Ein zweites Türchen

09.12.2016 – Stadt Atem oder wie alles begann

Eine Inzidenz von über 200 bedeutet für mich als Münchnerin, dass ich heute ab 21.00 Uhr zu Hause bleiben muss. Kein großer Unterschied zu einem anderen Mittwochabend und nur der Begriff der Ausgangssperre ist hässlich, ungewohnt und ein wenig gruselig.
Der Gedanke, dass meine Heimatstadt heute Abend sehr still, so still wie sonst selten ist, gefällt mir trotzdem. Heute ist eine jener klaren Winternächte in denen man die Stadt atmen hört. Und heute, wenn wir alle zu Hause bleiben müssen, klingen die Atemzüge in den leeren Straßen bestimmt noch schöner. Wie das klingt, habe ich versucht Ihnen in der obigen Aufnahme zu beschreiben. Den Stadt Atem und den Abend, heute vor vier Jahren, an dem ich das erste Mal überhaupt vor Publikum gelesen habe. Wenn Sie reinhören möchten, dann erzähle ich Ihnen auch davon. Weiterlesen

Das 1. Türchen

Jetzt ist er da – der letzte Monat dieses seltsamen Jahres. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe mich auf meine Art mit 2020 ausgesöhnt. Am Sonntag noch, dem ersten Advent, war es seltsam. Überall im Radio liefen die Weihnachtslieder rauf und runter und auf meinem Tisch brannte die erste Kerze am Kranz. Eine Stimmung die ich in jedem Jahr sehr gerne habe und die einen für mich immer besonderen Monat einläutet. Kein anderer Monat steht so sehr für Freundschaft wie der Dezember. Für mich. Denn in diesen Monat packen meine Liebsten und ich seit Jahrzehnten all das, für das die restlichen elf Monate keine Zeit bleibt. Bescheuert, denn es artet jedes Jahr in eine einzige Rennerei und Stress aus.  Weiterlesen