31 Gedanken zu “Gefunden Sätze #36

  1. Da stellt sich die Frage des freien Willens. Wählt man bewusst oder erklärt uns unser Bewusstsein im Nachhinein, dass es genau das wollte, was verborgenere, unbewusste Teile unseres Gehirns einfach entschieden haben, ohne uns zu fragen. Und dann muss man eben aus dem, was man bekommt, machen, was man glaubt zu wollen.

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  2. „Einfach losleben“ – macht doch keiner mehr von der jungen Generation. Muss alles am Reißbrett geplant sein. Und dann schmeißt einen das Leben einfach auf ein anderes Gleis, als das, was man vorher befuhr. Vertrauen darein zu haben, dass das schon „der richtige Weg“ ist, haben aber die wenigsten.
    LG

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    1. Das Vertrauen hätte ich früher auch nicht. Das kam erst ab Mitte 30. 😉
      Aber geplant habe ich, wie du schreibst, auch viel weniger als es heute bei jungen Menschen der Fall ist. Schade, den Planlosigkeit ist doch ein schönes Privileg der Jugend.

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  3. Was soll einem das sagen, liebe Mitzi? Die Ausgangsbedingungen, Geburtsort, Geburtsjahr, körperliche und geistige Anlagen, Eltern, sozialer Status, die Sprache, das alles ist einem mitgegeben und bestimmt Pfütze, Teich oder See, woraus man sich sein Leben fischt. Rückblickend passt es dann, weil die Verhältnisse es passend gemacht haben.

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    1. Ach so…du schriebst, was soll einem das sagen? Ich las „mir sagen“.
      Das weiß ich auch nicht, lieber Jules. Ich picke hier immer Sätze heraus die mir gefallen, im Gedächtnis bleiben oder einen schönen Klang haben. Hier dachte ich, dass man es sich wirklich passend macht. Das Leben. Nicht das Schlechteste, finde ich.

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      1. Als ich den Satz las, erinnerte er mich sehr an die Zeit als ich sehr jung noch Entscheidungen treffen musste. Entscheidungen ohne zu wissen, was ich eigentlich will. Und da fischte ich mir als Lehre eben die Banklehre raus und später aus dem großen Angebot das BWL Studium. Ob es zu mir passt? Ich hab nicht drüber nachgedacht. Jetzt nach 20 Jahren passt es irgendwie.
        Ich bewundere Menschen die nach „ihrem“ Leben suchen. Ich hab mir faul und überfordert irgendeines gegriffen. Jetzt hab ich es und jetzt mach ich es mir schön. Das meine ich mit den kleinen Schrauben. Ich werde zum Beispiel weiter in meinem Job arbeiten, der eigentlich nicht zu mir passt und arrangiere mich damit. Die Freude und den Spaß hole ich mir andernorts.
        Dieses Zitat kann ich selbst auch gut mit „da ist was dran“ unterschreiben.

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      2. Lieber Jules, das Zitat könnte aber auch heißen: man kann sich seine Lage nicht immer aussuchen und sollte bestrebt sein, das Beste daraus zu machen, was der Frau Wolf – im letzten Nebensatz – gelungen zu sein scheint. Mit Fischen könnte „im Trüben fischen“ gemeint sein, wo man nicht weiß, was man letztendlich an Land zieht. So hatte ich das verstanden, weshalb auch mein Kommentar …

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      3. Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass man sich wirklich ein Leben „rausfischt“ ohne nachzudenken. Viele Entscheidungen werden in jungen Jahren getroffen, da weiß doch noch keiner ob das Studium oder die Lehre auch wirklich zu einem passen.
        Und später macht man eben das Beste daraus. Wenn es ganz arg ist, wird noch einmal etwas neues begonnen. Die meisten aber bleiben bei dem was sie sich da rausgefischt haben. So ungefähr habe ich das Zitat interpretiert.

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      4. @ Mitzi und Herr Ösi,
        es liegt vielleicht daran, weil es bei mir anders war. Meine Berufswahl Schriftsetzer hatte meine Mutter entschieden. Das habe ich einfach akzeptiert, denn ich war erst 13. Anfang der 70er Jahre wurde mein Handwerk von der technische Entwicklung verdrängt. Weil ich schon Familie hatte, musste ich studieren, was einigermaßen schnell ging und eine gesicherte Berufsperspektive bot. Also habe ich nie gefischt, sondern war durch die Verhältnisse festgelegt.

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      5. Na klar, haben Sie gefischt, lieber Jules!
        Sie haben die für Sie festgelegten Verhältnisse geändert, als es notwendig war. Dann haben Sie aktiv gefischt!
        Andere haben am Rand des Teiches gesessen und gewartet, dass ihnen ein Fisch in den Mund springt – warten heute noch und sind schon fast verhungert.

        Ist also ALLES Auslegungssache und Interpretation. Stelle 10 Menschen vor das Bild eines Künstlers und frage sie, was sie sehen.
        Lasse 10 Menschen ein Gedicht lesen (so eines welches sich nicht reimt 😉 und frage sie, was es ihnen sagt.
        Gebe 10 Menschen einen gefundenen Satz…… 😉
        Nun fehlen nur noch die anderen 5 oder 6, die noch nichts darüber gesagt haben, was ihnen bei diesem Satz durch den Kopt ihres gelebten Lebens geht.

        Ich habe in meinem Leben schon viele Menschen getroffen, die immer durch andere daran gehindert wurden, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich „eigentlich“ gewünscht hätten – haben sie zumindest felsenfest geglaubt! 😉 (ich auch! )

        Gruß Heinrich

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