Gefundene Sätze #12

50 Shades of Grey
E.L. James

Glauben Sie mir, ich habe es versucht.
Versucht einen Satz zu finden, der es wert ist, in Erinnerung zu bleiben.
Das gelingt bei fast jedem Buch. Entspricht es nicht meinem Geschmack, dann steht doch immer irgendwo ein hübscher oder kluger Satz.
Ist es ein grausames Buch, so amüsiert es mich wenigstens oder ich kann mich darüber ärgern.

Hier…….nichts.

Und dieses große Nichts ist so umfassend belanglos, schlecht geschrieben und ahnungslos, dass es mir am Ende doch in Erinnerung geblieben ist.

 

 

70 Gedanken zu “Gefundene Sätze #12

    1. Tja, nach diesem nicht gefundenen Satz und den bisherigen Kommentaren scheine ich nichts versäumt zu haben. Auch wenn ich schon mal sooo *zeigtmillimeterabstandzwischenzeigefingerunddaumen* knapp davon entfernt war, das Buch zu kaufen. Nach dem Motto: Millionen Frauen können nicht irren; da muss mann doch wissen, was dahinter steckt.
      (Doch anscheinend steckt gar nichts dahinter.)

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      1. Ich denke, der Reiz dieses Buches war mehr die Erotik, Frauen trauten sich auf einmal , so etwas zu lesen, weil es gesellschaftlich akzeptiert war….

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      2. Da hast du sicher recht. Ich habe es mir ja auch gekauft, weil ich neugierig war und das Thema an sich durchaus seinen Reiz hat.
        Meine Enttäuschung bezieht sich auf die Umsetzung. E.L. James sei ihr Erfolg vergönnt, für mich liest es sich aber so wie es wohl war. Eine schon reifere Frau beschreibt etwas von dem sie nicht wirklich eine Ahnung hat. Ich hätte mir gewünscht, dass sie aus ihrer Sicht schreibt – das wäre womöglich spannend geworden. Aber eine 18 blutjunge Jungfrau als Protagonistin zu wählen und einen steinreichen Geschäftsmann….das war mir zu viel an Mädchen-Kopfkino. Und eben leider in meinen Augen schlecht geschrieben.
        Aber….Millionen Leserinnen können sich nicht täuschen. Irgendwas muss das Buch haben. Nur was ;)?

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      3. Das Thema ist genial, die Umsetzung mies. Bonding ist ein hochinteressantes Thema, aber mit den Zutaten, die Du auch eben genannt hast, ist es nicht getan. Man hätte die psychologischen Auswirkungen beschreiben können, hier hat eine Frau einfach ihre Träume/Vorstellungen niedergeschrieben. Dass so viele Frauen das gelesen haben, liegt an einer perfekten Marketing Strategie. Jeder sprach davon, also wollte man wissen, worum es geht.

        In den USA war es noch viel mehr Thema als hier und um so mehr Downloads gab es;-)

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      4. Vielleicht haben sich einfach mehr Menschen mit dem Thema auseinandergesetzt (Shibari z.B.), gehen offener mit Sexualität um, allein deshalb war das Buch gut.

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      5. Waren wir darüber nicht schon längst hinweg? Ich habe eben einen Roman aus meinem Bücherregal gezogen: Angst vorm Fliegen von Erica Jong, 1973!
        War damals ein echter Aufreger, den wahrscheinlich auch Millionen Frauen gelesen haben; die sexuelle Befreiung der Frau dokumentiert an der Geschichte der Isadora Wing und ihrem Liebesleben …

        Und wieso wurden nach den 50 Shades of Grey in den Baumärkten der ganze Fesselkram verkauft? Ich kapier das alles nicht. Da muss doch noch mehr dran sein, oder?

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      6. das Buch kenne ich auch, meine Mutter hatte es sich damals gekauft und ich dann gelesen. Ich erinne mich dunkel.

        Ich denke, 50 Shades hat eine Sexualpraktik aus der Nische geholt und sie konversationsfähig gemacht. Auf einmal traute sich jeder mal daran, der vorher dachte, das machen nur Perverse oder so…..und probierten es dann auch mal aus….und alles fürchterlich marketingtechnisch gehypt.Und da in dem Buch wohl auch alles aus dem Baumarkt stammt, wird kopiert…..

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      7. Also wenn ich das so lese: „Das Thema ist genial“, „Bonding ist ein hochinteressantes Thema“, „Sexualpraktik aus der Nische geholt“ …, dann befällt mich das Gefühl, dass tatsächlich eine Menge Menschen sich von dem (wenn auch miserabel geschriebenen Roman) haben beflügeln lassen. Vielleicht weil ihr Liebesleben unter Spinnweben lag, oder weil sie die Ideen irgendwie anregend finden, der Reiz des Neuen, was weiß ich.

        Aber dann bin ich schon wieder abgehängt, weil mir persönlich diese Sache mit Dominanz und Unterwerfung im Bett da oben im Kopf nichts gibt. Dann gehöre ich wahrscheinlich einer langweiligen Minderheit an, die sich nicht an Neues herantraut. (Nur am Rande: Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem kabelbinderfreien Liebesleben.)

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      8. Ich glaube auch nicht, dass das Buch einen länger anhaltenen Unterschied gemacht hat, es war eine Lernerfahrung und der Reiz, etwas Neues auszuprobieren.

        Als Sting seine Memoiren geschrieben hat, war im ersten Kapitel eine lange Beschreibung wie er reagierte, als er eine südamerikanische bewusstseinserweiternde Droge genommen hat. Ich erinner mich nicht so genau, da ich nicht auf die Idee käme, das zu nehmen, aber ich habe damals gelesen, dass es viele danach ausprobiert haben…….ich denke, das ist ein vergleichbares Phänomen.

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      9. „Der Reiz, etwas Neues auszuprobieren“. – Das ist ja auch wirklich ein tolles Konzept. Jedenfalls solange man sich dabei nicht völlig neben der Spur fühlt.

        Ich bleibe trotzdem zuversichtlich, dass ich noch der einen oder anderen Interessentin begegne, die sich auch an fesselfreiem Sex begeistern kann ;-}

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      10. mit absoluter Sicherheit 😉 solche, die gelernt haben, nicht auf jeden Marketing Hype reinzufallen 😉
        Ich denke auch nicht, dass jede Frau das ausprobiert hat bzw. Gefallen daran gefunden und damit stehen deine Chancen recht hoch 😉

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      11. Es geht ja gar nicht um die zehn oder zwanzig Euro für das Buch. Mir geht es darum, dass ich ehrlich niemanden kenne, der die Geschichte gut findet.
        Aber trotzdem gibt es Leute, die sich anscheinend daran orientieren; siehe Baumarktanmerkung im anderen Kommentarzweig.

        Mir scheint, es gibt hier Parallelen zur Bild-Zeitung. Niemand liest sie, weil Schund; aber sie verkauft sich trotzdem rasant.

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    1. Ich wage zu bezweifeln, ob der reiche Schnösel richtig fiese Knoten machen kann. Dazu braucht es wohl Personal.

      Nun, fiese Knoten brächte ich schon zusammen. So als Zimmermädchen. Und dann gehe ich und gebe sein Geld aus…
      War da nicht noch was… Hmm…
      Und dann nach monatelanger Reise- und Shoppingtätigkeit finde ich den Verknoteten bleich und schnöselig wieder.
      Fies verknotet und vergessen… Upsi…
      Ich wußte ja, dass ich etwas übersehen hatte. Und ich dachte noch, es war das Bügeleisen.
      Das bedeutet dann wohl eine fristlose Kündigung.

      Morbid verrückten Fantasien nachhängend
      grüßt harmlos und freundlich
      Frau Vro

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      1. Und dann kaue ich auf meiner Unterlippe herum …
        Mir waren die Charaktere zu flach irgendwie. Sie unerfahren, jung, bisserl naiv, verliebt. Er superreich, erfahren, psychisch kaputt. Hä! Muss ich für derlei Praktiken einen Knacks haben? Alle Beteiligten sollten Spass haben. Keiner sollte ernsthaften Schaden nehmen. Eh einfach, oder?

        Ich habe nur Teil 1 gelesen. Mir war die Geschichte zu blöd.

        Den Hype kann ich nicht nachvollziehen.

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  1. Das nichtssagendste Buch ever. Aber es gibt eine Satire dazu. Sixty Shades of Blood. Die ist grenzwertig genial … okay, weil eben Satire, auch mit ohne zitiernswerte Inhalte, aber ich hab mich schlapp gelacht beim Lesen 😀 Kann man auch ohne den Grey vorher lesen, ist aber lustiger, wenn man ihn gelesen hat. Wars also wenigstens zu was gut.

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  2. Ich habe es nicht gelesen, ich lese es nicht, ich werde es nicht lesen.
    Aber ich erlebte eine lustige Geschichte im Bus. Mir gegenüber saßen zwei junge Frauen und sprachen über ihr Abitur, hinter uns eine Gruppe Jungs, höchstens 8- 10 Jahre alt. Laut waren sie, jedes Wort wurde gebrüllt. Da konnte man nicht weghören. „Habt ihr den Film 50 shades of grey gesehen? frug einer, ja, brüllten die anderen. Mit roten Backen und irrem Gelächter prahlten diese kleinen Jungs. Was soll man dazu schon sagen?

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    1. Nun für dieses Alter ist da sicher auch einiges geboten. Mit zunehmender Lebenserfahrung interessiert vielleicht auch das Thema, aber man wünscht sich zugleich einen Funken Realität.
      8-10 Jahre…..man kann sich ja alles runterladen mittlerweile 🙂

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  3. Ich hab eine Leseprobe davon gehabt (und gelesen). Mir ist ein Satz in Erinnerung geblieben, weil er in der nicht gerade langen Leseprobe ungefähr zehnmal vorkam: „…und sie kaute auf ihrer Unterlippe…“
    Ich weiß nicht, ob in dem Buch noch mehr passiert, aber he… wenigstens kaut sie auf ihrer Unterlippe, das ist doch schonmal was!!!

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    1. Das ist sogar sehr viel. Wenn man keinen Lippenstift parat hat, dann wird so die Durchblutung gesteigert!
      Aber jetzt wo du es sagst….ich glaube das kam tatsächlich dauernd vor. Das und die „innere Göttin“…

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  4. haha ich kann mir vorstellen, dass man in dem Buch dafür ganz viele gleiche oder ähnliche Sätze findet ;P
    Wenn du nach merkenswerten Sätzen suchst, dann lies die Bücher von Walter Moers, in 13 1/2 Leben des Käptn´Blaubär schreibt er ‚ die Notlüge gibt der Wahrheit ein schönes Gewand‘ – oder so ähnlich, ich hab es nur gerade so im Kopf ^^

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  5. Ich bekomme immer eine ganz ausgeprägte Protesthaltung gegen höchstbeworbene Bücher, die man „gelesen haben muss“ / „unbeding lesen sollte“.
    Das ist mir bei Harry Potter und bei Schätzings Schwarm ebenso ergangen.
    Hab ich extra nicht gelesen – und lebe immer noch.
    😉

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  6. Das Buch habe ich nicht gelesen. Das wurde so aufdringlich beworben, dass ich mir gedacht habe: Da pfeif’ ich drauf (um nicht ein hässlicheres Wort zu verwenden)!
    Das von dir ausgewählte Zitat gefällt mir allerdings sehr gut. Es gibt sooo viele gute Gelegenheiten – da passt das ganz genau. Man sollte das oft verwenden. Sehr oft. Wenn ich nicht zu faul wäre, würde ich mir’s sogar aufschreiben. 🙂
    [Das hässlichere Wort – falls jemand dies aus wissenschaftlicher Neubegierde wissen möchte – wäre übrigens ‚verzichten‘]

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