Jules ist schuld oder Kramerladengeschichten

Ich habe meinen Eltern in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr offen ins Gesicht gesagt, wie enttäuscht ich von ihnen bin. Nicht weil ich es nicht mehr bin, sondern weil ich den Grund der Enttäuschung an den meisten Tagen schlicht vergesse. Vermutlich auch, weil ich mittlerweile erwachsen bin und eigentlich doch nicht mehr enttäuscht bin. Es fällt mir aber sehr leicht, mich wieder daran zu erinnern. Dann schiebe ich die Unterlippe nach vorne, ziehe die Nase kraus und kaue zutiefst beleidigt auf meiner Oberlippe herum. Weiterlesen

In gute Hände abzugeben

Ich habe eine Schublade mit Geschenken für Notfälle. Neben mehreren USB Sticks (meine Mama verschickt ihre Fotodateien gerne auf einem Stick gespeichert, mit der Post) und einem bezaubernden, gehäkelten Babymützchen (ich habe so eine Ahnung, dass ich es bald verschenken werde) ist sie mit  Amazongutscheine für die älteren Patenkinder und reichlich Schokolade bestückt. Das die Schublade auch einen Mann enthielt, wurde mir erst bewusst, als ich ihn ohne nachzudenken verschenkte. Weiterlesen