Endlich Mistwetter

Es regnet. Nein, es schüttet. Es gießt aus Kübeln. Kalter Regen gepaart mit kräftigen Windböen. Herrlich. Und falls Sie zwischen diesen Worten Ironie suchen…machen Sie sich keine Mühe. Ich genieße dieses Wetter in vollen Zügen. Erstens, weil alles andere dem bayerischen November nicht gerecht werden würde und zweitens, weil ich endlich nicht mehr den Drang verspüre, den Frühling, Sommer und goldenen Oktober ausnutzen zu müssen. Endlich kann ich mich ohne selbstauferlegtes, schlechtes Gewissen in meiner Wohnung eingraben und mir selbst versichern, dass ich „draußen“ absolut nichts versäume. Die nächsten Monate werde ich Regen, Kälte und Matsch herzlich willlkommen heißen und erst gegen Mitte Februar, das Wetter verfluchen und mich nach den ersten warmen Sonnenstrahlen sehnen. Und glauben Sie nicht, dass in der Wohnung eingraben mit Untätigkeit gleichzusetzen ist. Ganz im Gegenteil.

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Herbstliegen

Ich habe Fieber, teile ich meiner Mama mit. Sie rät mir, was ich weiß und ich lege auf. Sagen musste ich es ihr trotzdem. Fieber ist Mama-Sache, egal wie alt man ist. Mein Fieber ist ungewöhnlich hoch und später werde ich wissen, dass ich mir dieses Jahr nicht nur eine Erkältung sondern eine leichte Grippe eingefangen habe. Grippen haben gegenüber banalen Erkältungen den Vorteil, dass man von Beginn an ziemlich genau weiß, was einen erwartet. Da schleicht sich nichts langsam an, da bekommt man sofort alles. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen in gleichbleibend ekelhaften Dosen. Sie kennen das, ich muss es Ihnen nicht beschreiben. Man schleppt sich heim, macht sich einen Tee und dann liegt man. Pures Liegen. Kein Fernsehen, denn Sehen ist erstaunlicher Weise urplötzlich unglaublich anstrengend. Auch kein Lesen, denn an Denken ist nun gar nicht zu denken. Also erst einmal nur liegen und nichts weiter tun. Katzen können das auch ohne Fieber. Vermutlich aber auch ohne, dass ihnen jeder Knochen weht tut. Man darf ruhig etwas wehleidig sein. Es ist ja ungewöhnlich, dass pures Liegen anstrengt.

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Jetzt schon ?!?

Es riecht nach Herbst. Wenn die Schule nach den großen Ferien Mitte September wieder beginnt, dann riecht es morgens nach dem Herbst. Eigentlich schon früher. Schon Mitte September kann man den Geruch am frühen Morgen bemerken. Das Gras ist feuchter, die Dämmerung hält sich länger und das saftige Grün der Wiesen und Bäume trägt bereits einen feinen braunen Schleier. Das ist in Ordnung. Der Sommer war heiß und auch wenn die Tage noch lang und warm erscheinen, spürt man bereits den Wechsel der Jahreszeit. Während der großen Ferien kann man das verdrängen. Sommerferien bedeuten Sommer, da mag es morgens riechen wie es will. Pünktlich zum ersten Schultag aber, muss man es sich eingestehen: Der Herbst steht vor der Türe. Neben seinem feinen Duft, gibt es für mich ein zweites untrügliches Zeichen. Eines, dass man viel weniger als einen Geruch ignorieren kann – die Sonne schafft es nicht mehr in meinen Laubengang. Man möchte meinen, dass etwas so großes wie die Sonne sich langsam und gleichmäßig zurück zieht und vielleicht tut sie genau das auch. In meinem Laubengang aber ist es jedes Jahr genau ein Tag, an dem ich vor dem Sonnenschirm stehe und leise „ach menno…“ vor mich hinmurmle. Von einem Tag auf den anderen schafft sie, die riesengroße Sonne, es nicht mehr über die Bäume und die in den letzten Monaten so wichtigen Schirme könnten in den Keller. Selbstverständlich werde ich sie nicht vor Mitte November nach unten bringen, aber aufgespannt werden sie auch nicht mehr. Ein paar Wochen noch werden sie an den Sommer erinnern, dem ich nachtrauere, bis ich mich glücklich auf dem Sofa einrolle und bemerke, wie sehr ich den Herbst und seine Stürme liebe. Noch aber…ach menno, der Herbst. Jetzt schon?!?

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Kultur Herbst

Ob ich klarkommen würde, fragte mich ein ganz in schwarz gekleideter Security Mitarbeiter, bevor er mich – ohne eine Antwort abzuwarten – durch einen Seitenausgang auf einen ausgestorbenen Parkplatz schob. Sie kennen „Aktenzeichen XY“? Dann wissen Sie wie dieser Parkplatz aussah. Riesengroß, stockdunkel und mit vereinzelten Laternen, die einzig und alleine dazu dienten, den wabernden Nebel in ein angemessen gruseliges Licht zu rücken. Drei Stunden nach Ladenschluss des dazugehörigen Einkaufszentrums, stand kein einziges Auto mehr hier. Einen kurzen Moment empfand ich diese Tatsache als beruhigend. So konnten wenigstens keine vermummten Personen plötzlich hervorspringen. „Aktenzeichen XY“ lehrt, dass dies ab und an durchaus vorkommt. Allerdings stand ein dunkler, wenig vertrauenserweckender Lieferwagen direkt an der Einfahrt des Parkplatzes. Sie wissen schon, so ein dunkler Lieferwagen, wie man ihn aus Tatortfolgen kennt. Einer in den man gezogen wird, nachdem einem ein Lappen mit Betäubungsmittel auf Mund und Nase gedrückt wurde. Eigentlich schaue ich mir den Tatort nicht an. Aber an die wenigen Folgen erinnerte ich mich, als die den Parkplatz überquerte. Die Lesung, die ich an diesem Abend hatte, war toll. Ich bedauerte es nur, mich danach so lange mit dem Veranstalter verquatscht zu haben, dass ich am Ende mitten in der Nacht im nirgendwo stand.

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Nett. Wirklich nett.

Herbstgraufeuchtwindigtrüb ist es heute, ruft einer vom Küchenfenster zu mir ins Wohnzimmer. Hier auch, antworte ich nach einem Blick durch das Wohnzimmerfenster und verdrehe die Augen, als mir mitgeteilt wird, dass dies zu erwarten war. Ein Päckchen Taschentücher fliegt durch den Raum und weil ich keine Lust habe, es zu fangen, fällt es neben dem Sofa auf den Boden. Der Werfer bewaffnet sich mit einem weiteren Päckchen und ich frage ihn, ob er es mir nicht lieber bringen möchte. Er schüttelt den Kopf, wirft es – sanft immerhin – in meinen Schoß und greift nach seiner Jacke. Er geht ins Herbstgraufeuchtwindigtrübe Wetter zu sich nach Hause, sagt er und als ich wissen möchte warum, antworte er mit einem Schulterzucken. Was soll ich hier noch, fragt er und ich finde, dass er mich ja noch etwas länger mit seinem Charme erfreuen könnte. Er überlegt und schüttelt den Kopf. Besser nicht übertreiben, meint er und ich erkläre ihm, dass ich neben seinem Charme, sein unerschütterliches Selbstvertrauen besonders gern habe. Verständlich sagt er, drückt mir einen Kuss auf die Stirn, wünscht gute Besserung und verschwindet.

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Ohne ihn brennt´s nur halb so schön

„Iljana, komm raus“, fordert der alte Säufer mit rauer, noch nachtschwerer Stimme. Iljana, die mazedonische Aushilfe des vietnamesischen Schönheitssalons schüttelt lächelnd den Kopf. Sie kennt den Alten seit bald einem Jahr und hat sich daran gewöhnt, dass er morgens vor dem Laden sitzt und nach ihr ruft. Er ist eine treue Seele. Und wie man die meisten treuen Seelen gern hat, so mag man auch ihn. Man hat sich an seine kratzige Stimme und seinen schwankenden Schritt gewöhnt. Nach den ersten Schlucken aus der kleinen Jägermeisterflasche geht er gerader und man versteht ihn besser. Die meisten. Iljana nicht. Sie spricht noch immer kaum Deutsch, braucht es aber auch nicht. Letztes Jahr stand Iliana an der Kasse des vietnamesischen Backshops. Seit er schließen musste arbeitet sie im vietnamesischen Schönheitssalon. Iljana ist eine treue Seele. Ihr ist es egal, ob sie Semmeln abkassiert, oder Geld für frisch manikürte Fingernägel in die Kasse wirft. Ihre Arbeitgeber versteht sie noch schlechter als den Säufer, weil der ihr wenigstens nur einzelne Worte um die Ohren haut. Der vietnamesische Singsang dagegen gleicht einem nicht zu verstehenden Gemurmel. Auch für mich.

„Iljana“, schreit der Alte, „es brennt!“ Solange es draußen brennt, ist es nicht ihr Problem, sagt Iljana – glaube ich – und füllt meinen Becher mit heißer Milch. Weil die Kaffeemaschine aus dem Backshop noch nicht abgebaut ist, gibt es im Schönheitssalon morgens warme Getränke zu erwerben. Warum auch nicht. Der Säufer hat sich selbst etwas mitgebracht und öffnet im Türrahmen stehend den zweiten Jägermeister. Ich stell mich mit meinem Kaffee neben ihn und trinke draußen, weil es drinnen nicht mehr nach Gebäck sondern nach Lacken riecht. Seine Fingernägel sind gepflegter als meine. Es wundert mich, das einer, der so riecht, so schöne, alte Finger hat. „Schau, Iljana“, sagt er und meint mich. Ihm ist es egal,mit wem er spricht. So egal, wie ihm der Laden ist, vor dem er sitz. „Schau, Iljana, es brennt. So schön brennt es.“ Ich nicke und rufe nach Iljana. Auf der anderen Straßenseite steht eine Pappel. Ihre gelben Blätter brennen im Sonnenlicht des Herbstmorgens. Der Baum ist wunderschön. Zu schön um ihn nicht anzusehen.

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Herbst…ganz normal, sagt Herr Mu

Bist traurig, fragt mich Herr Mu und ich schüttle den Kopf. Nein, murmle ich und lasse mich neben ihn plumpsen. Das Holz der Bank ist Sonnenwarm und ich mache es wie Herr Mu. Schlüpfe aus meinen Schuhen und wackle mit den nackten Zehen. Seit einigen Monaten sitzt er wieder an der Bushaltestelle und macht es sich dort fast jeden Tag gemütlich. Herr Mu wartet nicht auf den Bus. Herr Mu wartet auf Menschen aus der Nachbarschaft, mit denen er sich für ein paar Minuten unterhalten kann. Und wenn einer wie ich kommt; einer der eigentlich reden will, aber nichts zu sagen hat, dann ist Herr Mu einfach da und erwartet nichts. Drei Busse fahren vorbei und ich beobachte wie Leute aus- und einsteigen, während ich einfach in der Sonne sitzen bleibe und den abgeblätterten Nagellack an meinem großen Zeh ins Licht halte. Herbstwarm ist es, sage ich nach dem vierten Bus und der alte Mann nickt. Still liest er seine Zeitung und schaut nur kurz auf. Und trotzdem wird´s schon kälter, rede ich weiter, weil ich so gerne etwas sagen möchte aber selbst nicht weiß was. Der Nagellack an den anderen Zehen blättert auch ab merke ich und stelle fest, dass mir das aber heute völlig egal ist. Nicht wirklich kalt, fange ich wieder an. Heut ist es ja richtig warm, aber unter dem Warm, wird´s schon kalt. Es herbstelt und obwohl der Herbst nach dem Sommer so schön ist und ich mich wirklich darauf freue, kommt er doch ein bisschen arg schnell, finden Sie nicht? Herr Mu faltet seine Zeitung zusammen und legt sie neben sich. Ein paar Minuten lang sagt er nichts, grüßt mit einem Nicken einen Nachbarn und lehnt sich dann zurück. Ob ich das Wetter meine, will er wissen und es dauert ein bisschen, bis ich den Kopf schüttle.

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Autunno und Herbst gut gemischt

„Was?“ fragt der Nachbarsjunge als er mich in der Türe unseres Laubenganges stehen sieht und reibt sich verschlafen die Augen. „Wie bitte, heißt das.“, korrigiere ich ihn automatisch und übergehe die Antwort. Nach fast zwei Wochen wäre es mir unangenehm, wenn das erste was er von mir hört, ein beherztes „Scheiße“ ist. „Merda“ das italienische Pendant versteht er nicht, kann es sich aber denken. Er grinst, zuckt mit den Schultern und verschwindet in seiner Wohnung. Dreieinhalb Meter trennen mich von seiner Wohnungstüre und drei Meter von meiner – drei Meter, die ich in den nächsten vier Stunden nicht betreten darf. So lange dauert es noch, bis erste Anstrich des gerade renovierten Laubengangs getrocknet ist. Bis dahin ist es dem Nachbarsjungen verboten aus seiner Wohnung zu treten und mir unmöglich in die meine zu gelangen. Verdammt, wiederhole ich etwas weniger derb und schiebe meinen Koffer zurück ins Treppenhaus um erst einmal blöd rumzustehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich irgendwann wusste, dass der Laubengang am 26.10.2021 für ein paar Stunden gesperrt ist. Stunden, welche die Bewohner einplanen und berücksichtigen müssen. Natürlich wusste ich es – bevor ich nach Italien fuhr und meinen Aufenthalt dort kurz vor der Abfahrt noch einmal um wenige Tage verschoben hatte. Der dämliche Flyer, der mir von der Hausverwaltung sogar persönlich in die Hand gedrückt wurde, liegt auf dem Tisch im Wohnzimmer. Da liegt er richtig, murmelt wenig später Herr Meier, der nicht am Laubengang wohnt und den ich um eine Tasse Kaffee angebettelt habe, um die Zeit des Wartens nicht im Treppenhaus hockend verbringen zu müssen. Ich nicke und wundere mich, dass Herrn Meiers Kaffee nach über eine Woche Italien trotzdem unglaublich gut schmeckt. Er grinst als ich es ihm sage und verrät mir sein Geheimnis – ein Löffel Kakao (der für Kinder) muss mit in den Filter. Meine italienischen Freunde würden die Augen verdrehen. Ich nicht. Ich bin heilfroh nicht auf den Stufen sitzen zu müssen. Weiterlesen

Müde Herbstkastanien

Schön, gell, fragt Herr Mu an der Bushaltestelle und hält mir eine Kastanie unter die Nase. Ich nicke und nehme die glatte Kugel, die mir Herr Mu in die Hand drückt. Meine Haltestellenbekanntschaft Herr Mu und ich gehören zu den Menschen, die sich auch als Erwachsene noch jeden Herbst nach Kastanien bücken und über Wochen immer mindestens eine in Hosen- oder Handtaschen mit sich herumschleppen. Weder er noch ich haben oder werden je etwas mit ihnen machen – keine Türdekoration und kein Biowaschmittel. Wir mögen es einfach, die ganz frische Frucht in der Hand zu halten und erfreuen uns an der makellos glatten Perfektion der braunen Perlen. Am schönsten ist es, wenn man eine findet, die noch in der stachligen Umhüllung steckt. Frisch entnommen, fühlt sich die Schale so schön, wie wenig anderes an. Schöner als ein Babybauch, sagt er Mu und ich nicke obwohl sich ein Babybauch zweifellos doch noch ein klein wenig schöner anfühlt. Vor allem weil der Bauch eines ganz kleinen Kindes über Monate herrlich bleibt, während die Kastanie schon nach wenigen Tagen etwas von ihrer Feuchtigkeit verliert und sich nach einer Woche schon nicht mehr frisch anfühlt. Im Zweifel also lieber ein Baby, überlege ich mit der Kastanie in der Hand und schwanke. Babys mit herrlichen Bäuchen gibt es das ganze Jahr über und frische Kastanien nur für ein paar Herbstwochen, was sie zu etwas ganz besonderem macht. Das muss man bedenken. Vielleicht im Oktober Kastanien und im restlichen Jahr ein Babybauch. Oder vielleicht doch lieber eine verschmuste Katze, da sind die Chancen, dass sie einen durchschlafen lässt höher. Ein Hund – besonders die Stelle hinter den Ohren – fühlt sich auch fein an. Mein Bus kommt, bevor ich Herrn Mu fragen kann, was sich für ihn am allerbesten auf der ganzen Welt anfühlt. Weiterlesen

Herbstkerzen

Heute Nachmittag kommt er in den Keller, verspreche ich meiner Nachbarin, als wir uns im Laubengang treffen und deute auf den Sonnenschirm. Ohne das wir uns je abgesprochen hätten, ist sie es, die sich seit Jahren um die Bepflanzung unseres gemeinsamen Laubengang-Balkons kümmert, während ich den Rest übernehme. Viel ist es nicht, aber das wenige wechselt mit den Jahreszeiten und dieses Jahr bin ich spät dran. Den Sonnenschirm zum Beispiel, hätte ich schon Anfang September  in den Keller räumen können. Als ich aus Italien zurück kam und mit den Koffern in der Hand vor meiner Wohnungstür stand, erreichten die Sonnenstrahlen gerade noch eine Ecke unseres gemeinsamen grünen Wohnzimmers. Ich erinnere mich, dass ich an diesem Tag ein wenig wehmütig an die vielen Frühlings- und Sommertage zurück dachte, die hinter mir lagen. In diesem verrückten Coronajahr war unser kleiner Laubengang wichtiger als je zuvor. Er verband uns mit den Nachbarn und als wir uns mit kaum jemand treffen konnten, legten meine Nachbarin und ich unsere Haushalte zusammen, um uns dem Wahnsinn gemeinsam entgegen zu stemmen. Trotz allem war es ein schöner Sommer und wir genossen den Frühling so gut es ging, während die Welt still stand. In den kommenden Wochen vergaß ich den Sonnenschirm. Bis März brauchen wir ihn nicht und doch habe ich ihn noch immer nicht in den Keller geräumt. Heute werde ich ihn nach unten bringen und – auch wenn es noch zu früh ist – nach der Lichterkette suchen. Wenn die Tage kürzer werden, leuchtet sie ab halb fünf vor meinem Küchenfenster und taucht den winterlichen Laubengang in ein gemütliches Licht. Ein Licht, das Geborgenheit ausstrahlt und ein kleiner Ersatz für ein fehlendes Kaminfeuer ist. In diesem Herbst werde ich sie etwas früher anbringen. Geborgenheit werden wir brauchen, das spüren wir schon jetzt. Weiterlesen