Ich bin wieder daheim. Daheim in München. Daheim, wo es jetzt wieder etwas ruhiger wird und wo ich jetzt, an diesem Samstagvormittag, eine dreckige Kaffeetasse abspüle, die ich vor zwei Wochen um fünf Uhr morgens nur in die Spüle stellte, bevor ich nach Italien fuhr. Ehrlich gesagt, hätte ich die Tasse bereits vor ein paar Tagen abspülen können. Theoretisch. Praktisch, war dafür noch keine Zeit. Seit Mittwoch war für gar nichts Zeit und das ist seltsam, weil ich doch daheim bin und es daheim eigentlich ruhiger ist. Egal, jetzt ist es ruhig. Samstagmorgen ruhig und…..ok, nicht ganz ruhig. Durch das Küchenfenster sehe ich Paul stehen, der eine – für einen Münchner typische, aber auch in Italien gängige Geste in meine Richung macht. Was ist jetzt, sagt die Handbewegung und ich erinnere mich, dass ich ihm zwei Flaschen Wein mitgebracht und noch nicht übergeben habe. Ich nicke, stelle die noch immer dreckige Tasse zurück in die Spüle und übergebe das Mitbringsel im Treppenhaus.
WeiterlesenNur Elvis lässt es ruhig angehen
