Unangenehm

Ab und an darf ich meine Geschichten, die ich hier veröffentliche, vor Publikum lesen. Das ist wunderschön. Besonders schön ist es, ein bis zwei Wochen vor einem Termin, die Geschichten rauszusuchen, die ich lesen werde. Manchmal gibt es ein vorgegebenes Thema, manchmal lese ich aus einem bestimmten Buch und manchmal bin ich völlig frei und kann mir selbst überlegen, was wohl zusammenpasst. Nach nun fast zehn Jahren, habe ich einen kleinen dreistelligen Vorrat an ausgedruckten Erzählungen, die ich immer wieder neu zusammenstellen. Die liebsten meiner Geschichten, sind fast immer dabei. Das sind die, die ich eigentlich gar nicht mehr lese, sondern erzähle. Andere, die nicht so oft gelesen werden, muss ich vorbereiten. Ich lese sie ausgedruckt in großer Schrift auf Blättern mir selbst mindestens fünf mal laut vor und merke dann, wo ein Satz holpert oder wo ich mich auch beim fünften Mal noch verspreche. Dann passe ich sie an.

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Ran an den Speck U-Bahn Gedanken

Wir sind zu fett. Sie vielleicht nicht, aber die Deutschen in ihrer Gesamtheit. Wir sind zu mopsig und das ist ein Problem. Eines, das Politik und Krankenkassen seit Jahren in den Griff zu bekommen versuchen. Erfolglos, wenn ich mir die Hinterteile meiner Sitznachbarn im Bus so anschaue. Kein Wunder also, dass man sich prominente Unterstützung sucht. Nachdem Heidi Klum kläglich versagte und ihr Engagement nur zu Frustessen oder Suzidversuchen minderjähriger Mädchen führte, versucht man es nun mit einem etwas seriöseren Partner und hat die Deutschen Bahn auf den Speck der Bürger ansetzt. Die kennen sich mit schweren Fällen aus und haben versprochen künftig Gitter an den Gleisen anzubringen und so pünktlich zu sein, dass Fressattacken aus Langeweile der Vergangenheit angehören. Ein erster Feldversuch wird seit Freitag am Münchner S-Bahnhof Harras durchgeführt. Weiterlesen