letzten Jahren erklären. Weiterlesen
Jede Frau braucht einen schwulen Freund? Blödsinn! Jede Frau braucht einen guten Freund. Dass er zwingend schwul sein muss, erschließt sich mir nicht. Die gleichgeschlechtlichen Paare in meinem Freundeskreis haben nur wenig mit den teils bizarren Duracell Häschen aus „Sex and the City“ zu tun. Weiterlesen
Allen habe ich berichtet wie spannend und fantastisch meine Jahre in Italien waren. Nur zu gerne, erzähle ich die lustigen Anekdoten und die kleinen amüsanten Geschichten über neue Freundschaften und Erfahrungen und lasse dabei die eigenen Erinnerungen lebendig werden. Erzählend wird das längst vergangene wieder präsent und die bloßen Worte vermischen sich mit den damals empfundenen Gefühlen bis sie wieder greifbar und real werden. Weiterlesen
Wikipedia definiert Routine, als eine Handlung, die durch mehrfaches Wiederholen zur Gewohnheit wird und beschreibt dadurch zutreffend eines meiner morgendlichen, werktäglichen Rituale. Pünktlich um 06:51 Uhr stehe ich am kleinen Kiosk im U-Bahn Untergeschoss und kaufe eine Tageszeitung und ein einzelnes Ferrero Roche. Weiterlesen