Gefundene Frechheiten und Sätze

Ich könne wirklich froh sein  keine Mann zu sein, teilte mir ein Unbekannter  kurz nach Veröffentlichung meines Textes Männerelend via E-Mail mit. Als Frau, als blonde noch dazu – wie er auf einigen Fotos, erkennen könne, täte ich mich natürlich leicht einen so, Zitat: „saudummen“ Beitrat zu schreiben. Und überhaupt, dieser ganze Blog. Meiner und all die anderen. Diese Sammelbecken für Dilettanten, Selbstdarsteller und all jene die nichts können und mit ihrem Mist das Internet vollmüllen.
Usw, usw. Ich könne ihm gerne antworten, wenn ich den Mut hätte mich echter Kritik zu stellen. Gezeichnet mit…gar nicht gezeichnet.

Kann ich. Nicht aus Mut, sondern weil es regnet und mir heute eh schon den ganzen Tag latent schlecht ist.

  • Natürlich bin ich eine Emanze. Welche Frau mit Hirn ist das heutzutage nicht? Und Wann bitte ist das zu einem Schimpfwort geworden?
  • Penisneid ist nicht vorhanden. Das ist bei mir wie mit Armbanduhren. Ich mag sie. Es gibt hübsche Exemplare. Aber sie würden mich wahnsinnig machen, wenn ich sie den ganzen Tag mit mir herumschleppen müsste.
  • Kritik dürfen Sie gerne äußern. Besonders gerne unter den jeweiligen Texten.
  • Wenn Sie mich darin nicht als…Sie wissen schon….titulieren landen Sie auch nicht im Spam.
  • 75B
  • Nein ich habe kein Verständnis dafür, warum ihr Name nichts zur Sache tut. Sie kennen den meinen ja auch.
  • ICH darf mich als mopsig beschreiben. SIE nicht!

Er hatte wohl einen schlechten Tag. Der meine ist nun allerdings besser.

Sie, die Sie mir diese Mail nicht geschrieben haben, ahnen vermutlich, dass es sich hierbei nicht um eine konkrete E-Mail handelt, sondern um eine fiktive, deren Inhalt aber manch realer recht nahe kommt. An guten Tagen amüsieren sie mich. An manchen irritieren sie mich und selten, aber doch, machen sie mich wütend. An letzten hilft dann nur noch von zehn bis null rückwärts zahlen und in Gedanken Homer zitieren.

Gefundene Sätze #35

 „Bleibe gelassen mein Herz. Schon größere Frechheiten ertrügest du.“

Homer
„Odyssee“

37 Gedanken zu “Gefundene Frechheiten und Sätze

  1. also ich habe heute … in meinem selbstdarsteller-blog schon zweifach bewiesen … dass ich nix kann … aaaaber … mir geht´s gut dabei …

    vielleicht … kann der arme wicht ja noch weniger …

    DAS wäre allerdings TRAGISCH !!!

    bei PENISNEID biete ich gern einen temporären tausch an …

    für ein paar stunden … hätte ich gern mal ´ne schicke VAGINA …

    oh gott … am ende hat meine tochter ja doch recht … mit ihren mutmaßungen …

    stichwort : the LADY inside … 😯

    lies doch mal nach … vielleicht kannst du ja dann sogar über deinen verklemmten TROLL lachen …

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  2. Liebe Mitzi!
    Als ich gelesen habe, es handelte sich bei dem Geschreibsel um eine fiktive Email, war ich ziemlich erleichtert. Aber als Sie dann geschrieben haben, dass diese anderen Mails erheblich nahe kommt, saß ich nur kopfschüttelnd da. Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass SIE derlei Müll erhalten. Dass solche Zeilen reihenweise kursieren ist bekannt, aber dass ein so liebenswerter Blog das abbekommt, verstehe ich einfach nicht. Da kann ich mich ja wirklich glücklich schätzen, dass ich bisher noch nicht so angegangen worden bin.
    … so, mal abwarten, wie lange es noch dauert bis…
    Machen wir es wie Odysseus und ertragen die Odyssee an Unverträglichkeiten 🙂
    Herzliche Grüße und bleiben Sie so wie Sie sind!
    Mallybeau 🙂

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    1. Liebe Mallybeau,
      vermutlich provoziert alleine schon ein Blog, der nur einen weiblichen Namen trägt, ein gewisses Klientel. Ich jammere auf sehr hohem Niveau, da die Anzahl des positiven und freundlichen Feedbacks die die seltsamen Mails bei weitem übersteigt. Und wenn dann doch mal eine unverschämte kommt, dann hat sie immer noch das Potential zur Einleitung eines gefundenen Satzes verarbeitet zu werden.
      Erst gestern erzählte mir der Klügste meiner Freunde, von Odysseus Frau. Während seiner Odyssee war diese zur freien Frau erklärt worden und etwa zwanzig Freier nisteten sich über mehrere Jahre in ihrem Haus ein. Sie freiten indem sie den Keller leer soffen und fraßen. Das ist echter Kummer, finden Sie nicht? Da verkraften wir die eine oder andere E-Mail. Als Müll empfinde ich diese aber dennoch.
      Herzliche Grüße und lieben Dank!

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  3. Liebe Mitzi,
    ich freue mich für Sie, dass Sie nun endlich solche Emails bekommen.
    Das bedeutet, dass Sie berühmt werden.
    Fragen Sie mal Joanne K. Rowling, Sibylle Berg, Nele Neuhaus oder Kerstin Gier nach ihren Fan- und Hasszuschriften.
    Es interessiert Sie allerdings nur in der ersten Zeit, in der Sie ihre Post noch selbst sortieren müssen. Später filtert Ihr Management solchen Mist raus und sie werden gar nicht mehr behelligt!
    (Allerdings können Sie dann auch nicht mehr im Blog darüber so liebenswert schreiben – hat alles Vor- und Nachteile 😉 😉
    Gruß Heinrich

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    1. In die Sphären der von Ihnen genannten Autorinnen werde ich wohl kaum aufsteigen, lieber Heinrich. Zum Glück. Hier fühle ich mich viel wohler und kann machen was ich will. Eben auch, mich bei dämlichen Mails darüber lustig machen.
      Wie Sie schreiben – ich freue mich über die Vorteile und lache die Nachteile weg.
      Herzliche Grüße

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  4. Liebe Mitzi,
    ein vorzügliches Zitat hast du herausgesucht, wenngleich der Anlass unerfreulich ist. Aber wenn dir schon den ganzen Tag latent schlecht ist, wollen wir unseren Blick von den „Frechheiten“ abwenden.
    Ich wünsche Dir von Herzen einen schönen Abend und einen feinen Pfingstmontag!
    Beste Grüße,
    Jules

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  5. Bei solchen Menschen denke ich inzwischen nur noch an die meckernden Opas in der Muppetshow…..Wenn ich mir vorstelle, mein Lebensinhalt waere nur, andere Menschen runterzumachen, ist deren Meckerei nicht einmal mehr lustig,, eher sehr traurig. Leider gibt das Internet solchen Menschen leicht eine Buehne…..

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    1. Das Bild passt. Nur das die beiden Opas etwas höflicher waren. Trotzdem denke ich, dass wir hier auf WP noch auf einer Insel der Freundlichkeit sind. In den Kommentaren unter den Texten habe ich noch nie Unfreundlichkeit erlebt.

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  6. Ach. Ich schäme mich. Ich schäme mich in Grund und Boden. 😦
    Nicht etwa, weil ich diese Mail (oder auch nur etwas annähernd Ähnliches) verfasst hätte. Im Gegenteil. Ich schäme mich, weil ich nicht einmal auch nur im Traum auf eine so geniale Idee gekommen wäre. :/
    * schämschämschämschäm *
    So, und nun möge man mich bitte entschuldigen, denn ich muss mich erst mal ausgiebig sattlachen. [Früher habe ich mich über so ähnliche Dinge – die ja in Natura tatsächlich gar nicht so unoft vorkommen – noch richtig aufgeregt. Heute lache ich. Wenn sich jemand mit aller Teufels Gewalt selber ein Armutszeugnis ausstellen will – meinetwegen…]

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    1. Wenn du den Blognamen dem Profilbild anpasst (und schummeln falls auf dem Bild ein Kater ist) dann bekommst du auch solche Mails ;).
      Im Ernst – Lachen und zu einem Beitrag verwurschteln ist das einzig sinnvolle solcher, zum Glück nicht häufigen, Mails.

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      1. Das Profilbild tätete schon passen. 😉 Allerdings möchte ich inzwischen nicht mehr auf meinen Blognamen verzichten, auch wenn er eigentlich eher „passiert“ ist. Auf derartige Mails kann ich allerdings – ohne Beeinträchtigung meiner Lebensqualität – sehr gut verzichten. Also ist die Sache für mich gegessen. 😀

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      2. „Passiert“ ist der Name deshalb, weil ich (ohne konkrete Absicht einen echten Blog einzurichten) einen Platz im Netz gesucht habe, wo ich einige Dateien hochladen können wollte. Eine Möglichkeit war WP. Und um das zu testen, wollte ich einen Account eröffnen. Dumm nur, dass alle Namen, die mir spontan einfielen, bereits vergeben waren. Leicht genervt dachte ich: Sch*** drauf, ich nehme einfach einen „random“ Namen. Warum also nicht gleich „random“ als Benutzername? Auch besetzt. Sozusagen als Verzweiflungstat habe ich diesem Random halt noch einen Nachnamen verpasst. Et voilà! 😀

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  7. Wenn die Leute wüßten, wie sehr sie sich in ihrer ganzen Dummheit selbst entlarven, würden sie solche Kommentare nicht schreiben. Aber wohl selbst dafür sind sie zu dumm.

    Ich habe mal einen sinngemäßen Spruch gelesen (im Netzt leider nicht zu finden) von einem griechischen Denker: Wenn der Esel auf dem Marktplatz schreit und stört – sollen wir uns darüber ärgern? Es ist ein Esel!

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    1. Wenigstens reichen diese Ergüsse für einen Beitrag und der Verknüpfung zu einem schönen Satz. Und…sehr passenden Zitaten in den Kommentaren.
      Eigentlich sollte man es ungelesen löschen. 😉

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