Schon Oktober. Gerade erst war noch Hochsommer und jetzt schon Oktober. Das ist ok, die Monate waren voll und schön. Fast immer. Nur schön, wäre ja langweilig, sagt mein Nachbar Herr Mu und ganz ohne Sorgen, meint er, spürt man nicht, wie schön die Tage sind an denen alles passt. Tage wie heute. Tage, an denen sich der Herbst von seiner schönsten Seite zeigt. An einem solchen Oktobertag lernte ich Sepp kennen. Ihn, einige Momente nach seinem Auto, das in die Einfahrt vor meinem Haus rollte. Obwohl man Sepp sicher keinen ruhigen und leisen Mann nennen konnte – sein Auto war um einiges lauter als er. Zu laut und zu scheppernd, als das ich ihm eine angenehme, 265 Kilometer dauernde Fahrt zugetraut hätte. Ehrlich gesagt, nicht nur der Blechkiste. Der Mann darin war ganz wie sein Auto. Alt, dröhnend, stur (das sah man sofort in den Augen) und scheppernd (sein Lachen). Nur wegen des Lachens stieg ich bei dem über Siebzigjährigen ein. Und nur weil er wie eine Mischung aus dem Almöhi von Heidi und der Karrikatur eines bayerischen Originals aussah, hatte ich einige Wochen vorher einem gemeinsamen Auftritt zugestimmt. Wer so aussah, schien mir etwas besonderes zu sein.
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