Meine Kollegen haben sich in den letzten Tagen häufig über Microsoft Teams unterhalten und die Funktionen erörtert. Die ganze Firmen WhatsApp Gruppe war voll davon. Ich selbst hab mich – mit der mir eigenen Arroganz, die sich manchmal mit schrecklichem Desinteresse paart – rausgehalten, bis mir eine liebe Kollegin die Basics in einem persönlichen Fernmündlichen Workshop näher gebracht hat.
Vermutlich habe ich auch da nicht besonders gut zugehört. Sonst hätte ich heute beim Versuch einen Videoanruf bei EINER Kollegin nicht gleichzeitig alle (DREIZEHN) vom letzten Jour fixe angerufen und vor lauter Schreck bei den sich öffnenden Fenstern anstelle einer Begrüßung ziemlich derb geflucht.
Damit ich es endlich lerne, hab ich es gleich noch mal probiert und wollte das ganze auflockern, indem ich die EINE Angerufene fragte ob es (um 13:30 Uhr) wohl zu früh für ein gemeinsames Glas Wein sei. Mein Chef (keine Ahnung wo der herkam) meinte, dass es eindeutig noch zu früh sei. Vier andere widersprachen.
Da ist noch viel Luft nach oben.
Übrigens auch bei meinem Nachbarn Paul. Der hat heute Mittag die Sonne auf seinem Balkon genossen und dabei die gestern eingezogene neue Nachbarin begrüße. Momentan muss er dafür von Balkon zu Balkon brüllen. Ich hör hier alles – spätestens Donnerstag hat er sich mit diesem dilettantischen Flirtversuchen die Hauptrolle im nächsten Home Office Kapitel gesichert.
