Corona Homeoffice XXV

Und da ist sie wieder – eine Kategorie, die ich irgendwann im Juni für beendet erklärt habe und von der ich mir nicht hätte Träumen lassen, dass man dazu im Dezember tatsächlich noch etwas sagen kann. Kann man aber. Und nein, ich erspare Ihnen und mir heute Abend das Wort Ausgangssperre. Obwohl es in der Tat ein seltsames Gefühl  ist, um 21:01 Uhr nicht mehr vor die Tür gehen zu dürfen. Nicht das ich wollte, aber dürfen würde ich schon gerne können. Egal, der Münchner an sich ist langmütig. Und in diesem seltsamen Jahr 2020 hat er sich jetzt im letzten Monat des Jahres wohl auch schon eine gepflegte „Jetz is eh scho wurscht“ Mentalität angeeignet. 

Die scheint nun auch bei den Arbeitgebern angekommen zu sein. Mein Chef hat für unsere Abteilung eine Weihnachtsfeier via Zoom organisiert. Jeder alleine daheim am eigenen Wohnzimmertisch und doch alle gemeinsam (was die letzten Monate ja nicht möglich war) versammelt um das Jahr besinnlich ausklingen zu lassen. Er hätte sich da was ausgedacht, sagte er mit verschmitzten Lächeln und kündigte an, dass wir alles was wir für diese Feier brauchen per Post in den nächsten Tagen erhalten werden. Ich tippte auf Plätzchen, Stollen und vielleicht einen Bildband – typische Arbeitgebergeschenke eben. Nein, mein Chef ist großartig! Er hat verstanden, dass man sich 2020 spätestens morgen, wenn die Regeln für Weihnachten kommen, einfach nur noch schön saufen kann. Ein Hoch auf diesen Mann! Eine Video-live-Chat Weinprobe mit drei Flaschen pro Person und zwei Dosen Oliven an einem Werktag. Nie war ich so froh, am nächsten Tag im Home Office zu sein. Eh scho wurscht. 

 

30 Gedanken zu “Corona Homeoffice XXV

    1. Ein absoluter Glücksgriff (nicht nur wegen dem Wein). Ich trink ein Gläschen auf Euch und werde für den Rest der Woche noch abends ein paar Schlucke trinken können. Es ist ja eine Weinprobe – ich glaube an einem Abend leeren ist nicht der Plan ;). Lieb Grüße

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      1. Mit Verspätung komme ich erst jetzt zum Antworten….das lag aber nicht an den geleerten Weinflaschen. Ich hab alle probiert und dann zwei in der Nachbarschaft verteilt…..;) Eine tolle Idee, aber alleine wäre das dann doch zu viel des Guten 🙂 Schönen Adenvt auch dir.

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    1. Das Paket kam aus Deutschland, der Wein ganz unterschiedlich – ich bin gespannt. Ja, die Pakete funktionieren hier sehr gut. Nur nach Italien und in die Schweiz wird das vor Weihnachten wohl nichts mehr.
      Danke 😉 Prost

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  1. Drei Flaschen Wein – meine Herren! Ihr braucht also auf die jährliche alkoholisierte „Was-ich-meinem-Chef-schon-immer-mal-sagen-wollte“-Enthemmtheit nicht zu verzichten – und wenn man sich dann mal wiedersieht, ist so viel Zeit vergangen, daß man sich nicht mehr soo sehr zu schämen braucht, in der Hoffnung, daß der das inzwischen vergessen hat. Es ist nicht alles schlecht an Corona.;-)

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    1. Stimmt – das wäre die Gelegenheit. Allerdings haben wir mit dem ein so großes Glück, dass da wohl nichts kommen wird.
      Trotzdem finde ich auch, dass eine Weinprobe auf dem heimatlichen Sofa durchaus ein Corona-Vorteil ist. Viele gibt es davon ja nicht ;).
      Liebe Grüße

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  2. Ich weiß nicht, welche Erfahrungen Du mit Betriebsweihnachtsfeiern hast, aber obwohl ich mit meinen Arbeitsstellen und Kollegen meistens Glück hatte, waren die Weihnachtsfeiern eher verzichtbar, und ich hätte ein Paket solcher Art vorgezogen – auch ohne Corona. Ich wünsche angenehme Home Office-Tage.

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    1. Gemischte Erfahrungen. Bisher hatte ich auch immer Glück, aber die eine oder andere war dann doch anstrengend. Alleine schon, weil man aus dem Dauerlächeln nicht rauskommt. Die Alternative dieses Jahr war in jedem Fall eine sehr schöne. Anders, aber wahrscheinlich auch deshalb auch einmal willkommen.

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  3. Liebe Mitzi,
    um die körperliche Anstrengung Ihres Chefs beim Einkaufen, Verpacken und Versenden besser würdigen zu können, würde ich gerne wissen, wie viele Mitarbeiter Ihr Chef beglückt. 😉
    Gruß Heinrich

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    1. Nur für die Abteilung 😉 – ein knappes Duzend. Dennoch wissen wir sein Engagement sehr zu schätzen. Ein Glücksgriff. Man trinkt nicht mit jedem Chef gerne ein Gläschen. Oder Fläschchen ;).

      Herzliche Grüße

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      1. Liebe Mitzi,
        trotzdem Hochachtung! Ein knappes Dutzend so umfangreiche Pakete, das ist schon Arbeit!
        Gruß Heinrich

        P.S. Ihr Chef hat damit dafür gesorgt, dass vor Ihrer Tür mal einer mit 3 (DREI) Flaschen Wein stand. 😉

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