Finalmente I

Wissen Sie, wie lange ich nicht mehr in Italien war? Vermutlich nicht, deshalb sag ich es Ihnen. Eine ganze Schwangerschaft lang. Ich bin nicht schwanger… Aber neun Monate lang hatte ich keinen Urlaub und war nicht in Italien. Ich werde Sie deshalb ein bisschen mit Bildern von meinem Lieblingsorten nerven.

Station eins… die wichtigste… der erste Kaffee in Italien an der Autobahn. 

Station zwei würde ich empfehlen zu überspringen. Wenn der Telepass nicht funktioniert, die Schranke nicht aufgeht, weder Kredit noch EC Karte zum bezahlen funktioniert und hinter einem der LKW zum Hupen beginnt, dann macht das nicht allzu viel Spaß. Allerdings bekommt man eine schöne Erinnerung geschenkt, wenn man wenig später im Büro der Autobahnschranken-Zuständigen steht und mit ihnen diskutiert. Nach 15 Minuten durfte ich bar zahlen und weiterfahren. Eine Quittung in dreifacher Ausfertigung habe ich als Erinnerung mitbekommen und weil man mir mehrfach versichert hat, dass diese ganz, ganz wichtig ist, teile ich dieses wunderbare Dokument mit Ihnen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen Mitzi, die gestern irgendwann noch angekommen ist und heute Morgen mit diesem Ausblick aufwachen durfte.

Der Hirschkopf bleibt! – 2024

Kirschen gegessen – Wasser getrunken
Bauchweh bekommen – Arzt gerufen
Ins Krankenhaus gekommen -gestorben

Entgegen der Weissagung des alten Kinderreims werden Sie die Kombination aus Kirschen und Wasser vermutlich überleben. Empfehlen kann ich sie Ihnen trotzdem nicht. Insbesondere wenn es sich um ein ganzes Pfund frischen Steinobstes und mehrere Mundvoll, versehentlich konsumierte Schlucke von hochsommerlich, abgestandenen Bayerischem Seewasser handelt. Dann ist Ihnen etwa dreißig Minuten später klar, warum kluge Mütter noch heute von dieser Mischung abraten – Ihr Magen rebelliert.

Weitere sechzig Minuten später sind die Kirschen Geschichte und Sie – sofern Sie bei 30 Grad in der prallen Sonne liegen – reichlich erschöpft. Ihr Kopf ist so leer wie Ihr Magen und Sie lassen sich leichtsinnig zu Versprechen hinreißen, deren Tragweite Ihr geschwächter Geist in diesem Moment nicht erahnen kann. Ob das gut ist? Unbedingt! Ich glaube fest daran, dass vieles gar nicht erst begonnen werden würde, wenn einem klar wäre, worauf man sich einlässt. Ich jedenfalls hätte meiner Freundin an diesem Augusttag sicher nicht versprochen, ein Buch über die Liebe zu schreiben, wenn ich geahnt hätte, dass ich mich über fünf Jahre lang nicht an dieses Thema herantrauen würde. Nicht unbedingt, weil es über die Liebe nichts zu erzählen gibt. Ganz im Gegenteil. Sie ist ein wunderbares und dankbares Thema. Ich scheute mich, weil ich gut ein halbes Jahrzehnt brauchte, mir das OK von jedem einzelnen meiner Exfreunde und allen bisherigen Dates einzuholen. Gebraucht hätte – am Ende habe ich es gelassen und hoffe nun, auf das Wohlwollen, die Geduld und die Nachsicht meiner Freunde, Exfreunde, Dates und meines Partners. Von letzterem habe ich die Erlaubnis bereits ungefragt erhalten. Mit grandiosem, männlichem Selbstbewusstsein lehnte er im Türrahmen und lächelte milde. Sehr unbesorgt, teilte er mir mit, dass alles was ich über ihn schreiben und erzählen könnte, doch nur nett sein könne. Dass „nett“ ein Wort mit besonders vielen Untertönen ist, übersah er. Ja, nett sei es mit uns immer gewesen, versicherte ich ihm und wünschte mir ein wenig von seinem Selbstbewusstsein. Dann hätte ich ihm nämlich gleich gestehen können, dass ich den Buchstaben „A“ in meinem imaginären Inhaltsverzeichnis für ihn reserviert habe. Nur nicht nett für z.B. Amore sondern für „arrogantes Arschloch“. Natürlich sagte ich es ihm nicht. Eine Beziehung lebt von Überraschungen und dieses Buch wird ganz sicher eine werde. Für ihn ganz sicher und für Sie hoffentlich auch. 2024 kommt es. Und um mich selbst ein bisschen unter Druck zu setzen, erzähle ich Ihnen schon heute davon.

Der Hirschkopf bleibt!

Eine bunte Sammlung von Erzählungen die sich um das Thema Liebe drehen. Von skurrilen und ungewöhnlichen Verabredungen, über aufregenden Anfänge und Herzflattern und bis hin zu Momenten, in denen ein unbedachter Satz im falschen Moment, den Alltag und langjährige Beziehungen ordentlich durcheinanderwirbelt.

Eine erfrischende Erinnerung, wie vielfältig, überraschend und faszinierend die Liebe sein kann. Geschichten über das Suchen, das Finden und das Bewahren der Liebe laden ein, sich in den amüsanten Erzählungen wiederzuerkennen. Und keine Sorge. Die Autorin wird ihnen keine Tipps geben. Sie wird sie lediglich beruhigen, dass es völlig ok ist, ab und an der Liebe zu verzweifeln. So geht es uns allen.

Ernsthaft?

Es tut mir leid, dass ich Ihnen heute noch immer die Geschichte schuldig bleibe, warum ich aus dem Bus geflogen bin. Hätte ich letztes Jahr kurz vor Weihnachten im Vorabendverkehr „Die AfD ist gefährlich!“ gebrüllt, dann könnte ich aktuell einen schönen Bezug herstellen. Habe ich aber nicht. Unter uns…es ergab sich keine Gelegenheit, sonst…warum nicht? Stimmt ja.
Ich kann Ihnen heute leider noch keine launige, kleine Erzählung bieten, weil ich die letzten Tage doch recht viele Mails wegen diesem Post erhalten habe.

Erlauben Sie mir hier gesammelt zu antworten:

Ernsthaft? Ich schreibe lediglich die Daten der am Wochenende anstehenden Demonstrationen und Sie fühlen sich berufen mir eine zwei Seiten lange Mail zu schreiben und mir zu erklären, dass meine politische Haltung Schrott ist.
1. Kennen Sie die gar nicht und 2. Meine Haltung, anscheinend nicht Ihre.

Ernsthaft? Ich mache deutlich, dass ich die Demonstrationen gegen rechtes Gedankengut sehr postiv bewerte und Sie erlären mir, dass menschenverachtende und zutiefst rassistische Äußerungen toleriert werden müssen, damit das Volk zusammenhält und sich gegen die Regierung stemmen kann.
1. Ganz und 2. sicher nicht.

Ernsthaft? Sie erklären mir mit Worten die einem Vorschulkind angemessen sind, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Das alles wird nur von der bösen Presse aufgebausch und außerdem hat das alles auch sein gutes.
So wie 1933 als die Arbeitslosigkeit sank, meinen Sie?

Ernsthaft? In keiner der Mails gehen Sie auf die Punkte meinerseits (Rassismus, völkische Ideologien oder Antisemitismus) ein. Auch auf Nachfrage nicht. Ein ums andere Mal anworten Sie mit einer Gegenfrage oder machen ein neues Thema auf. Wäre es nicht so ermüdend, wäre es faszinierend. Es wäre aber schön, wenn Sie dabei nicht versuchen würden, mir die Welt zu erklären. In der befinde ich mich bereits eine ganze Weile und konnte mir eine eigene Meinung bilden.

Ernsthaft? Sie schnappen sich einzelen Sätze von Kommentierenden unter meinem Beitrag und stellen sie auf Ihre Seite OHNE den darüberliegenden Kommentar ebenfalls zu zitieren und drehen das ganze so, dass es Ihre eigenen Thesen stützt. Vielleicht war Ihnen nicht klar, wie unschön und falsch das ist, aber dann nehmen Sie es, wie gebeten, bitte ganz schnell wieder raus. Gerne können Sie den kompletten Beitrag verlinken, aber doch nicht aus dem Kontext gerissene Sätze.

Danke an all die Meinungen die öffentlich unter dem Beitrag standen. Auch die, die mir nicht passen. Das worum es mir geht, aber ich in ruhigeren und weniger pampigen Worten in den Kommentaren unter den Kommentaren geschrieben und muss es hier nicht noch mal wiederholen.

Und damit würde ich jetzt dann auch hier den Deckel erstmal zumachen und mich wieder (Zitat) „meinen sonst ausschließlich heiteren Erzählungen“ widmen. Sie sind schon lustig…ausschließlich heiter…na, da haben Sie auf dieser Seite aber auch nicht allzutief gegraben.

Herzlichst
Mitzi

München

Ob heute in München über 100.000 Menschen (lt. Polizei) oder doch über 200.000 (wie die Veranstalter schätzen) anwesend waren, wird man nicht mehr herausfinden.

Aber es war voll. So voll, dass die Versammlung aufgelöst werden musste. Unter einem sonnigen Himmel war es eine friedliche Veranstaltung. So viele in jedem Alter, die Hoffnung, dass viele einzelne Menschen eben doch etwas bewegen können.

Happy 2024

Eigentlich sollte man Feuerwerke nicht filmen sondern genießen. Da ich aber nicht widerstehen konnte, kommen Sie nun in den Genuss einiger Sekunden von meinem Jahreswechsel.

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute.

Notiz an mich selbst

Hallo.

Ich bin eigentlich gar nicht da. Sie können mich bitte einfach ignorieren. Ich muss mir nur eben ein paar Dinge notieren, die ich Ihnen in 2024 erzählen möchte, zu denen ich 2023 aber nicht mehr kommen werde.

  • Die WordPress Seite auf die ich so oft geschimpft habe, ist gar nicht so grottenschlecht wie ich dachte.
  • Der Service meines Internetanbieters (auf den ich vermutlich in den letzten Jahren auch geschimpft habe) ebenfalls nicht. WordPress mag mich, seit ich einen neuen Router habe. Der Servicemitarbeiter meines Providers vermutlich nicht. Dem habe ich nämlich so lang erklärt, dass ich aus Gründen der Nachhaltigkeit keine neue Fitz.Box möchte, bis er sie mir irgendwann einfach zugeschickt hat. Ich muss zugeben, er hatte recht. Falls Sie noch nicht wussten, dass sich Seiten im Internet in unter 15 Sekunden aufbauen und Ihr Router so alt ist, dass der Anbieter ihn nicht zurück haben möchte……dann suchen Sie sich einen Callcentermitarbeiter, der Sie zu Ihrem Glück zwingt.
  • Unbedingt erzählen muss ich Ihnen vom Irrenhaus hier. Aber nicht mehr dieses Jahr. Notiz an mich selbst: Frau Hintereder trommelt gegen die Aufzugstür, der DHL Bote bekommt Eierlikör, junge Frauen mit Baby im Arm nicht fragen, ob das Kind von Paul ist.
  • Auch berichten muss ich von heute. Aber nicht heute. Ich muss erst noch verdauen, dass mich der Fahrer tatsächlich aus dem Bus geschmissen hat. Ich hatte recht, aber er das Hausrecht. Mehr als unangenehm.
  • Nicht Ihnen, aber meiner Mutter muss ich erzählen, dass der letzte Fabrikreste Laden in der Innenstadt geschlossen hat und damit eine Ära zu Ende geht. Sag ich Ihr lieber erst im neuen Jahr, aber Ihnen könnte ich von einem der tollsten Läden ganz Münchens erzählen. Leider jetzt ein Abgesang.
  • Herrn Ösi muss ich noch sein eigenes Buch zuschicken, damit er es mir signierte. Das schreibe ich hier, damit Sie es lesen und es sich ebenfalls holen. Ösi-Humor ist….sehr fantastisch.
  • Und von Jules muss ich mir das Buch erst noch besorgen. Sie gerne auch. Das Teestübchen Trithemius ist ein Schatz, eine Fundgrube und ein ganz besonderes Archiv. Notiz an mich selbst: Jules habe ich das in letzter Zeit zu selten gesagt. Nachholen.

Den Rest werde ich andernorts notieren. An meinen Wintergroßputz Aktivitäten (selbstverständlich nicht zwischen den Jahren besteht sicher wenig interesse.

Mir bleibt für dieses Jahr nur noch, Ihnen allen einen guten Rutsch und ein gesundes und frohes neues Jahr zu wünschen. Das meine wird gut. Das weiß ich, weil ich fest daran glaube, dass das neue so wird, wie das alte in den letzten Stunden endet. Großzügig gerechnet, befinden wir uns heute schon in den letzten Stunden und ich war heute um 06:45 Uhr zum Sonnenaufgang auf einem Konzert im Freien. Selten etwas so besonderes und schönes erlebt. Schauen Sie mal:

Kommen Sie gut rüber. Und nächstes Jahr bin ich aktiver. Versprochen.

Liebe Grüße
Ihre Mitzi

Wunsch mit Schleife

Niemand der bei Verstand ist, schenkt sich heutzutage noch etwas zu Weihnachten, erklärt mir eine Bekannt und schüttelt beim Anblick des Regals meines Arbeitszimmers fassungslos den Kopf. Für wen um Gotteswillen soll das alles bitte sein, fragt sie und ich unterdrücke den Impuls ihr auf die Finger zu klopfen, als sie etwas unverpacktes in die Hand nehmen und näher betrachten möchte. Ebenfalls unterdrücke ich das Verlangen, ihr die Hand auf die Schulter zu legen und sie einfach aus dem Raum zu schieben. Stattdessen erkläre ich peinlich berührt, dass all das materielle natürlich nicht Zeit, Zuneigung und Emotionen ersetzt und nur ein kleines Extra sind. Extras die nur so viel wirken, weil ich einem mir sehr am Herzen liegenden Ehepaar (meinen Eltern) einen Adventskalender mit nun mal 24 Päckchen schenke und eine große Familie habe. Ich erkläre mit vor der Brust verschränkten Armen, dass ich es durchaus genauso sehe, dass man nur wenige gute Freunde hat und Freundschaften nicht durch Pakete am Leben gehalten werden. Versuche zu erklären, dass mich noch junge Kinder umgeben und ich denen eine Freude machen möchte und bekomme einen Vortrag, letztendlich nur dem Konsumwahnsinn zu erliegen und zu den bemitleidenswerten Menschen zu gehören, die in der Adventszeit hektisch durch die Fußgängerzonen hasten und das eigentlich besinnliche der Weihnachtszeit dabei völlig aus den Augen zu verlieren.

Ich gebe zu ein Idiot zu sein. Wir lachen über den nicht lustigen Witz und verabschieden uns, nicht ohne, dass sie mir ans Herz legt mich etwas mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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