Knietief steh ich in Bücherstapeln. Niesend stehe ich da, weil Bücher dazu neigen, Staub anzuziehen und wenn man so viele Bücher besitzt wie ich, dann hat man besser keine Hausstauballergie. Alternativ könnte man sie natürlich auch regelmäßiger abstauben. Offensichtlich mache ich das nicht, denn bei jedem Buch, das ich in die Hand nehme und durch dessen Seiten ich blättere, erhebt sich sanft eine kleine Staubwolke. Ich bin auf der Suche nach wichtigen Dingen, die sich in meinen Büchern verstecken. In einem jeden ist als Lesezeichen eine Karte, ein Schnipsel, eine Erinnerung oder irgendetwas, das auf meinem Schreibtisch lag, als ich das Buch zu lesen begann. Meine Bücher sind das wohl beste (und einzige) Archiv meines Alltags, das ich je angelegt habe. Allerdings auch das chaotischste. Da meine Bücher im Regal nach Themen und Autoren sortiert sind, vielleicht auch nach Epochen, aber ganz sicher nicht nach dem Zeitpunkt, zu dem ich sie gelesen habe, ist es schlicht unmöglich, irgendetwas, was womöglich darin steckt, gezielt zu suchen.
WeiterlesenSeepferdchen – immerhin!
