Gefundene Sätze

“Du kannst alles sein was du willst. Quellwasser. Dreckwasser. du wirst dich am Grund meiner Augen so wieder finden wie du sein willst.”

Inès in “Geschlossene Gesellschaft” von Sartre.

11 Gedanken zu “Gefundene Sätze

  1. Ob ich ein Wässerchen trüben könnte, ob ich lieber klar spreche, klar trinke oder ungefiltert und deshalb im Trüben fischend – alles berechtigte Fragen, aber: ein Wässerchen wollte ich nie sein, weder Quelle noch Pfütze. Doch wem sag ich das, Satre ist lange tot, der Grund seiner Augen mit erloschen.
    Ist nicht sprichwörtlich eher das empfangende Auge der Teich, in dem der darin Versinkende ertrinken könnte? Und der dort Ankommende also eher fest, lebendig, lungenatmend, ängstlich deshalb – oder aggressiv? Eben nach Luft schnappend?
    Ach, was weiß ich, was Satre meinte (siche nicht vor dem ersten Glas sitzend) und zu wem! Zu ihr womöglich?

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    1. Das mit dem Ertrinken passt im Fall der „Geschlossenen Gesellschaft“ recht gut. Nicht im positiven Sinn, sondern in der Grausamkeit. Eine Frau, die sich so gerne im Spiegel sehen möchte und sich in den Augen von Männern in ihren Lebzeiten spiegelte, hockt nun auf Ewig in der Hölle und ihr bleiben nur die Augen einer Dritten, die sie nach kurzer Zeit schon verabscheut. Die Hölle sind die andren, heißt es. Hier wohl auch die Augen, die als einziger Spiegel übrig bleiben. Oder Sartre meinte etwas völlig anderes. Ich jedenfalls bin auch weder Quell- noch Dreckwasser. Vermutlich.

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