
„Es braucht nicht viel, um als schwierige Frau zu gelten. Deshalb gibt es ja auch so viele von uns.“
Jane Goodall

„Es braucht nicht viel, um als schwierige Frau zu gelten. Deshalb gibt es ja auch so viele von uns.“
Jane Goodall

„Ich ist ein anderer. Ich ist eine Erzählform. Ich, das bin nicht ich.“
Arthur Rimbaud
Was machen eigentlich gerade die Bären, die vor kurzem im Alpenvorland gesehen wurden? Erinnern Sie sich noch an die Zeitungsberichte? Nicht Bruno. Nein, der arme Problembär (der in meinen Augen kein Problembär war, aber ein ernstes, menschliches Problem hatte) hat bereits ein trauriges Ende gefunden. Ich spreche von 2023. Hier kam ich vor einiger Zeit mit Petra auf den Bären zu sprechen und was man so macht, wenn man einem Bären begegnet, wenn man auf der Bank vor seiner kleinen Hütte sitzt. Man erzählt ihm etwas und hält ihn von Dummheiten ab. Das, so fanden wir, wäre eine gute Ablenkung, falls er hungrig sei.
Da ich zwar gerne erzähle, aber finde, dass Petra das übernehmen sollte (da neben dem Bären auch ich zuhören wollte) schlug ich vor, dass doch sie ein Märchen für den Bären schreibt. Und hier ist es:
https://petrastextzeit.wordpress.com/2023/05/22/918-mitzi-und-der-bar/
Mitzi und der Bär.
Sie sollten das unbedingt lesen. Nicht weil es um Mitzi geht. Eine Mitzi die nicht ich bin, die ich aber sehr gut sein könnte. Sondern weil es ein wunderbares Märchen ist. Alleine schon die Protagonisten:
(Teilnehmer außer den Stubenfliegen: Mitzi, Homo sapiens, Petz, Ursus arctos magicis (denn er kann sich ja offensichtlich unter bestimmten Bedingungen verwandeln. Was für Schamanen, Vorzeitmenschen u.a. eine Selbstverständlichkeit darstellt), Eichhörnchen, (Sciurus vulgaris (diabolico)), vermutlich Haus- und Winkelspinne, Tegenaria domestica, Mäuse (Mus, ca. 40 Arten), Wirbeltierklasse Vögel, Aves, Biber, Castor fiber (faber))
Und einer kommt mit einer Flasche Wein vorbei. Wobei der Honig hier eine deutlich größere Rolle spielt.
Wenn Sie also wissen wollen was aus dem Bären wurde…springen Sie rüber.
Wenn Sie dann schon auf dem Blog sind, dann nehmen Sie sich doch bitte gleich noch ein bisschen Zeit und schauen sich um. Eine Fundgrube. Und was für eine!

“Die Zeit heilt nicht alles; aber sie drückt vielleicht das unheilbare aus dem Mittelpunkt.”
Ludwig Marcuse
Ich mag keine Kalender Sprüche. Mag sie nicht hören, wenn der Boden unter den Füßen zerbröselt und die Welt sich in manchen Momenten einfach nicht weiter drehen mag. Sie können noch so richtig sein, in vielen Momenten erscheinen sie mir deplatziert. Als würden sie subjektiv empfundene, wichtige und berechtigte Emotionen relativieren wollen.
Obigen Spruch aber, den mag ich sehr. Besonders gut gefällt mir darin das kleine Wort “vielleicht”. Vielleicht wird nie wieder alles gut. Vielleicht wird die Sonne nie wieder so warm scheinen wie zuvor. Vielleicht hast du den größten Fehler deines Lebens gemacht und wirst ihn auf ewig bereuen. (Denn so denkt man doch in den wirklich schweren Momenten manchmal). Vielleicht aber auch nicht. Und dieses kleine “vielleicht aber auch nicht”, drückt für mich unendlich viel mehr Hoffnung aus, als jeder Zweckoptimismus vermitteln kann. Ein kleines “vielleicht” kann man zu lassen. An einem kleinen “vielleicht” kann man sich festhalten. Und hat man ein gewisses Alter, dann ahnt man vielleicht auch schon dass es genauso ist. Nicht alles wird wieder gut und nicht alles heilt. Aber mit sehr sehr vielem lässt sich trotzdem ein gutes und schönes Leben bestreiten.
Dieser kleine Spruch wurde mir von Kati auf Instagram und einmal hier auf dem Blog geschickt. Danke Kati.

„jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.“
Max Frisch – Mein Name sei Gantenbein

„Nenn mich nicht Waltentin, du nennst ja auch nicht deinen Vater Water.“
Karl Valentin
Gestern hätte er Geburtstag gehabe und ich bin einen Tag zu spät. Gratulieren hätte ich ihm ja eh nicht mehr können und Valentin kann man an jedem Tag zitieren. Obiges übrigens bekomme ich hoffentlich endlich einmal fehlerfrei über die Lippen, wenn ich wieder in seinem Geburtshaus in München lesen darf. Da steht es übergroß an der Wand und eigentlich weiß ich es ja, das Vater-V in Valentin. Aber weil er da in diesem Raum so grantig und streng schaut, hab ich noch ein jedes Mal „herzlich Willkommen im Walentinhaus gesagt“ und wurde vom Publikum ganz streng ermahnt.
Das sind sie nämlich….streng….die Auer, wenn eine kommt und den Namen ihres liebsten Münchners falsch ausspricht. Und grad deswegen eben, weil ich es ja weiß, wie er heißt und weiß, dass man hier ganz streng ist, wird´s ein ums andere Mal ein W statt einem V.
Wurscht…hauptsach´ ich darf bald wieder hin. Denn ebenfalls nach Valentin…. „es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem“ und mir würd schon noch einiges einfallen, was ich dort erzählen könnte.
Ihnen ein schönes Wochenende und wenn irgendwas nicht passt, dann googeln Sie einfach nach Valentin Zitaten. Da ist bestimmt etwas passendes dabei, das Sie schmunzeln lässt.

„So ein herrlicher sonniger Tag und ich soll gehen. Aber wieviele müssen heutzutage auf den Schlachtfeldern sterben, wieviel junges, hoffnungsvolles Leben…
Was liegt an meinem Tod, wenn durch unser Handeln tausende von Menschen aufgerüttelt und geweckt werden.“
Sophie Scholl (22.02.1943)

„Nicht alle von uns sind von Natur aus schön, manche sind geradezu hässlich“
Linea diretta – Arbeitsbuch Italienisch
Ab und zu hole ich meine alten Bücher zu italienischer Grammatik raus und immer wieder lese ich mit einem breiten Grinsen die darin abgedruckten Beispieltexte. Das Buch ist alt. War es schon, als ich es kaufte und hat doch die besten Erklärungen zur Grammatik. Und herrlich fiese Texte, die in den frühen 90zigern wahrscheinlich normal waren. Würde heute irgendein Lehrbuch von „geradezu hässlichen“ Frauen sprechen und ihnen bei Korpulenz raten, dringend abzunehmen, weil ihr Anblick eine Zumutung ist? Natürlich nicht und das ist gut so. Trotzdem muss ich über die alten Texte schmunzeln.