
Was tagsüber geht, geht auch nachts…das Meer ansehen. Den Fast-Vollmond, die Fischerboote und das Schwarz in all seinen Schattierungen.

Was tagsüber geht, geht auch nachts…das Meer ansehen. Den Fast-Vollmond, die Fischerboote und das Schwarz in all seinen Schattierungen.
Eine Freundschaft zählt keine Jahre, Monate oder Wochen. Meist ist sie weit geduldiger als die Freunde selbst, und weiß, dass es weniger auf die Summe, als auf die Qualität gemeinsam verbrachter Stunden ankommt. Und doch….eine Handvoll Stunden in einem Jahr sind zu wenig. Dann wird es irgendwann anstrengend. Dann, wenn man nicht mehr einschlafen möchte, weil es vor der nächsten Abreise noch zu viel zu erzählen gibt.
Dieses Jahr habe ich Zeit und kann schlafen. Vieles erzählte ich schon im Juni und manches im April. Jetzt im September bin ich, sind wir, so geduldig wie unsere Freundschaft es schon immer war. Was ich mache, fragt er und ich antworte entspannt, dass ich gar nichts mache, noch nicht angezogen bin und noch ein oder zwei Stunden das Meer anschauen möchte. Es kommt ihm gerade recht. Dann kann er noch schlafen. Bis halb vier. Hätte ich keine acht Tage, würde ich ihn fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat. Schlafen, wenn er und ich uns treffen können?!? Vermutlich hätte ich das nicht gesagt, sondern beleidigt gefaucht. Bei acht Tagen schlage ich halb fünf vor. Reicht ja auch und ich brauche noch etwas.
Am späten Abend sage ich: „Bis morgen.“ Ein kleiner, winziger Satz. Aber so viel schöner als: „Bis nächstes Jahr.“


Ob ich Fisch essen darf, fragen meine Freunde und ich nicke. Seit ich ab und an ein paar Stunden in der Notaufnahme verbrachte, weil mein Körper sich entschieden hat Allergien zu entwickeln, eine berechtigte Frage. Ich bin mir nicht sicher. Aber sehr sicher, dass ich das Tris von Sardellen – gebraten, eingelegt und frittiert – ganz unbedingt essen muss.
Wenn alles nach Meer riecht und wenn man nur Meer sieht, dann muss man das Meer auch schmecken. Mittags, Abends und zum….obwohl, nein, zum Frühstück vielleicht doch nicht.
Heute morgen hat das Meer mehr Farben. Grauer am Strand und tiefblau hinten am Horizont. Ein paar dunkelgraue Flecken und einige wenige silberne. Ich kann das Meer nicht beschreiben. Auch nicht das Geräusch des Windes, der heute ungewöhnlich stark durch Bäume und Büsche rauscht. Nicht einmal den Geschmack des ersten Kaffees heute morgen.
Ich kann nur sehen, hören, schmecken und riechen.
Sehen Sie mir nach, das rauher die letzten Tage so ruhig war. Ich hätte Sehnsucht nach Italien. Mit der im Bauch kann ich nur schlecht schreiben. Jetzt still ich sie. Acht Tage. Dann geht es wieder.


Ohne Worte.
Kleines, großes Glück.

Hinter unserer Hütte, führt ein kleiner Weg ins Dorf. Es führte ein Weg ins Dorf. Mittlerweile gibt es einen ausgebauten Wanderweg und den kleinen Trampelpfad, benutzen nur noch wenige. Ich zum Beispiel. Farne und Äste stören mich nicht. Drei Balken, die früher einmal eine kleine Brücke waren allerdings schon ein bisschen. Direkt hinter der Brücke geht es nämlich nach unten. Ziemlich tief nach unten. So tief, dass mir ein Restfunke gesunden Menschenverstand ist dann doch zu verstehen gibt, dass meine profillosen, ausgelatschten Turnschuhe (fragen Sie jetzt bitte nicht, warum jemand der in den Bergen aufwuchs solche Schuhe überhaupt in den Bergen trägt) und die moosigen Balken keine gute Kombination sind. Ich bin durchs Gestrüpp und durch den Bach gegangen.
Falls Sie einen Urlaub in den Bergen planen. Ausgelatschte, profillose und NASSE Turnschuhe vertragen sich auch mit dem Laub auf Waldwegen nicht allzu gut. 😉
Manchmal muss man springen muss. Ins kalte Wasser, über den eigenen Schatten und über die Alpen. Nach Italien. Dorthin, wo das Herz schneller schlägt. Und manchmal muss man zurück springen. Zurück über die Alpen. Nach Bayern. Dorthin, wo das Herz schneller schlägt.
Hier zum Beispiel. Hier pocht mein Herz immer schneller. Ein letzter kleiner Anstieg und ich bin da – oben auf dem Berg und auf unserer Hütte. Bis Sonntag. Ich nehme Sie ein bisschen mit.

Es gibt zwei Worte, die kann ich auf den Tod nicht ausstehen. „Bitte“ und „Mitz“. Also „bitte“ mag ich schon. Ich mag es, wenn mich jemand um etwas bittet und es nicht fordert und ich füge ein „bitte“ in unzähligen meiner gesprochenen und geschriebenen Sätze ein. Das Wort an sich ist absolut ok und sollte viel öfter ausgesprochen werden. Mit „Mitz“ kann ich auch gut leben. Es gibt Situationen in denen der eigene Name von anderen ohne das verniedlichende „i“ genutzt werden darf. Sogar muss, wenn die Zeit für einen weiteren Buchstaben fehlt. „Mitz, halt!“ zum Beispiel, ist absolut in Ordnung, wenn der, der es sagt, mich davon abhalten will, mir ein Stück Erdbeerkuchen mit Wespe darauf, in den Mund zu schieben. Oder „Mitz, rechts!“ wenn ich die Richtungen im Auto sitzend wieder mal verwechsle. Aber „Bitte, Mitz…“, mit offenem Ende und einem leicht gedehnten „Bitte“, das geht gar nicht. Hier kommt es auf die Betonung an. Höre ich das gedehnte „Bitte“, dann weiß ich das die Übersetzung: „Ach komm….niemals, Mitz“ lautet. Weiterlesen
Chiuso per ferie – wegen Urlaub geschlossen – hätte ich vor Jahren gerne dem missmutigen Spanier und dem unfreundlichen Italiener am Telefon ins Ohr gefaucht. Nix Telefon. Heute ist Feiertag. Mariahimmelfahrt bei mir und Ferragosto bzw Asunción de la Virgen Maria bei euch. In Gedanken habe ich es gemacht. Bei jedem Klingeln des Telefons fauchte ich anfangs leise und im laufe des Tages immer lauter „No! Sono in ferie!“ – ich hab frei – bevor ich den Hörer abnahm und mein leidlich freundliches „Pronto“ schmetterte. Von wegen Pronto. An diesem 15. August war ich alles andere als pronto. Weder war mein Italienisch den unzähligen italienischen Dialekten gewachsen, noch sprach ich Spanisch. Beides grundlegende Voraussetzungen um ein Telefonat mit italienischen und spanischen LKW Fahrern zu führen. Ich verstand nur die Holländer. Die hatten keinen Feiertag, waren keine Fahrer sondern Büromenschen und riefen am häufigsten an. Pronto war ich für die aber auch nicht. Sprachlich lief es super mit ihnen, inhaltlich eher weniger. Die Holländern wollten von mir an jenem 15. August nämlich wissen wo sich die LKW Ladungen ihrer Obst- und Gemüselieferungen gerade befanden und warum bei ihnen die Telefone mit verärgerter Lageristen heiß liefen. Ganz ehrlich, obwohl ich die einzige war, die diese Frage hätte beantworten können, war ich völlig ahnungslos. Weiterlesen
Ein Blick dürfte Ihnen reichen und Sie ahnen, dass an mir weder eine Fotografin noch eine Frau mit Blick für das richtige Arrangement von Büchern verloren gegangen ist. Ein wenig uninspiriert und nur leidlich gut drapiert liegen sie hier. Bei mir ist es eben nur das Schreiben, das mit liegt. Für den Rest benötige ich Unterstützung.

Im aktuellen Fall bei „Nix mit Amore“ von Constanze Kramer, die mir das perfekte Cover gestaltet hat. Ein herzliches Dankeschön und eine warme Empfehlung. http://www.coverboutique.de
Ein ebenso herzliches Dankeschön an Mira (www.miraalexander.de) die mich bei den ersten beiden Büchern begleitet hat und deren Cover eben erst wieder auf der Münchner Auer Dult bei den Lesern gut angekommen sind.
Ohne Euch wäre ich verloren gewesen.
Vielleicht kann ich meine drei Lieblinge bald einmal mit einem schöneren Bild präsentieren. Der beste meiner Freunde kann das, was ich nicht kann. Mich und alles andere ordentlich fotografieren und in Szene setzen. Danke für das Bild im Buch, Oliver Metzner.
Halt die Klappe, denken Sie sich und haben natürlich recht. Trotzdem….einer muss noch rein. Danke, Christine und danke Carola und Marion (www.cr-leseagentur.de). Ich freu mich so sehr auf die von euch organisierten Lesungen im nächsten Jahr.
Hinter mir steht einer und fragt mich, ob ich bescheuert bin. Vielleicht. Aber man muss doch auch mal danke sagen dürfen. Es ist nicht selbstverständlich, dass einem so viele Menschen unterstützen und dabei weit über das hinausgehen, was zu erwarten wäre. Und deshalb auch danke, an jeden der hier mit liest und meine Kommafehler großzügig ignoriert und mir mit so vielen Kommentaren und Möglichkeiten zum Gedankenaustausch immer wieder eine große Freude bereitet.
Danke!
Ihre glückliche Mitzi