Farben – bitte sortiert

Ich liebe Farben. Jede einzelne. Und am allerliebsten sind sie mir, wenn sie einer gewissen Ordnung folgen. Nicht draußen, natürlich. Ein chaotischer Bauerngarten oder eine wilde Blumenwiese sind mir um einiges lieber als streng geordnete Beete. In der Pflanzenwelt kann und sollte ruhig der Zufall den Blick immer wieder aufs Neue überraschen. Aber in einem Kasten mit Wasserfarben zum Beispiel gefällt es mir, wenn die kleinen Tiegel von hell nach dunkel geordnet sind. Schon als Kind habe ich jeden Malkasten erst einmal umsortiert und meine ganz eigene Ordnung geschaffen. Oben die Grundfarben und in der zweiten Reihe die Komplementärfarben. So waren sie aufgebaut. Unmöglich für mich als Dreijährige. Weiß, gelb, orange, rot, rosa usw. musste die Farbfolge sein, um mich zufrieden zu stellen. Meine Mutter hätte sich sicher über diesen Ordnungssinn gefreut, denn jenseits von Farben war ich seit jeher eine großer Freundin des kreativen Chaos – oder um mit dem Worten meiner Mutter zu sprechen von einem Saustall im Kinderzimmer. Nie wäre es mir in den Sinn gekommen auch nur irgendetwas zu ordnen, es sei denn…..richtig, es handelt sich um Farben.

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Von Stiften, dem Kugeln und Hund

Ich krame, sage ich einem der mich eben anrief und sich erkundigte, was ich gerade mache. Kramen ist ein seltsames Wort. K R A M E N…kennt man es überhaupt oder ist es eines jener Worte, das ich nutze, sonst aber kaum jemand? Google kennt es und erklärt: „In einer Ansammlung mehr oder weniger ungeordneter Dinge herumwühle“. Das trifft es ganz gut, unterschlägt aber die große Freude mit der man in seinen eigenen Dingen, die man kennen sollte, doch immer wieder auf so altes stößt, das man einen Weile nachdenken muss, bevor einem einfällt woher man es hat.

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