Leider nicht meine

Die besten Geschichten schreibt das Leben. Das behaupte ich schon immer und mache es mir seit Jahren recht bequem, in dem ich einfach nur das aufschreibe und erzähle was ich selber erlebe. Ausdenken muss ich mir, dank des unerschöpflichen Archivs an Alltagsbegegnungen kaum etwas. Auch heute Abend und überhaupt seit ein paar Wochen erzählt das Leben eine ganz fantastische Geschichte. Nicht ganz so fantastisch allerdings für die direkt Beteiligten. Für die es doch ein wenig anstrengend, da sie sich in einer Geschichte befinden deren Ende noch in den Sternen steht. Die Protagonisten durchleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle und erfreuen sich an ihren Emotionen, die gleich einem Pendel zwischen hoch erfreutem Kribbeln und zu tiefst verstörenden Unverständnis – das andere Geschlecht betreffend – schwanken. Leider neigen emotionale Pendel dazu, den Ruhepunkt der gefühlsmäßigen Ausgeglichenheit schlicht und einfach zu überspringen. Phasen der Erholung gibt es in der Regel nicht. Phasen der emotionalen Erholung. Selbst ich, als unbeteiligter Beobachterin und hochinteressierte Zuhörerin, befinde mich in einem Zustand ständiger Anspannung und kann es kaum erwarten bis das nächste Kapitel aufgeschlagen wird. Zweifelsfrei ist es also wirklich so, dass das Leben die aller besten Geschichten schreibt. In diesem Fall, ist es nur leider nicht mein Leben und es verbietet sich mir, Ihnen diese Geschichte zu erzählen. Sie gehört mir nicht. Leider. Oder vielleicht auch zum Glück. Das Ende ist ja noch offen. Obwohl, genau das ist doch eigentlich das schöne an diesen Erzählungen. Die Phase, in der man nicht weiß was daraus wird, aber noch voller Hoffnung ist und sich voll und ganz auf das herrliche Kribbeln konzentrieren kann. Sie wissen schon, dieses ganz besondere Kribbeln, das nur dann zustande kommt, wenn ein bisschen Unsicherheit darin mitschwingt.

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Magenkrämpfe gegen Einsamkeit

Allen habe ich berichtet wie spannend und fantastisch meine Jahre in Italien waren. Nur zu gerne, erzähle ich die lustigen Anekdoten und die kleinen amüsanten Geschichten über neue Freundschaften und Erfahrungen und lasse dabei die eigenen Erinnerungen lebendig werden. Erzählend wird das längst vergangene wieder präsent und die bloßen Worte vermischen sich mit den damals empfundenen Gefühlen bis sie wieder greifbar und real werden. Weiterlesen

Schubs mich!

Ich mag keine Kalendersprüche. Da heißt es, alles Schlechte hätte immer auch etwas Gutes. Und das man dem größten Unglück noch eine positive Wendung abgewinnen kann. Aus schwarz wird weiß und wer heute noch weint, kann morgen schon wieder lachen. Man kennt all diese Sprüche und Kalenderblatt Weisheiten. Aber mal ehrlich….in dem Moment wo alles zerbricht, sind sie einem doch scheißegal. Weiterlesen