Ernsthaft?

Es tut mir leid, dass ich Ihnen heute noch immer die Geschichte schuldig bleibe, warum ich aus dem Bus geflogen bin. Hätte ich letztes Jahr kurz vor Weihnachten im Vorabendverkehr „Die AfD ist gefährlich!“ gebrüllt, dann könnte ich aktuell einen schönen Bezug herstellen. Habe ich aber nicht. Unter uns…es ergab sich keine Gelegenheit, sonst…warum nicht? Stimmt ja.
Ich kann Ihnen heute leider noch keine launige, kleine Erzählung bieten, weil ich die letzten Tage doch recht viele Mails wegen diesem Post erhalten habe.

Erlauben Sie mir hier gesammelt zu antworten:

Ernsthaft? Ich schreibe lediglich die Daten der am Wochenende anstehenden Demonstrationen und Sie fühlen sich berufen mir eine zwei Seiten lange Mail zu schreiben und mir zu erklären, dass meine politische Haltung Schrott ist.
1. Kennen Sie die gar nicht und 2. Meine Haltung, anscheinend nicht Ihre.

Ernsthaft? Ich mache deutlich, dass ich die Demonstrationen gegen rechtes Gedankengut sehr postiv bewerte und Sie erlären mir, dass menschenverachtende und zutiefst rassistische Äußerungen toleriert werden müssen, damit das Volk zusammenhält und sich gegen die Regierung stemmen kann.
1. Ganz und 2. sicher nicht.

Ernsthaft? Sie erklären mir mit Worten die einem Vorschulkind angemessen sind, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Das alles wird nur von der bösen Presse aufgebausch und außerdem hat das alles auch sein gutes.
So wie 1933 als die Arbeitslosigkeit sank, meinen Sie?

Ernsthaft? In keiner der Mails gehen Sie auf die Punkte meinerseits (Rassismus, völkische Ideologien oder Antisemitismus) ein. Auch auf Nachfrage nicht. Ein ums andere Mal anworten Sie mit einer Gegenfrage oder machen ein neues Thema auf. Wäre es nicht so ermüdend, wäre es faszinierend. Es wäre aber schön, wenn Sie dabei nicht versuchen würden, mir die Welt zu erklären. In der befinde ich mich bereits eine ganze Weile und konnte mir eine eigene Meinung bilden.

Ernsthaft? Sie schnappen sich einzelen Sätze von Kommentierenden unter meinem Beitrag und stellen sie auf Ihre Seite OHNE den darüberliegenden Kommentar ebenfalls zu zitieren und drehen das ganze so, dass es Ihre eigenen Thesen stützt. Vielleicht war Ihnen nicht klar, wie unschön und falsch das ist, aber dann nehmen Sie es, wie gebeten, bitte ganz schnell wieder raus. Gerne können Sie den kompletten Beitrag verlinken, aber doch nicht aus dem Kontext gerissene Sätze.

Danke an all die Meinungen die öffentlich unter dem Beitrag standen. Auch die, die mir nicht passen. Das worum es mir geht, aber ich in ruhigeren und weniger pampigen Worten in den Kommentaren unter den Kommentaren geschrieben und muss es hier nicht noch mal wiederholen.

Und damit würde ich jetzt dann auch hier den Deckel erstmal zumachen und mich wieder (Zitat) „meinen sonst ausschließlich heiteren Erzählungen“ widmen. Sie sind schon lustig…ausschließlich heiter…na, da haben Sie auf dieser Seite aber auch nicht allzutief gegraben.

Herzlichst
Mitzi

34 Gedanken zu “Ernsthaft?

  1. Liebe Mitzi, ich habe jetzt noch mal bei deinem verlinkten Erstartikel (Aufruf) nachgeschaut und festgestellt, dass es weitere Kommentare gab, auch solche, die mich betrafen. Darf ich aus deiner letzten Antwort auf Maren entnehmen, dass auch ich hier in diesem Rundumschlag nicht gemeint bin? Wenn doch, bitte ich darum, mir die Punkte zu nennen, die dich stören.

    Nicht in Ordnung finde ich meinerseits, dass eine deiner Leserinnen (Elke, die ich nicht kenne) in übelster Weise über mich herzieht , und zwar nicht direkt, sondern indem sie sich an dich wendet und über „diese Dame“ mockiert und erregt, die ihr bereits durch ihre Einstellung zur Impfung negativ aufgefallen sei. Ich bin auf diese Einlassungen erst durch Marens Eintrag aufmerksam geworden. Ich las Elkes Beschimpfungen mit leichtem Herzen, denn ich fühlte mich nicht angesprochen. Vielleicht sprach sie von ihrer Mutter, die ja anscheinend „verstockt“ ist, weil sie den Sozialismus nicht so toll findet wie ihr wortgewandter Nachwuchs? Na, egal.

    Du meinst in deiner Antwort, Gerda sei selbst in der Lage, sich zu verteidigen. Ja, sicher, doch werde ich das nicht tun. Wozu? Sie weiß ja schon, “was für eine“ ich bin. Das will sie glauben, und so mag es bleiben.

    Dennoch hätte ich informiert werden müssen, wenn jemand mich auf deinem Blog persönlich angreift. Ich kommentiere bei dir im Vertrauen auf wechselseitigen Respekt und Achtung, ja sogar einer fast zärtlichen Zuneigung zu dir, die du durch deine Art zu erzählen in mir erzeugt hast. Dass du die Aggression ad personam in deinem Blog nicht verbietest, macht mich betroffen. Immerhin danke ich für deine Vermutung, dass diese Gerda das „Gedankengut“ völkischer Ideologen und Rassisten nicht teilt.
    Mit herzlicher Zuneigung Gerda

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    1. Hallo Gerda, wie ich schon Mitzi schrieb, waren es technische und pragmatische Gründe, dass ich nicht direkt unter deinen Kommentaren geschrieben habe. Ich kann aber verstehen, dass das unschön wirkt – als hätte ich nicht den Mut, mich direkt an dich zu wenden.

      Mein Eindruck von dir ist naturgemäss nur aus dem gewonnen, was du hier auf dem Blog so von dir gibst, und er war negativ, erst recht nach dem, was du unter Mitzis Aufruf geschrieben hast. Da hast du nicht bloss braunes Gedankengut und Verhalten als abweichende Meinung geframed, sondern in grossem Stil verharmlost; du warst herablassend zu Der Dilettant (der seinerseits sehr sachlich und wohlwollend geschrieben hat); du schwurbelst von profitgeleiteter Vergiftung durch Zwangsmedikation, du reagierst insgesamt mit einer für mein Empfinden selbstgefälligen, autoritären und beleidigten Attitüde, wenn jemand dir widerspricht. Ja, ich finde dich unsympathisch und halte dich für eine Quarkdenkerin, die sich im Ruhm vergangener antifaschistischer Tage sonnt und nicht wahrhaben will oder kann, dass sie nun jene verniedlicht, die sie angeblich so unmöglich findet.
      Du suggerierst bis zum Schluss, dass die Leute gegen unliebsame politische Konkurrenz auf die Strasse gehen – letzteres ist reiner Nazi-AfD-Sprech. Andere mögen dich nicht so einschätzen, doch wenn etwas aussieht wie eine Ente, quakt wie eine Ente und watschelt wie eine Ente, gehe ich selbstverständlich davon aus, dass es eine Ente ist.
      Ich glaube nicht, dass man den Menschen von seiner Haltung und seinem Gebaren trennen kann oder darf, und was ich von dir gelesen habe, finde ich verabscheuenswert. Anders als die AfD, die du so engagiert als zu Unrecht Ausgegrenzte schönredest, fordere ich aber weder deine Ausgrenzung noch deinen Tod. Und das ist der entscheidende Unterschied zwischen meiner Art der Aggression und jener der AfD.

      Plakate mit „AfDler töten“ wurden zu Unrecht als Aufruf interpretiert, AfDler umzubringen, dabei erinnern sie lediglich daran, dass AfD-Anhänger schon gemordet haben. Ich hingegen morde nicht. Ich verabscheue, und zwar jene, die mein Herz zum Bluten bringen, indem sie eine mörderische Bande bilden, unterstützen oder verharmlosen.

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      1. Hallo Eva! Na, jetzt könnten wir uns ja von Angesicht zu Angesicht streiten, hauen, anspucken und die Augen auskratzen. Die Intensität, mit der du mich, die du mich überhaupt nicht kennst, zu verabscheuen scheinst, ist wirklich bemerkenswert. Oder kennzeichnet dich diese Haltung allgemein und ich bin nur ein Übungs-Fall für dich, um deine Messer zu schleifen und zu schauen, wie du einen anderen Menschen am besten herabsetzen, verletzen und entmenschen kannst? Da muss ich dich nun enttäuschen: dein Urteil ist mir egal. Was du gegen mich vorbringst, fällt auf dich selbst zurück. Gerda

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      2. Hallo Gerda, deine Reaktion zeigt mir, dass ich dich sehr wohl richtig eingeschätzt habe; du hast mich also nicht enttäuscht.
        Wenn du es schon als Herabsetzung und Entmenschlichung auffasst, wenn jemand dir auf Basis deiner eigenen Äusserungen Paroli bietet, dann versuch ruhig mal mit denen kontrovers zu diskutieren, die du so unbeirrbar verharmlost. DAS könnte dich richtig unangenehm überraschen.
        Und wofür sollte ich mich entschuldigen? Du hast gerade wieder auf eine Art und Weise um dich geschlagen, die dich in meinen Augen nicht sympathischer oder reflektierter macht und meinen Eindruck nur bestätigt. Ich brauche nicht über deinen kompletten Hintergrund Bescheid zu wissen, um deine Aussagen falsch zu finden; ich konnte ja lesen, was und wie du denkst. Und was es da so zu lesen gibt, ist mir nun mal zutiefst zuwider.
        Dir kommt nur Hauen, Spucken und Augenauskratzen in den Sinn – und ich mache immer noch den Fehler, von einer selbstgerechten und nicht besonders kritikfähigen Person eine konstruktive Diskussion zu erwarten. Damit ist nun Schluss. Beharre nur weiterhin darauf, dass die AfD und ihre Fans lediglich eine unerwünschte andere Meinung vertreten und zu Unrecht verabscheut werden. Ich bleibe dabei, dass du damit falsch liegst.
        Damit habe ich zu dem Thema alles gesagt.

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      3. Es scheint, Eva, dass für dich das Thema nun auf mein „Verharmlosen“ der AfD schrumpft und meine Haltungen in anderen Fragen nicht mehr zur Diskussion stehen. Gut, dann will ich mich auf eine sachliche Diskussion einlassen. Ich sah eben eine Sendung von Henrik Broder, der auf seine unnachahmlich witzige, dann aber auch tief betroffene Art die Vermischung des Hoteltreffens einiger Herren (und Damen?) der AfD, der CDU und FDP mit einem „Identitären“ Österreichs (Huch, womöglich ein Hitlerrenegat?) – mit der Wannseekonferenz („Wannseekonferenz Ii“ sagte ausgerechnet die Innenministerin!) eine absolut irrsinnige Geschichtsklitterung nannte. Eine schlimmere Form der Relativierung des Holocaust ist kaum denkbar. Broder ist Jude und weiß, wovon er redet. Wer verharmlost was, bitte sehr? Der, der dieses Treffen mit der Wannseekonferenz gleichsetzt? Der Nationalsozialismus hat auf dem Höhepunkt seiner Macht die Vernichtung eines Volkes beschlossen – das gleichzusetzen mit einem Hoteltreffen von Leuten ohne politischen Auftrag, wie soll ich das nennen?

        Was den Ruf nach einem Parteiverbot anbetrifft: die NSDAP wurde 1923 in ganz Deutschland verboten, Hitler wurde eingesperrt – um zwei Jahre später seine Partei neu zu gründen. Die SPD bot damals riesige Demonstrationen auf – aber half es? Natürlich nicht!

        Was würde heute helfen? Ich denke, der wirtschaftliche Abstieg eines Landes wird immer den gerade Regierenden angelastet, und so sammeln sich die Unzufriedenen um eine Partei, die Abhilfe verspricht. Da gibt es zwei mögliche Reaktionen: 1) die Politik neu aufstellen, so dass sich möglichst wenige Menschen wirtschaftlich und auch in ihrem Selbstverständnis bedroht fühlen. 2) die Opposition ins Regieren einbinden. Man sieht zB bei den Grünen, wie sehr sich ihre Politik verändert hat, seit sie maßgeblich mitregieren, und auch wie sehr ihre Akzeptanz in der Bevölkerung abgenommen hat. Ähnliches würde auch mit der AfD passieren, vermute ich.

        Darüberhinaus gibt es Gerichte und das Bundesverfassungsgericht, um Straftaten und Verfassungsbrüche zu ahnden oder zu verhindern.

        Die Kriminalisierung der AfD als Ganze und die Spaltung der Bevölkerung in pro und kontra ist jedenfalls ein fataler Weg. Wenn ich lese „Nazis raus!“ – sollen die so Benannten ausgebürgert werden? Und wohin? Oder soll man sie gleich einer „Endlösung“ zuführen?

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      4. Liebe Gerda,
        du hast Eva angesprochen, aber ich antworte dennoch, da du direkt auch auf meine Sorge „Verharmlosung der AfD“ eingehst, möchte ich reagieren.

        Hast du dir nur angehört was der (bedingt) witzige Henrik Broder gesagt hat, oder dir die Recherche vom Correctiv selbst durchgelesen? Dauert 20 Minuten um es ganz durchzulesen (oder anzuhören) ist aber unbedingt nötig um das Schlagwort Wannseekonferenz einzuorden. Hier zu finden. https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/
        Sellner schildert auf der Konferenz seinen Plan eines Musterstaates (für Geflüchtete) und auch ohne einen Funken Phantasie zu bemühen entspricht das der Idee Millionen Juden nach Madagaskar zu deportieren. Wie die Geschichte zeigte fand man eine effizientere Methodes sich ihrer zu entledigen. Die Paralleln erfindet also nicht die Presse, sondern sie sind offensichtlich. Unterstütz von rechtsextemer Wortwahl, die uns ebenfalls aus dem Geschichtsunterricht bekannt ist. Die Anmerkung, dass diese Konferenz nur wenige Kilometer vom Ort der Wannseekonferenz, wo die systematische Vernichtung eines Volkes koordiniert wurde ist also keine Relativierung des Holocausts, sondern die Angst, dass sich so etwas wiederholen könnte. Die Tatsachenverdrehung Broders ist lächerlich und erschreckend.

        Weil das Verbot der NSDAP 1923 Hitler nicht von seinem Vernichtungskrieg abgehalten hat, sollen wir jetzt gar nichts machen, wenn die extreme Rechte wieder mit Allmachtsphantasien aufkommt? Abwarten?
        Um Gottes Willen. Wir müsssen uns jetzt gegen alles stemmen, was rassistisch und völkisch, ideologisch ist. Gespräche mit Menschen anderer Meinung schließt das nicht aus. Im Gegenteil. Auch die Ängste und Sorgen der rechten und der konservativen müssen gehört und angegangen werden. Niemand will die Meinungsfreiheit einschränken. Aber eine Partei, die deutliche Parallelen zum Nationalsozialisum an den Tag legt, die gehört gestoppt. Abgewartet wurde schon mal.

        Du schreibst, dass es Gerichte gibt, um Straftaten und Verfassungsbrüche zu ahnden oder zu verhindern. Richtig. Aber es wäre schon sehr traurig, wenn die Menschen in einer Demokratie nicht ebenfalls ihre Meinung äußern und für ihre Werte einstehen.

        Und nein, wer sich gegen die AfD stellt, spaltet nicht die Gesellschaft. Im Gegenteil, sie liegt ihm am Herzen. Die AfD kriminalisiert sich auch gut alleine, da braucht sie nicht mal hilfe.

        Und abschließend
        Ernsthaft? Du haust mir hier das Wort „Endlösung“ um die Ohren? Nazis raus ist ein frommer Wunsch für eine Demokratie. Und es ist dreist, dass die Partei, die gerade Pläne zur Ausbürgerung schmiedet es nun so darstellt, als würde man ihr physisch an den Kragen wollen. Und anscheinend auch du, liebe Gerda.
        Ich schätze dich als Mensch, aber ich es unerträglich am Ende die provokante Frage dabei herauskommt ob das alles am Ende zur „Endlösung“ führen soll.

        Und damit bin ich raus.
        Mitzi

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      5. Liebe Mitzi

        Deiner Erwiderung möchte ich mich gerne anschliessen, schliesslich will ich mich ja nicht vor einer sachlichen Diskussion drücken. Du hast jedoch schon alles gesagt, da muss ich nicht wirklich nachdoppeln, zumal ich auch nicht wüsste, was man sinnvollerweise zu jemandem noch sagen könnte, der zu glauben scheint, ein in die Regierung eingebundener Faschismus mache sich dann vermutlich (!) schon selbst obsolet. So ein Glaube ist bestenfalls naiv, bei einer akademisch ausgebildeten Person aber ausgesprochen bedenklich, zeugt er doch von mangelndem Geschichtswissen und einer enormen Verbohrtheit. Daher kann ich auch keine Wertschätzung für Menschen aufbringen, die die deutliche Reaktion auf eine leider ganz reale Bedrohungslage für Geflüchtete, PoC, Queers, Nicht-Biodeutsche (ehemals: Nicht-Arische) und alle demokratisch und wahrhaft freiheitlich gesinnten Menschen durch Ideologie und Wirken der AfD und AfD-naher Kreise leichtfertig als unsinnige Spaltung der Bevölkerung und unstatthafte Kriminalisierungsbestrebung abtun.

        Doch, eins noch: Man muss nicht in Deutschland leben, um zu erkennen, wieso die Grünen dermassen unpopulär sind. Es reicht völlig, zwischendurch die Springerpresse zu lesen, die unsägliche Hetze und Faktenverdreherei einer Bildzeitung oder Welt (für die H.M Broder übrigens auch schreibt) zu sehen, und dann weiss man Bescheid. Sofern man es möchte.

        Danke, liebe Mitzi, und ich hoffe sehr, der von dir so wunderbar mit Fakten beschwerte Fassdeckel bleibt nun zu. Ich verlasse ebenfalls den Raum, in dem das Fass steht, zumal es wirklich viele lohnenswertere Räume auf deinem tollen Blog gibt.

        Ganz herzliche Grüsse
        Eva

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      6. Liebe Mitzi, ich habe mich durch den aggressiven Stil Evas hinreißen lassen, das tut mir leid. Wie mir überhaupt diese ganze sinnlose Debatte leid tut. Warum müssen wir uns zerfleischen, wenn unsere Ziele und Lebensauffassungen sehr ähnlich sind?
        Den Correctiv-Bericht habe ich natürlich längst gelesen. Soviel ich sehe, gibt es keinen
        Menschen, der die mitgeteilten Inhalte als Augenzeugen bestätigen könnte. Es gibt nur Hörensagen-Berichte. Es gibt auch keinen gerichtlichen Vorgang, keine Anklage, keine offizielle Akte. Wieso nimmst du den Korrektiv-Bericht für die Wahrheit?

        Du musst mir nicht antworten. Du bist „draußen“. Ich muss mir wohl Evas Beleidigungen unwidersprochen gefallen lassen, da du ihnen beipflichtest. Es reicht auch mir. Liebe Grüße zum Abend. Sehr traurig. Gerda

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      7. Hallo Eva, dies noch auf deine letztes: du findest meine Vorschläge, wie mit dem wachsenden Zuspruch für die AfD umgegangen werden soll, hanebüchen. Mag sein, dass ich falsch liege. Was schlägst du vor?

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  2. Lieber Gerda,

    richtig. Ich habe das weder an Dich noch an Maren adressiert. An keine Person, mit der ich mich in den letzten Tagen unter den Beiträgen ausgetauscht habe.
    Und wir haben es uns ja auch in den Mails ausgetauscht und ich hoffe du weißt, dass ich dich direkt und persönlich anschreiben würde. Obiges ist eins Sammelantwort auf E-Mails im zweistelligen Bereich von Personen die nicht unter dem Artikel vom Freitag kommentiert haben

    Wegen des Kommentars in dem du namentlich genannt warst, war ich mir sicher, das du ihn gesehen hattest. Aufgrund seiner Länge, relativ am Anfang gepostet und weil du ja mehrfach unter den verschiedenen Kommentaren geantwortet hast. War er nicht direkt unter einem Kommentar von dir?
    Es tut mir leid, dass du ihn nicht gesehen hast. Hätte man namentlich über jemanden geschrieben, der sich selbst nicht an der Diskussion beteiligt, hätte ich den Verfasser bestimmt gebeten, den Namen rauszunehmen oder nicht personenbezogen zu kommentieren.

    Liebe Grüße
    Mitzi

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  3. Liebe Mitzi, dass man dir so viel Mist in den Briefkasten gekippt hat, finde ich sehr traurig.
    Vermutlich hat es dich einiges an Zeit und Nerven gekostet, damit fertig zu werden. Hoffentlich stehen dir genug Ressourcen zur Verfügung, dich von den diversen Anwürfen gut zu erholen.

    Dass ich mit meinen leidenschaftlichen Stellungnahmen quasi einen Nebenbrand entfacht habe, lag nicht in meiner Absicht und tut mir um deinetwillen Leid. Ich kann jeweils nur unter dem ersten Beitrag einer Person überhaupt etwas schreiben (ausser sie antwortet mir direkt wieder), und da ich eher spät dazukam und schon einige Voten hin und her gegangen waren und ich die diversen Aspekte ansprechen wollte, habe ich meinen Kommentar halt summativ an dich als Blogautorin gerichtet. Es hatte also wirklich nur praktische und technische Gründe.

    Auf die ausschliesslich heitere Busgeschichte warte ich gerne geduldig, bis du dazu Zeit und Musse findest. In der Zwischenzeit wünsche ich dir viele schöne, erfreuliche Momente!

    Herzliche Grüsse aus der fast schon frühlingshaft warmen Schweiz
    Eva

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    1. Liebe Eva,
      ich war über die Mails auch erstaunt. Zumal ich anfangs eigentlich gar nichts groß geschrieben habe, sondern lediglich ein paar Daten aufgeführt habe. Aber wenn man ein Faß aufmacht, dann muss man auch dabei bleiben.
      Es wäre gelogen, wenn ich behaupte, dass es mich nicht betroffen gemacht hat. Andererseits nehme ich mir auch gerne die Zeit (Resturlaub ist hier eine feine Sache) wenn es um Dinge geht die mir wichtig sind.

      Wie ich schon schrieb, bin ich davon ausgegangen, dass Gerda deinen Kommentar gesehen hat. Das nicht, war unschön, aber nicht deine Schuld. Man kann mich jederzeit bitten etwas zu löschen, wenn man sich persönlich angegriffen fühlt und etwas so nicht öffentlich im Netz stehen haben möchte. Kann man natürlich auch immer noch. Dann würde ich aber alles, also den ganzen Post rausnehmen und nicht einzele Kommentare, die sich (für mein Empfinden) auch bei harten Worten immer noch auf den Aspekt der Verharmlosung und all das was auch ich in den letzten Tagen immer und immer wieder geschrieben habe.

      Auch hier riecht es heute nach Frühling und dank des freien Tages stecke ich immer wieder die Nase raus und genieße die Sonne.

      Liebe Grüße
      Mitzi

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      1. Liebe Mitzi

        Mit geöffneten Fässern geht es mir ähnlich, darum konnte ich meinen Mund nicht halten und musste Gerda auch noch direkt ansprechen. Es war mir ein grosses Bedürfnis klarzustellen, dass ich sie zwar überhaupt nicht leiden kann, aber trotz ihrer abweichenden Meinung zu AfD und Konsorten eben gerade nicht von ihrer Vernichtung oder Deportation fantasiere – ganz anders also als es typischerweise faschistisch orientierte Menschen tun.
        Ob es mir gelungen ist? Ich hoffe es. Ob es richtig aufgefasst wird? Liegt nicht in meiner Hand.
        Ich denke aber, auf das Fass gehört jetzt endgültig der Deckel, und ich hatte bzw. habe wie Jules den Eindruck, dass du wegen deines Infoposts sehr viel ganz allein stemmen musstest. Es tut mir Leid, wenn ich zu dieser unfreiwilligen Kraftübung auch noch beigetragen habe und wünsche deinem Geduldsfaden recht gute Erholung!

        Hier regnet es immer noch, obschon es laut Wettervorhersage gar nicht dürfte, und so bin ich dazu verdammt, kaffeetrinkend durchs Netz zu surfen, bevor ich mich aufs Velo schwingen und in die Stadt fahren kann. Du siehst, niemand hat es gerade so schwer wie ich… 😔

        Einen schönen Spätwinterfrühlingstag und herzliche Grüsse
        Eva

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      2. Liebe Eva,

        ich habe ein letztes Mal kommentiert, weil es mir wie dir ein Bedürfnis war meine Meinung zu sagen. Und du hast mich keine Kraft gekostet (im Sinne von „bitte nicht“). Ihr alle nicht. Was wäre die Alternative? Nicht zu sagen, nicht für seine Werte einstehen? Ich glaube dafür steht viel zu viel auf dem Spiel.

        Liebe Grüße Mitzi, die jetzt auch fest vor hat den Deckel zuzumachen.

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  4. jetzt ist mir doch glatt diese ganze diskussion entgangen. ich will dazu im nachhinein auch nur eines sagen. ich möchte nämlich darauf hinweisen, dass dieses ungeschickte plakat durchaus anders zu verstehen ist als in den afd-medien verbreitet wird. im kontext mit dem „nazis abschieben“ macht eine aufforderung „afdler töten“ überhaupt keinen sinn. warum sollte man abschieben, wen man bereits getötet hat? vielmehr begreife ich dieses „afdler töten“ als feststellung in dem sinne, dass jene, die verfolgte in ihre herkunftsländer „remigrieren“ wollen (über diesen terminus kann man sich durchaus streiten) deren tod zumindest billigend in kauf nehmen.
    aber eine partei, die gerne opfer produziert, wird die dinge immer so darlegen, dass sie – seien sie so unlogisch wie auch immer – in ihre agenda passen.

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    1. Beim letzten Satz bin ich bei dir.
      Generell fände ich es wünschenswert, wenn in jeglichen Diskussionen, Demos, Foren usw. die Worte Hass, töten usw. gar nicht benutzt werden. Aber du nennst es ja auch ungeschickt. Ja, das waren sie. Zum Glück aber auch nur die Ausnahme.

      Liebe Grüße
      Mitzi

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  5. Liebe Mitzi, ich habe ziemlich gestaunt über die ellenlangen Kommentare unter deinem Post, der ja nur die Daten der geplanten Demonstrationen des Wochenendes enthielt. Das Lesen war mir fast zu mühsam und ich habe die Geduld bewundert, mit der du auf die Kommentare geantwortet hast. Es sieht ja jedes Menschenkind nur seins, aber bei dir hatte man das Gefühl, du müsstest alles von allen stemmen. Das hat gewiss viel Lebenszeit gekostet. Bei allen Argumenten für und wider gab es mir ein gutes Gefühl, in Hannover auf dem Opernplatz gestanden und einige kluge Worte gehört zu haben. Ein junger Redner ließ skandieren „Wir hassen die AfD!“ oder ähnlich. Das hat mich widerum unangenehm berührt. Ich teile nicht deren Ansichten, doch hasse diese Leute nicht und auch nicht deren Wähler. Da zeigte sich die ganze Ambivalenz, mit der du auch zu kämpfen hattest.
    Beste Grüße nach München

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    1. Die Geduld lässt nach, lieber Jules ;).
      Andererseits habe ich das Fass aufgemacht und konnte und wollte es dann nicht alleine stehen lassen (blöde Metapher).

      Das Wort Hass hat auf einer Demo nichts zu suchen und berührt auch mich unangenehm. Das war zum Teil ungeschickt formuliert. Zum Glück waren die meisten Banner und Schilder anders formuliert.

      Liebe Grüße nach Hannover

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  6. Könnten die Leute nur zusammen ein Faß aufmachen… aber offenbar ist das vielen nicht mehr möglich. Schade.
    Und was mich wundert: hier diskutieren um des hoffentlich für immer dahingegangenen Kaisers, sei es ein echter (also so mit Kurfürsten, Papst und so, Cäsar halt, König von Rom) oder ein selbstgebastelt – nachgemachter Popanz, Bart lauter Leute, die sich nun nicht gerade als AfD – Freunde outen. Wenn das ein erklärter Afd – Freund läse, müßte er sich vor lauter Freude so auf die Schenkel hauen, dass es durch ganz Deutschland wie Weckruf – Schüsse morgens um 5.45 hallt wie Donnergeschwalle. Und natürlich kann man ein Ereignis von heute nicht mit einem von Vorvorvorgestern gleichsetzen, selbst wenn es vielleicht sogar die Protagonisten gerne so hätten, wer steigt schon zweimal in den selben Fäkalkanal, panta rhei… (wer es gleichwohl versucht, muß schön blöd sein. Man verzeihe mir, wenn man sich angesprochen fühlt, etwa südlich der Alpen)? Aber man kann Parallelen sehen.
    Vergleiche sind noch keine Gleichsetzungen. Und Warnungen keine Verurteilungen, doch natürlich ist vor dieser Gefahr sehr zu warnen, das sei dazugesagt! Was wir sicher auch nicht brauchen sind die Straßenschlachten, die die Weimarer Republik kannte.

    Mitzi, ich sehe deutlich, dass Du mit dem Kästner Erich verglichen wurdest. Alles nur heiter… Und das, was darin steckt, wurde und wird nicht gesehen. Und wenn man’s laut herausschreit droht Schreibverbot?
    Laß dich bloß nicht unterkriegen.

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  7. Liebe Mitzi,

    Ich lese deinen Unmut zu manch einem Kommentar (hab mich mal rückwärts durchgelesen) und zu manch einer Mail und bewundere, dass du dich dem Ganzen stellst. Dafür will ich dir auch danken.
    Was mich aber erschreckt sind die ganz persönlichen Anfeindungen und Abwertungen, das ist eine Art, die seit Corona grassiert. Anfangs habe ich noch mit gemischt.
    Ich lasse mich gerne auf sachliche Diskussionen ein, wenn aber Einzelne als Person angegriffen werden, bin ich raus.

    Liebe Grüße
    Ulli

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      1. Mich beschäftigt das noch. Aber ich mache das erstmal für mich, vielleicht nehme ich den Faden mal bei mir auf. Vielleicht. Bin eigentlich dieser Diskussionen müde, in denen es ab irgendeiner Stelle nicht mehr um die unterschiedlichen Sichtweisen geht, es stattdessen ins Persönliche umschlägt und zu eine Art Mobing und Bashing wird.

        Hinzu kommt, dass ich den Eindruck habe, dass nicht wirklich gelesen wird, was geschrieben wird. Es gibt Reizworte o.ä. und schwupps geht es los.

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      2. Du hast nicht unrecht.
        Wobei ich hier die Erfahrung gemacht habe, dass schon gelesen wurde, sich zum Teil aber nicht auf Argumente, Sorgen oder ähnliches eingeangen wurde. Eher ein ständiger Versuch zu überzeugen oder zu beschwichtigen. Besonders in den Mails, die ich aber nicht veröffentlichen wollte, weil die Schreiben auf dem Blog nicht hätten reagieren können.

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      3. Genau das ist der Punkt, der alle Diskussionen erstickt, die eigene Meinung als so richtig und wichtig zu nehmen, dass kein Platz mehr für andere Gedanken ist.

        Ich denke, dass wir sehr ähnlich in dem Fall ticken, liebe Mitzi. Danke für deinen Langmut auf alles einzugehen.
        Herzlichst, Ulli 🌺

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      4. Liebe Ulli, ich denke auch, dass wir ganz ähnlich ticken. Auch bei anderen hier viel kommentierenden Personen denke ich das nach wie vor. Nur die Verharmlosung der von mir angesprochenen Punkte, die konnte und wollte ich nicht stehen lassen. Besonders im ersten Teil der beiden Posts. Andere Gedanken sind willkommen. Zu 99 %. Beim verbleibenden Prozent muss widersprochen werden. Und um das ging es ja eigentlich.
        Liebe Grüße ☀️

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  8. Liebe Mitzi, ich habe mich vorher oberflächlich durch die Kommentare dieses von dir hier nochmal zitierten Posts gelesen. Oberflächlich, weil ich es nur mehr schwer aushalte, da in die Tiefe zu gehen. Ich bin froh und dankbar, dass du noch Luft hast, energisch Stellung zu beziehen und zu diskutieren. Ich habe das Gefühl, dass mir diese Luft in den letzen Jahren ausgegangen ist und das ist eigentlich einfach nur furchtbar.

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      1. Ja, das ist dringend nötig. Jeder nach seinen Kräften, aber wer kann, der sollte etwas tun. Wählen, widersprechen, sich Gedanken machen, ein Like….was auch immer geht und passt.
        Es ist schon beängstigend.

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