Ich würde Ihnen so gerne erzählen, was ich gerade mache. Machen darf. Aber es könnte sein, dass ich noch nicht darf. Also, man hat mir nicht direkt gesagt, dass ich nicht darf, aber das ist eigentlich auch nicht nötig. Manchmal möcht ja der, der was macht, es selber erzählen und findet es gar nicht schön, wenn aus der zweiten Reihe schon einer – eine, also ich – wild mit dem Finger schnippst und plärrt, dass sie was zu erzählen hat. Ich versteh es, aber schade ist es schon. Weil´s grad so gut passen würde. Und damit Sie es auch schade finden, erzähle ich Ihnen, dass es gerade wirklich schade ist.
Ich muss es auch Ihnen erzählen, weil ein anderer es nicht mehr hören will. Auch der weiß von nix, weil ich – wenn ich schon nix sagen will, lieber gar nix sag und mich still freue. Also nicht ganz still. Ich erzähl dem, der jetzt wieder mit einer Flasche Wein vorbei kommen darf einiges. Nur interessiert ihn das nicht. Er will, dass ich, wenn ich schon nix sag, auch wirklich nix sag. Also ganz still bin. Freuen darf ich mich aber, sagt er. Nur ein bisschen stiller, wäre nett. Auch das ist schade. Er könnte sich ruhig ein bisschen mehr freuen, dass ich jetzt wieder weiß (ohne nachzuschlagen) wann genau der Dreißigjährige Krieg war. Sparen Sie sich den Witz mit „wie lange er dauerte“. Das wusste ich schon vorher. Er könnte auch etwas mehr Interesse an den Öffnungszeiten des Schlosses Hohenschwangau zeigen. Da er das nicht tut, setze ich auf Sie.
Damit dieser zugegeben etwas wirre (weil ich noch nix erzählen darf) Artikel für Sie wenigstens einen kleinen Mehrwert hat…Das Schloss ist täglich von 7.30 – 17.00 Uhr geöffnet (von Januar bis April von 8.30 – 15.30 Uhr). Die Jahreszahlen des Dreißigjährigen Krieges wissen Sie sicher selbst.