Im Schnee liegt zwischen vertrockneten Christbäumen ein Usambaraveilchen. Sie gehören hier nicht hin. Weder die Christbäume noch das lila blühende Veilchen. Die Bäume wurden der Einfachheit halber nicht zur Sammelstelle gebracht, sondern auf die Wiese im Innenhof geworfen. Einer fängt an, ein Zweiter folgt und schon der Dritte vermutet, dass es sich um einen offiziellen Abgabeort handelt. Man kann ihm keinen Vorwurf machen, denkt sich der Vierte, der es besser weiß und seinen Baum deshalb erst im Dunklen auf die Wiese legt. Der Fünfte könnte ich sein, aber mein Baum steht noch auf dem Balkon. Vermutlich bis Mitte März. Bis dahin wird das Usambaraveilchen im Schnee nicht überleben. Bleibt es hier, zwischen den Bäumen, wird es sterben.
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