Bleiben Sie mir mit Fasching vom Hals!

Ich bin nicht zickig. Und nur ganz selten missmutig. Das können Sie mir ruhig glauben. Ich hab´s ja selbst nicht so mit zickigen Frauen und kenn mich gut mit solchen aus. Ich kenn die Sorte, die latent schlecht gelaunt in der Ecke steht und eine Schnute zieht, weil man ihnen nichts recht machen kann. Man fragt sich, warum sie nicht zu Hause geblieben sind. Wo es ihnen draußen, zwischen all den fröhlichen und gut gelaunten Menschen doch so gar nicht behagt. Man kennt solche Frauen. Schlimm, wie sie missmutig das Gesicht verziehen und anderen die Laune verderben.
Man muss aber differenzieren. Es gibt Ausnahmen. Es gibt ganz wundervolle Geschöpfe, die sich gänzlich unverschuldet in einer Situation wieder finden, in der sie hilflos und überfordert so lange um sich schlagen, bis sie missmutig verstummen. Diese Frauen können, ja müssen, einem leid tun. Es sind jene, die sich jahrelang mit Händen und Füßen dagegen gewehrt haben, am Faschingsdienstag die Innenstadt zu betreten und sich heute am Rosenmontag im Drogerie Markt vor einem Regal mit Hasenohren wieder finden. Frauen wie ich zum Beispiel.

Ich besitze jetzt eine schwarze Federboa für 5,99 Euro und Strass den man  für 8,98 Euro erwerben und sich an die Schläfen kleben kann. Nach intensiven Überlegungen scheint mir das noch das kleinste Übel zu sein. Für einen kurzen Moment spielte ich mit dem Gedanken als sexy Krankenschwester zu gehen. Nur, um mal zu sehen, wie die Kollegen reagieren würden. Eine von ihnen hat mir das ganze eingebrockt. Mich letzte Woche, als in München noch nix vom Fasching zu hören oder sehen war, gefragt wie es mit einem Gläschen nach der Arbeit aussehen würde. Als ich heute realisierte worauf ich mich eingelassen habe und flugs den Rückzug antreten wollte, bat man mich, nicht rumzuzicken. Ich zicke nicht – ich will mir nur kein Hasenschwänzchen an den Hintern stecken. Von denen gab es im Drogerie Mark nämlich reichlich. Zum Kleben und zum Anstecken. Ich will nichts an meinem Hintern kleben haben. Häschen scheint dieses Jahr gut zu gehen. Neben den Schwänzchen gab es auch reichlich Öhrchen. Ich hab mir ein Paar aufgesetzt und kann Ihnen versichern, dass ich nicht der Häschen-Typ bin. Ich stand lange vor den Regalen und überlegte welcher Faschings-Typ ich sein könnte. Cowboy und Indianer spiele ich seit Jahren nicht mehr und die sexy Krankenschwester konnte ich meinen Kollegen nicht zumuten. Das Bild hätten die nie wieder aus dem Kopf bekommen.

Die meisten Männer standen übrigens vor den Regalen mit Gesichtsmasken. Ich möchte lieber keine Vermutungen darüber anstellen, warum dem so war. Den meisten tat die Maske aber recht gut. Neben Chucky der Mörderpuppe und Freddy Krüger fanden sich einige, die mit  viel Phantasie an die schönen venezianischen Karnevalsmasken erinnerten. Sie können sich vorstellen wie viel Phantasie man aufwenden muss, wenn das Ding aus Plastik ist und für 99 Cent rausgehauen wird. Die Federboa, die jetzt mir gehört, lag am Boden zwischen Männerfüßen. Krabbelnd habe ich sie mir geschnappt und im hörte im Auftauchen, dass ich damit sicher heiß und verführerisch aussehen würde. Ich erspare Ihnen meine Antwort. Wenn Ihnen aber jemand in den nächsten Tagen erzählt, er hätte im Drogerie Markt eine ausgesprochen schnippische und missgelaunte Frau am Boden kriechen gesehen, dann war das wohl ich. Heiß und  verführerisch mit einem flusenden Plastikteil um den Hals? Das Jahr ist erst fünf Wochen alt und schon sinken die Ansprüche.

Meine auch. Zumindest die an den morgigen Nachmittag. München hat´s ja nicht so mit dem Fasching. Wenigstens sind wir klug genug, es gar nicht erst als Karneval zu verkaufen. In meinem Freundeskreis mögen wir nicht mal den Fasching. Wenn wir ihn vergessen, gehen wir als „Schlechtgelaunte“. Oder wir gehen um fünf Uhr morgens in die „Schmalznudel“ am Viktualienmarkt zum Frühstücken und sehen zu, dass wir spätestens um zehn Uhr  vormittags wieder daheim sind. Als ich eine Banklehre machte, musste ich am Faschingsdienstag im Kostüm erscheinen. Einmal war ich ein Räuber. Da wurden der Blumenhändler gegenüber überfallen. Und einmal ging ich als der Tod. Ich pustete einer alten Dame Konfetti ins Gesicht und hielt ihr ein Glas Prosecco hin. Wortlos schob sie mir die Sterbeurkunde ihres Mannes über den Schalterrand.
Diese Jahr Federboa, dunkelroter Lippenstift, Strass um die Augen und ein schwarzes Kleid. Wenn ich die Zeichen richtig deute, dann werden Sie hier künftig von meiner Zweitkarriere als Stripperin lesen.

Hab ich Ihnen die Vorfreude auf morgen verdorben? Das täte mir leid. Ich bin eigentlich viel umgänglicher. Nicht so zickig. Nur mit dem Fasching, mit dem hab ich es nicht. Wenn Sie mich morgen Nachmittag in der Stadt treffen, und ich stehe missmutig in der Ecke, ignorieren Sie mich. Bleiben Sie mir bloß vom Hals, wenn Sie sich als Seemann oder Clown präsentieren. Ich fände Sie albern. Wenn Sie aber gerade aus der Arbeit kommen, dann verraten Sie mir, woher wir uns kennen und dass Sie das alles auch schrecklich finden. Dann haben Sie und ich eine gute Chance gemütlich ein Glas miteinander zu trinken. Ich schmeiß dann auch die Federboa weg.

66 Gedanken zu “Bleiben Sie mir mit Fasching vom Hals!

  1. genau das habe ich gerade bei Jules geschrieben……Karneval ist so gar nix fuer mich. Ich finde es nicht einmal lustig. Menschen benehmen sich unter dem Deckmantel sowas von daneben.
    Ausserdem fühlt man sich wie Freiwild.

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  2. 🙂 Wer so sympathisch seine Abneigung gegen das bierselige Fest der mittelmäßigen Witze und grauenvollen Partylieder in Worte verpackt, dem kann man nichts übel nehmen. Das ist ja das schöne. Außerdem ist es aus der Kölner Ecke knapp 6h bis München. Das dauert zu lang. *g*

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  3. Ich hab schon ein Problem mit, dass uns der österreichische Staatsfunk mit waaaaaaahnsinnig lustigen Pointen vom Villacher Fasching seit Weihnachten zwangsbeglückt (und da rede noch mal jemand vom Sommerloch). Ich versuche seit vielen Jahren, aus seriösen Quellen zu recherchieren, wieviel man wohl trinken muss, um die Witze lustig zu finden, mit denen sie schon im alten Rom die Christen gequält haben. Ist mir nicht gelungen. Kann sein, dass das an der Diskrepanz zwischen „Kärnten“ und „seriös“ liegt. Boah, das war jetzt böse. Wahrscheinlich straft mich jetzt das Universum oder der liebe Gott oder die Kärntner mit einer Faschingssitzungszwangseinladung und aufsetzbaren Wackelfühlern…

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      1. Ah, eigentlich galt die Bemerkung Andrea, aber ich spreche jede Bevölkerungsgruppen an. Ich würde aber nie eine Frau auf ihr Alter ansprechen. Dafür funktionieren meine Überlebensinsti … habe ich zu gute Manieren.
        Und einmal Karneval im Seniorenzentrum erlebt. Seitdem halte ich meine Erkenntnis für hinreichend gesichert.

        Aus der Nummer komme ich nicht mehr raus, gell? 🙂

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  4. Witziger Weise versichern wir uns hier alle gegenseitig unserer Ressentiments gegenüber Fasching-Karneval-Fastnacht-&-Co. Und kein(r) gibt zu, dass er im Herzen doch ein Jeck ist. Ich übrigens auch nicht. Keinesfalls. Lasst mich bloß in Ruh‘ damit.

    Liegt wahrscheinlich daran, dass die Jecken entweder gerade keine Zeit haben, etwas ins Internet zu schreiben. Oder daran, dass sie vom Wirbelsturm erfasst und davongeweht wurden. Oder eingebuchtet wurden, weil sie auf Anti-Asyl-Panzerattrappen aus Pappe mitgefahren sind.

    (Ich werde morgen übrigens ausschlafen, mir ein schönes Frühstück mit dem Lieblingsrührei einverleiben, dann den Regentropfen, die an mein Fenster klopfen, lauschen, vielleicht ein paar Krimis aus der Mediathek konsumieren und schaun, wer sich noch in diesem Internetz herumtreibt. Ganz ohne Hasenpüschel am Hintern.)

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    1. Du meinst, es ist ähnlich wie mit der Bildzeitung? Keine liest sie, aber alle wissen, was drin steht? Wahrscheinlich hast du recht – irgendwer muss die Straßen ja füllen.

      Müsste ich nicht arbeiten, könnte ich mich mit deinem morgigen Programm sehr gut anfreunden. So aber, stürze ich mich in den Wahnsinn. Wer weiß, vielleicht nehme ich morgen (übermorgen) alles wieder zurück und singe ein Loblied auf den Fasching ;).

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  5. Sorry, also, aber so geht das einfach nicht. Hier so mir nix dir nix den Fasching faschieren. Der Mensch muss doch auch mal lustig sein. Und dazu ist eben der Fasching da. Da hat man gefälligst lustig zu sein. Kollektiv. Und auf Knopfdruck. Wo sollte das denn hinführen, wenn jeder einfach dann lustig sein möchte, wenn ihm nach Lustigsein zumute ist. Spaßanarchie, gleichsam. Wär ja noch schöner. Neinein. Einmal im Jahr wird das Thema Lustigkeit intensivst abgearbeitet. Und dann ist die Sache gegessen.
    Ich verkleide mich jeweils als gesetzlich geschützte Spaßbremse. Das führt notgedrungen dazu, dass ich um die kollektive Lustigkeit einen riesigen Bogen machen muss. Aber dieses Opfer bringe ich gerne. Damit habe ich das Thema Altruismus auch noch gleich abgehakt für den Rest des Jahres…

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    1. Deine Worte habe ich etwas auf mich wirken lassen. Leider habe ich den Kostümvorschlag zu spät gelesen, um ihn noch umzusetzen. Im nächsten Jahr, dann ganz sicher!
      Ich kann dir aber versichern, dass ich auf Knopfdruck extrem lustig wurde – oder beim Köpfen des Proseccos, aber das kommt auf das gleiche hinaus.

      Danke für die Ermahnung 😉

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      1. Mnja. Die Ermahnung hatte ja einen für mich sehr willkommenen Nebeneffekt. Denn der erigierte Mahnfinger verleiht der Spaßbremsenverkleidung halt einfach eine unglaubliche Glaubwürdigkeit. So sehr, dass ich selber beim Absenden des Kommentars jedes Wort, nein, jede Silbe für bare Münze genommen habe. 😉

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  6. ich emfpehle die verkleidung als witwe….. da bleibt man ziemlich ungestört :-)….
    die verkleiderei hat ja schon was.
    als kind wollte ich natürlich als prinzessin gehen, aber muttern verabreichte mir einen clown. nun gut… wer den schaden… und der spott dann eh…. sie wissen schon.
    als studentin war ich dann auf einer faschingsparty mit motto eingeladen.
    heeeeeeeeeeeerlich…. so dachte ich. das motto lautete: mein alter ego…. dann viel philosophisches blablub und die erläuterung, man solle so kommen, wie man eigentlich nicht ist.
    ha…. das war leicht gemacht: ich also in den putzkittel meiner oma, die haare auf lockenwickler aufgedreht, sagrotan statt chanel um die ohren und ein paar putzfeudel in die kitteltaschen, fertig war mein alter ego outfit (weil ich ja eigentlich schlampig bin).
    ich hatte die lacher auf meiner seite. die ganzen elvisse, marylins, königinnen und coolen säue haben sich schlapp gelacht über mich, die ich als einzige blöd genug war, das motto ernst zu nehmen.

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    1. Klasse, das alter Ego Kostüm. So muss man wohl auch an das ganze rangehen – Augen zu, nicht zu ernst nehmen und dann einen schönen, lustigen Abend haben. Witwe ist auch nicht schlecht – aber wenn ich mich dann überreden lasse, dann darf man mich auch ansprechen. Ansprechen und nicht anfallen ;).
      Ich wurde mal gezwungen als Indianer-Prinzessin zu gehen – meine Mutter hat mich verarscht. Um mich rum, nur Prinzessinnen und ich sah aus wie eine Lumpenbraut mit Federn in den Haaren.

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  7. Sehr schön geschrieben!
    Ich kann mich der karnevals-/faschingsablehnenden Haltung nur anschließen. Ein Glück, dass ich vom Niederrhein nach Hamburg gezogen bin und somit seit 4 Jahren kaum etwas davon mitbekomme. 😀

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  8. Ich mag den Fasching auch gar nicht! Leider befinde ich mich gerade als schneefrau verkleidet und geschminkt in der s-Bahn! Arbeitstechnisch bedingt. Wer will schon 70 Kindern den Spaß verderben 😉 nächstes Jahr nehme ich urlaub! Also wenns heut noch schneit in der Hauptstadt, bin ich schuld! Und wenn mich einer sieht (grimmig dreinblickende schneefrau mit schnupfen) bitte einfach auch ignorieren! Danke

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      1. Und Momenten der Ausgelassenheit konnte selbst ich mich nicht verwehren! Nur als wir dann laut „Kamelle“ und „Helau“ und „Alaaf“ schreiend durch die Altberliner Strassen zogen, habe ich mich in Kragen und Kapuze versteckt. 😉

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  9. Oh, wie gut ich Dich verstehen kann. Hier in L.E. haben wirs ja auch nicht so mit Fasching. Wir sind nicht mal katholisch. Trotzdem gibt es Leute, die glauben, man müsse die Stadt zu einer Karnevalshochburg machen. Deshalb findet hier ein Rosenmontagsumzug statt, der heißt wirklich so, jeweils am Sonntag davor. In diesem Jahr sah ich das Trauerspiel zufällig, als ich auf dem Weg zu einer Ausstellung war. Innenstadt hälftig gesperrt (Das ist nicht so tragisch, ist eh alles Fußgänger und Fahrradzone). Als ich aus der Ausstellung kam, steppte der Bär .. bzw hier ist es wohl eher der Löwe. Ein paar Trekker zogen ein paar Hänger mit lustigen, Konfetti schmeißenden Leuten über den Markt. Dazu Musik, wie ich sie vor Jahren mal hörte, als ich das einzige Mal in meinem Leben beim Après Ski war. Das Publikum, ein paar Hundert, stand glotzend da. Immerhin, die Kinder waren kostümiert, jedenfalls so jedes Zweite. Ich sah auch ein erwachsenes Pärchen, voll kostümiert, wahrscheinlich aus Köln eingewandert und nicht ahnend, was sie hier erwartet. Ca 10 Leute trugen Hut. Da standen sie und glotzten, sprach-, bewegungs- und montivationslos. Ich schob mein Fahrrad in die andere Richtung. War ja zum Glück nur die halbe Innenstadt gesperrt. Da fällt mir ein, ich schrieb vor Jahren schon mal über diesen Sonntagsrosenmontagsumzug. Und Fasching. Hier: https://inchtomania.wordpress.com/2011/03/23/karneval-vs-fasching/

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    1. Gut geschrieben! Im Link (danke dafür) und auch hier. Die Karnevals-Muffel scheinen zu überwiegen oder ich locke mit dem obigen Text nur diese hervor, während sich der Rest denk, dass ich keine Ahnung habe. Stimmt ja auch – den echten Karneval kenne ich nicht. Das Trauerspiel, das du beschrieben hast, kommt mir bekannter vor. Seltsam, dass außer den Leuten im Zug, die umstehenden eher bizarr wirken. Verkleidet, aber nicht wirklich in Stimmung.
      Liebe Grüße

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  10. Hallo Mitzi,
    eine humorige, schöne und keinesfalls „narrische“ Abrechnung mit deutschem „Frohsinn“.

    Ich mag ihn auch nicht, schon als Kind nicht, was eigentlich seltsam ist, aber ich habe mich schon damals nicht in großen, lauten Menschenmengen wohlgefühlt. Irgendwie ist mir Karneval, Fasching, Fassenacht in Deutschland zu organisiert, zu aufgesetzt, zu gezwungen.

    Ganz anders Mittel und Südamerika, Zwischen ’86 und ’90 war ich in Lateinamerika, sowieso ein ganz anderes Leben, so auch der Carneval. Der schönste Carneval war für mich in Mazatenango, Guatemala (findet man sogar Videos auf YT, aber heute doch wieder ganz anders aufgezogen, als ich es in Erinnerung habe).

    Die machen dort 8 Tage „Riesen-Fässer“ auf, aber eben einfach nur schön, locker, gelassen, freundlich. Oft ist auch zu viel Alkohol im Spiel, aber die natürliche Freude am Feiern, am Tanzen, am Lachen und Singen überwiegt, überstrahlt die vorkommenden negativen Exzesse.

    Das Kaff (positiv gemeint) hat heute etwa 50. Tsd Einwohner, damals waren es noch weniger, von GC waren es damals fast 5 Std. mit Jeeps (nix Komfort-SUV’s). Nach einer halben Stunde in so einer Blechwanne hast Du jedem einzelnen deiner Rückwirbel einen eigenen Namen gegeben. Und das war auf Asphalt!

    Dann komm gut durch die „närrische Zeit“. Du „schaffst auch das“, das weiß ich.
    Und vielleicht gibt es auch Berichtenswertes, das Du mit uns teilen wirst….

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    1. Hallo Michael,

      du bist weit herum gekommen – ein schöner Einblick. Diese Art von Carneval ist mit dem deutschen nicht zu vergleichen. Ganz ohne zu werten, ist etwas völlig anderes. Um es zu verstehen, muss man wohl dort gewesen sein.
      Überhaupt gibt es wohl immer negatives bei jeglicher Veranstaltung. Sie zu suchen, wenn man mitten drin ist…davon halte ich nichts. So habe ich gestern auch meine Klappe gehalten und hatte meinen Spaß. Ich fand vieles albern, aber das kund zu tun ist mir nicht eingefallen. Dann hätte ich daheim bleiben müssen. Für eine Erzählung reicht es nicht, aber die Federn der Boa, werde ich wohl noch an Weihnachten in der Wohnung finden ;).
      Liebe Grüße – Aschermittwoch, in München wird es jetzt ruhiger.

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  11. „Es sind jene, die sich jahrelang mit Händen und Füßen dagegen gewehrt haben, am Faschingsdienstag die Innenstadt zu betreten und sich heute am Rosenmontag im Drogerie Markt vor einem Regal mit Hasenohren wieder finden.“

    Mein Satz des Tages. Danke Mitzi….. wobei ich es lustig finde, sich in einem Geschäft mal Hasenohren, Masken oder lustige Hüte aufzusetzen und einfach mal kurz albern zu sein. Aber genau das ist es: 4 Tage am Stück albern zu sein das hält ja keiner aus.

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    1. Gerne. Freut mich, dich zum lachen gebracht zu haben.

      Die Läden sind ganz lustig – kaum war ich draußen konnte ich auch darüber lachen. Man müsste zu zweit dort hin und sich hingebungsvoll das ganze Zeug über Nase und Kopf ziehen. 😉

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    1. Na endlich! Ich zweifelte schon, wo den all die Jecken abgeblieben sind. Ein Tanzmariechen…das passt zu einem so sonnigen, positiven und blumigen Gemüt.
      Wo wir das Lachen und den Spaß finden, ist am Ende egal. Irgendwo gibt es für jeden den passenden Ort. Ich hatte gestern ja auch meinen Spaß. Es reicht für die nächsten fünf Jahre, aber dann….vielleicht mal als Häschen. Meine Kollegin sah sehr hübsch aus.

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  12. Nachdem du dich so aufwändig vorbereitet hast auf Fasching im Kollegenkreis, hoffe ich, dass du dich wenigstens gut amüsiert hast, liebe Mitzi,. Keine hohen Erwartungen zu haben, ist ja die beste Voraussetzung. Ansonsten finde ich sympathisch, wie du darüber denkst und witzig,,wie du darüber geschrieben hast. Und wenn alles ohne Kater abgeht, Glückwunsch!

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  13. Danke liebe Mitzi für diesen schönen Text. Da ist mir gleich die entzugsbedingte Zickigkeit aus dem Gesicht geflogen. Mir fehlt der Duft nach schalem Kösch und 4711, die durchtanzte Nacht zu kölschen Heileweltheimatklängen und ungefragte Bützjer hier im protestantischen Hannover. Humor frei jeder Albernheit ist da herzerfrischend.

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  14. Hallo Mitzi, wieder echt lustig geschrieben, danke Dir! Echt schade, dass Du keine Bilder veröffentlichst – wass ich aber natürlich gut verstehen kann! Das hätte ich zu gern gesehen… Da sind wir ´mal wieder komplett einer Meinung! Meine einzige Verkleidung der letzten 20 Jahre? Ein Hexenhut zu Halloween. Faschingsfeiern /Umzüge im konventionellen Sinn? Fehlanzeige… Ich kapier´auch ehrlich gestanden, den Sinn nicht, sich zum Deppen zu machen. Obwohl ich manche Faschingskostüme wirklich künstlerisch und schön finde…Zum Beispiel auf dem Blog von Tina von Tinaspinkfriday. Und nahe meiner Heimat im schönen Städtchen Schwäbisch Hall gibt es einen „Karneval in Venedig“, der heißt „Hallia Venezia“. Wenn Du magst, kannst Du bei Youtube die Videos sehen. Da ist eine wirklich zauberhafte Atmosphäre…. Herzliche Grüße, Nessy

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    1. Ich glaube, diejenigen die den Fasching genießen können, machen sich auch nicht zum Deppen. Sie haben einfach nur Spaß. Der Rest, zu dem auch ich gehöre, schreibt einen bissigen Text und hält sich vor Ort dann zurück ;).
      Ích werde mir mal ein Video ansehen – das klingt interessant und anders. Bilder haben wir kaum gemacht – sie sind alle verschwommen.
      Liebe Grüße

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  15. Hallo Mitzi! Danke für Deine Antwort. Nein,ich glaube, das kann tatsächlich auch ganz lustig sein! Ich habe das mit dem „zum Deppen machen“ eigentlich auch eher auf mich bezogen, weil ich mich in einem sexy Krankenschwesterkostüm einfach nur deppert vorkommen würde. Aber es gibt sicher Frauen, die darin klasse aussehen und zu denen so etwas passt, ganz einfach, weil man ihnen ansieht, dass sie sich wohl darin fühlen. Also, wer Lust dazu hat, wird sicherlich nicht von mir verurteilt. Jeder, wie er möchte, solange er niemand schadet! Alles Liebe, Nessy

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    1. So hatte ich es auch verstanden. Dir geht es wohl wie mir – ich fühl mich kostümiert einfach nicht wohl und habe dann das Gefühl mich zum Deppen zu machen. Wer richtig im Karneval feiert und sich gerne, geht ganz anders ran.
      Solltest du jemals als sexy Krankenschwester oder Frau Doktor im Katzenkostüm gehen – bitte ein Blogbeitrag mit vielen Fotos ;).

      Liebe Grüße

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