Ein letztes Türchen

Unter dem 23. Türchen im Adventskalender http://www.suedsehen.de darf heute noch einmal ich eine kleine Geschichte erzählen.

Mit der wünsche ich Ihnen heute schon frohe, gesunde und vor allem gemütliche Weihnachten. 

Ich würde etwas mehr schreiben, aber ich versuche gerade mit Brotmesser und Geflügelschere meinen Christbaum noch etwas zu stutzen…das dauert. Natürlich könnte ich in den Keller gehen, um die Säge und das Beil zu holen. Da ich aber noch immer die Pyjamahose anhabe (ein Hoch auf das Homeoffice) und mich jetzt auch nicht mehr umziehe, werde ich weiter geduldig mit dem Brotmesser sägen. 

 

Corona Homeoffice XXV

Und da ist sie wieder – eine Kategorie, die ich irgendwann im Juni für beendet erklärt habe und von der ich mir nicht hätte Träumen lassen, dass man dazu im Dezember tatsächlich noch etwas sagen kann. Kann man aber. Und nein, ich erspare Ihnen und mir heute Abend das Wort Ausgangssperre. Obwohl es in der Tat ein seltsames Gefühl  ist, um 21:01 Uhr nicht mehr vor die Tür gehen zu dürfen. Nicht das ich wollte, aber dürfen würde ich schon gerne können. Egal, der Münchner an sich ist langmütig. Und in diesem seltsamen Jahr 2020 hat er sich jetzt im letzten Monat des Jahres wohl auch schon eine gepflegte „Jetz is eh scho wurscht“ Mentalität angeeignet.  Weiterlesen

Ein zweites Türchen

09.12.2016 – Stadt Atem oder wie alles begann

Eine Inzidenz von über 200 bedeutet für mich als Münchnerin, dass ich heute ab 21.00 Uhr zu Hause bleiben muss. Kein großer Unterschied zu einem anderen Mittwochabend und nur der Begriff der Ausgangssperre ist hässlich, ungewohnt und ein wenig gruselig.
Der Gedanke, dass meine Heimatstadt heute Abend sehr still, so still wie sonst selten ist, gefällt mir trotzdem. Heute ist eine jener klaren Winternächte in denen man die Stadt atmen hört. Und heute, wenn wir alle zu Hause bleiben müssen, klingen die Atemzüge in den leeren Straßen bestimmt noch schöner. Wie das klingt, habe ich versucht Ihnen in der obigen Aufnahme zu beschreiben. Den Stadt Atem und den Abend, heute vor vier Jahren, an dem ich das erste Mal überhaupt vor Publikum gelesen habe. Wenn Sie reinhören möchten, dann erzähle ich Ihnen auch davon. Weiterlesen

Tauchen Sie! Trinken Sie! – Ein Glas Lyrik

Tauchen sie ein in starke Wortbilder,
hinab zwischen den Zeilen,
bis auf den Grund des Unaussprechlichen,
in den Sound hinter den Worten

Schön, nicht wahr?
Mit diesen (und anderen) Worten wurden die ersten Lesungen, die das Münchner Theater Südsehen im Geburtshaus von Karl Valentin 2016 organisierte, angekündigt. Am 09.12.2016 mich und am 17.12.2016 Simone Lucia Birkner. Ein Glas Lyrik wurde die kleine Reihe genannt. Die Idee dahinter, unter anderem Blogger aus dem virtuellen Raum in den realen des kleinen, gemütlichen Raum im Herzen Münchens zum Lesen einzuladen. Für mich, die noch nie gelesen vor anderen gelesen hatte und deren Texte sicher nicht als Lyrik einzuordnen sind, war es der Anfang von jetzt recht genau vier Jahren, die zu den spannendsten und aufregendsten meines Lebens gehören. Am 09.12. erzähle ich Ihnen davon. Heute nicht, heute gehört der Tag Simone und ihren Worten. Und ihrer Stimme. 

Sie ist das fünfte Türchen im Adventskalender vom Südsehen. Eine Stadtnacht (mit Make-up) Und obwohl ich sie alle schön finde, gehört dieses Türchen mit zu meinen liebsten. Lesen können Sie Simone auch: Gedanketrifftpapier

Einen schönen zweiten Advent!

Randnotiz Star Wars

Wenn der beste Freund zum Essen vorbei kommt und sich im Auto daran erinnert, dass man (er mit mir) doch schon immer mal alle Star Wars Filme ansehen wollte.

Das sind die Momente, in denen man verflucht, dass vermutlich alle Teile über Amazon Prime verfügbar sind. Drücken Sie mir die Daumen dass ich diese Nacht überstehe.

Das 1. Türchen

Jetzt ist er da – der letzte Monat dieses seltsamen Jahres. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe mich auf meine Art mit 2020 ausgesöhnt. Am Sonntag noch, dem ersten Advent, war es seltsam. Überall im Radio liefen die Weihnachtslieder rauf und runter und auf meinem Tisch brannte die erste Kerze am Kranz. Eine Stimmung die ich in jedem Jahr sehr gerne habe und die einen für mich immer besonderen Monat einläutet. Kein anderer Monat steht so sehr für Freundschaft wie der Dezember. Für mich. Denn in diesen Monat packen meine Liebsten und ich seit Jahrzehnten all das, für das die restlichen elf Monate keine Zeit bleibt. Bescheuert, denn es artet jedes Jahr in eine einzige Rennerei und Stress aus.  Weiterlesen

Kann ich (nicht)!

Meine erste Lesung vor nun fast fünf Jahren begann ich mit den Worten: „Mein Name ist Mitzi Irsaj und… ich bin nervös.“ Kein besonders gelungener Beginn, aber auf jeden Fall freundlicher als das was ich letzten Samstag zustande brachte. Da war ich nicht nervös, aber hochgradig genervt und begann mit: „Mein Name ist Mitzi Irsaj und… Verdammt was ist denn daran so schwer!“ Das allerdings war eine berechtigte Frage, die ich mir nach etwa zwei Stunden stellte in denen ich es nicht geschafft habe zwei meiner eigenen Geschichten fehlerfrei einzulesen. Es mag daran gelegen haben, dass meine Nerven beim Beginn des eigentlich Lesens bereits blank lagen. Weiterlesen