Heute ist der erste März. Und Weihnachten. Frühling, aber auch wieder Winter. Ein Winter, der nach Meer und warmen Sand riecht. Es ist verwirrend, im März aufzuwachen, sich wie an Weihnachten zu fühlen und das Meer zu riechen. Weiterlesen
Traum echt
Heute ist der erste März. Und Weihnachten. Frühling, aber auch wieder Winter. Ein Winter, der nach Meer und warmen Sand riecht. Es ist verwirrend, im März aufzuwachen, sich wie an Weihnachten zu fühlen und das Meer zu riechen. Weiterlesen
Manchmal bin ich etwas schräg. Zum Beispiel dann, wenn ich einen Text über einen kleine Hund geschrieben habe und mir am nächsten Tag vorstelle, dass ein weit größerer Hund deswegen eifersüchtig sein könnte. Es irritiert mich, da ich mir um Eifersuchtsgedanken menschlicher Protagonisten in meinen Texten nie Gedanken mache, während längst verstorbene Hunde in meinem Kopf Zwiegespräche führen. Damit Sie mich nicht für völlig bekloppt halten – ich höre natürlich keine Stimmen. Aber ich bedaure es ein wenig, dass gestern für den zweiten Hundefreund in meinem Leben kein Platz gewesen ist. Weiterlesen
Dass ich mir vor Jahren von einer Verkäuferin ein lindgrünes Schlauchkleid als passendes Outfit für eine Hochzeit aufschwatzen ließ, hat zwei Dinge in meinem Leben verändert. Zum einen bin ich misstrauisch geworden, wenn mir drei oder mehr Verkäuferinnen zu gleich versichern, dass ich in einem hoffnungslos überteuerten Kleid, umwerfend aussehe. Zum anderen besitze ich seit besagter Hochzeit einen großen Spiegel, der mehr als Gesicht und Schultern zeigt. Weiterlesen
Meine Seele sitzt im Bauch. Nicht im Kopf, dort wäre es ihr zu unruhig und sie würde sich nicht wohlfühlen. Auch nicht in Armen oder Beinen, die ständig in Bewegung sind. Selbst im Herzen, wäre es ihr zu unruhig. Nicht nur wegen des ständigen Klopfens, auch wegen der kleinen Narben und Schatten, die ein erwachsenes Herz mit sich herumträgt. Etwas Staub und verheilte Wunden schaden einem Herzen nicht. Vernarbtes Gewebe macht es stärker und sorgt dafür, dass es nicht so leicht aus dem Takt zu bringen ist. Die Flecken zeigen, dass ein Mensch gelebt hat. Ein allzu sauberes und gänzlich unbeschadetes Herz in der Brust eines erwachsenen Menschen sollte misstrauisch stimmen. Weiterlesen
Sind Sie Eltern von Kleinkinder im Krabbelalter oder darunter? Spielen Sie mit dem Gedanken Ihr Goldstück am Wochenende erstmals einem kinderlosen Babysitter zu überlassen? Vielleicht sollten Sie diesen Text dann nicht lesen. Es ist besser, Sie heben sich den Beitrag auf, bis Ihr Kind ein robustes Alter von etwa 25 Jahren erreicht hat. Rückblickend können Sie sich dann für Ihren Mut auf die Schulter klopfen. So wie meine furchtlosen Schwestern, denen ich die Details dieses Erfahrungsberichtes erst heute zumute. Weiterlesen
In München entstanden nach dem zweiten Weltkrieg zwei Trümmerberge, die meistens der große und der kleine Schuttberg genannt werden. Obwohl es in München einige Hügel gibt ist der große Schuttberg eine der höchsten Erhebungen in der Stadt. Weil er nicht nur hoch sondern auch hübsch, und seit dem U-Bahn Bau zur Olympiade noch mal zehn Meter höher ist, nennt man ihn jetzt Olympiaberg. Beide Hügel waren nicht weit von der Wohnung meiner Großtante in Schwabing entfernt. Weiterlesen
Ich mag den Valentinstag! Punkt. Mitten in all den „Ich mag den Valentinstag nicht“ Beiträgen fehlt mir das Gegengewicht. Wenn´s sonst keine tut, dann eben ich. Ich mag ihn wirklich. Den Valentinstag.
Nicht den Konsumwahnsinn mit Blumen, Pralinen und gedankenlosen vorgefertigten Kalenderspruch-Grußkarten. Auch nicht das Gefühl, das er bei einsamen oder Liebeskummer geplagten Menschen auslöst. Und schon gar nicht, wenn es der einzige Tag im Jahr ist, an dem man sich ein liebes Wort oder eine warme Geste abringt. Aber sonst, finde ich ihn eigentlich ganz nett. Weiterlesen
Ach herrje. Da mogelt man einmal ein bisschen und bekommt sofort eine auf den Deckel. Ob ich mir die Regeln des Liebsten Awards nicht durchgelesen hätte. Ob ich mich aus Faulheit oder Ignoranz über die Regeln hinweg gesetzt habe? Und überhaupt, ob da nicht der ursprüngliche Gedanke des Awards zu kurz käme, wenn jeder sich nur ein paar Fragen herauspickt und sie zur Beantwortung auch noch an Familienmitglieder weiter reicht? Einer meiner Freunde ist da sehr kritisch. Weiterlesen
In der U-Bahn sitzend, nahm ich mir vor endlich Rezas Fragen zu beantworten, die er mir im Rahmen des Liebsten Awards gestellt hat. Es klingt so leicht, elf Fragen zu beantworten und doch merkt man schnell, dass es alles andere als leicht ist. Man ist versucht, etwas amüsantes oder witziges zu erzählen. Will dabei ehrlich bleiben und muss sich die tiefer gehenden Fragen zuerst ein paar Minuten auf der Zuge zergehen zu lassen. Man will ja keinen Blödsinn schreiben. Weiterlesen
In meinem Wohnzimmer beginnt die blaue Stunde, der kurze Moment zwischen dem Untergehen der Sonne und dem Einbruch der Nacht, mit einem letzten Aufbäumen goldenen Lichts. Die letzten Sonnstrahlen leuchten über die Hausdächer genau in mein Küchenfenster. Sie tauchen meine hässlichen beigen Hängeschränke in ein strahlendes und funkelndes Licht. Als man irgendwann in den achtziger Jahren die Küche einbaute, hielt man noch nichts von Hochglanz-Flächen. Meine Schränke verzeihen Fingertappser und ihre raue Fläche ist nicht kaputt zu bekommen. Robust und praktisch musste es damals sein. Hässlich beschreiben es nachfolgende Generationen. Weiterlesen