Gefundene Sätze #57

„Nenn mich nicht Waltentin, du nennst ja auch nicht deinen Vater Water.“

Karl Valentin

Gestern hätte er Geburtstag gehabe und ich bin einen Tag zu spät. Gratulieren hätte ich ihm ja eh nicht mehr können und Valentin kann man an jedem Tag zitieren. Obiges übrigens bekomme ich hoffentlich endlich einmal fehlerfrei über die Lippen, wenn ich wieder in seinem Geburtshaus in München lesen darf. Da steht es übergroß an der Wand und eigentlich weiß ich es ja, das Vater-V in Valentin. Aber weil er da in diesem Raum so grantig und streng schaut, hab ich noch ein jedes Mal „herzlich Willkommen im Walentinhaus gesagt“ und wurde vom Publikum ganz streng ermahnt.
Das sind sie nämlich….streng….die Auer, wenn eine kommt und den Namen ihres liebsten Münchners falsch ausspricht. Und grad deswegen eben, weil ich es ja weiß, wie er heißt und weiß, dass man hier ganz streng ist, wird´s ein ums andere Mal ein W statt einem V.
Wurscht…hauptsach´ ich darf bald wieder hin. Denn ebenfalls nach Valentin…. „es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem“ und mir würd schon noch einiges einfallen, was ich dort erzählen könnte.

Ihnen ein schönes Wochenende und wenn irgendwas nicht passt, dann googeln Sie einfach nach Valentin Zitaten. Da ist bestimmt etwas passendes dabei, das Sie schmunzeln lässt.

29 Gedanken zu “Gefundene Sätze #57

      1. Der Trick liegt, glaube ich, darin, dass man im entscheidenden Moment daran denkt, nicht daran zu denken, sondern es einfach so zu sagen wie man es sagt wenn man es so sagt, wie man es zu sagen hat. 😉
        Auch dir ein zauberhaftes Wochenende 🐻

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  1. Liebe Mitzi,
    die Aussprache dieser Buchstaben. Wenn ich nur noch wüsste, bei welcher Gelegenheit es sich zutrug, dass ich Walentin aussprach und mein Prof. den Valentin verbesserte. Dies scheint aber nicht ganz so schlimm zu sein, wenn jemand aus Giesing dies in der Au ebenfalls wervechselt.
    Und warum sagen wir Wirus und nicht Firus?
    Gute Wünsche für Deine nächsten Stunden im Valentin-Musäum.
    Schönen Sonntag und herzliche Grüße
    Bernd

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    1. Jetzt war ich so lange offline, dass ich dir tatsächlich auch einen schönen Sonntag wünschen kann 🙂
      Bei vielen Worten frage ich mich das auch. Solange man sich ab und zu bei der Aussprache versprechen kann, ist es auch recht interessant. Warum auch Schina statt Kina für China?
      Herzliche Grüße

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  2. Schon so lange nicht mehr z’Minga oder gar im Musäum gewesen… Nebenbei, ich muß dann noch gleich weiter bis nach Passau, denen ihr Dackelmuseum besichtigen. Ehrlich, ich weiß gar nicht mehr, wars beim letzten Mal „am Dienstag oder wars im dritten Stock,“ aber den Karl (so einfach, gell? Man muß ja gar nicht Karstadt sagen und kann sich praktisch nicht versprechen!) besuchen, bei allernächster Gelegenheit, das muß ich wieder. Zwar sind die meisten Exponate (der Nagel, an den ich meinen BEruf gehängt habe, eine Schale geschmolzenen Schnees) vertraut – aber das sind die wichtigsten Teile (als sie noch recht klein waren mit den Kindern ins überaus große, beeindruckende deutsche Museum: und der Opa hat meine Tochter gefragt, was sie denn im riesigen Technikmuseum gesehen hat. Cliffhanger, Auflösung folgt später) im deutschen Museum auch. Oder im deutschen Jagd- und Fischereimuseum. Oder in der Glyptothek. Oder… oje. Nein, vermutlich hab ich doch noch nicht alle besucht, doch finde ich die Pinakerthek (so spricht mans doch immer noch, oder?) bestimmt wieder und war ja auch schon mal drin, ganz unmünchnerisch. (Immer noch dabei: ja, also, das Kind sprach mit großen Augen – wir sind natürlich durchs Bergwerk! – zum wißbegierig stolzen Münchner Opapa: „Ein Pferd!“ – Es war nicht die erwartete Antwort. Dafür revanchierte sich weit von der großen Stadt (weiter draußen, als die berufstätigen Damen in dem bekannten Lied je standen) der Sohn, es waren zahlreiche Pferde eingestellt, auf die jedes Kind auch mal zu sitzen kam. Man erwartete Großelterlicherseits Begeisterung, die bei den Mädchen auch gegeben war. Der Sohn hatte allerdngs vorher dem Jungbauern auf dem MB-Trac Gesellschaft leisten und mit dem Ladewagen Gras einholen dürfen – ihn interessierte kein Gaul mehr, er träumte vom Traktor…)

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    1. Ein schöner Abriss der Münchner Museen und ich stelle fest, dass ich viel zu lange nicht mehr war. Wegen Corona ging es lange nicht und jetzt im Sommer mag ich nicht. Obwohl die Empfehlung lautet bei Sonnenschein zu gehen (wegen der reduzierten Besucherzahl), bringe ich das meistens nicht übers Herz. Das Pferd war und ist noch immer oft das Highlight der Kinder und ohne Bergwerk geht es ganz einfach nicht. Morgens riecht es jetzt schon wieder nach Herbst….ich freu mich auf die Museumsbesuche. Ein Dackelmuseum würde mich auch reizen 😉

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      1. Ja, Sonne… Pustekuchen Pflaumendeckel. Es regnet also genug, um in Museen zu gehen! Die Dackel, ja, die sind halt in Niederbayern (sind ja auch niederläufig), in Passau…
        Neulich, bei schönem Wetter, waren wir zwar auch noch in München, aber als Tierpark haben wir den Augsburger, liegt beinah auf dem Weg, und dann gleich noch den dortigen Botanischen (wobei auch der Münchner einen Besuch wert ist!) vorgezogen. Kleiner, handlicher und ganz ehrlich: bei den letzten Besuchen hat uns Hellabrunn nicht mehr wirklich gefallen. Bekommen die kein Geld mehr, ist keins mehr da, wenn die Stadt komische bunte Großbauten finanzieren muß, in die Massen an Leuten passen, und dazu dann noch die Polizisten, die aufpassen, wenn die wieder rauskommen aus der Leuchtwabe und randalieren wollen?

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      2. Ich war schon viel zu lange nicht mehr im Tierpark und hab zu wenig vergleiche. Bald bin ich aber in Augsburg, dann kann ich vergleichen. Die komische Leuchtwabe reizte mich dagegen noch nie 😉

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      3. Ich kann ja noch verstehen, wenn am Sonntag im Regen Väter um einen Matschplatz stehen und aufs Spielfeld brüllen, auf dem ihre Jungs grad umgegrätscht werden. Das hat doch was, nämlich was Familiäres, Intimes. Da weiß man auch, wenn es ausartet, wen man haut. Aber diese anonymisierten Gefängnisse (wieso dürfen die wieder raus?) für Schläger, ne, da will ich nicht rein.
        Zoologische Gärten sind bei mir eine Sucht. Denn es ist nun mal so, dass man viele exotische Tiere, immer mal wieder auch solche, die man nicht kennt (ich weiß noch, wie begeistert ich in der Wilhelma (Info: botanisch – zoologischer Garten in Stuttgart) als Kind stand und Zwergnilpferde und Nebelparder entdeckte! Beide wollte ich unbedingt mit nach Hause nehmen. Oder vor etlichen Jahren, wie vollkommen baff die Kollegen waren, als sie meine überbordende Begeisterung aushalten mußten, als ich Süßwassernadeln im Nürnberger Zoo entdeckte (Seenadeln kannte ich natürlich)), sonst nicht zu Gesicht bekommt. Und heutzutage die Anlagen ja auch (einigermaßen) bemüht sind, einen über den bloßen Anblick hinaus zu informieren. Falschbeschriftungen der Gehege eingeschlossen, die Spannung muß ja erhalten bleiben!
        Natürlich stehe ich vor manchem Gehege und denke mir, wie konnten sie dich so beengt, so artfremd einsperren – doch das ist ja das Problem mit der Sucht, man kommt nicht so leicht los. Und die allermeisten Mitleidsempfänger, na, denen geht es gar nicht so schlecht. Es sind eher die Übersehenen, für die nicht genug getan wird. Von der Unmöglichkeit, das offene Meer nachzubilden und einem Delphin gerecht zu werden mal abgesehen! In Augsburg haben sie übrigens eine beachtliche Herde der seltenen südlichen Breitmaulnashörner (nicht schon ausgerottet wie das nördliche nach dem Tod des letzten Bullen), immerhin versuchen die ja auch diese wundervollen Tiere nachzuzüchten und zu erhalten.
        Ja, und der botanische dort in A. hat einen japanischen Garten. Damit die Pflanzen nicht zu kurz kommen! Aber man sieht, was da mit mir passiert, nicht wahr?

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      4. Eine tolle Beschreibung der Tiergärten, die gleich noch einmal mehr Lust macht, bald wieder einen zu besuchen. Mir geht es ähnlich. Die Eisbären zum Beispiel…bei denen kann man nur hoffen, dass sie nicht allzu sehr spüren, wie wenig ihr Gehege mit dem echten Lebensraum zu tun hat. Oder Tiger und Löwen. Die haben in Zoos für meinen Geschmack nichts zu suchen. Andere Tiere, so hoffe ich, führen dort ein angenehmes Leben und ich freue mich sie zu beobachten.

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      5. Ja, an die (jeder Katzensklave kennt das, das ist im Lebenskonzept so angelegt) verschlafenen Raubtiere denkt man immer zuerst. Andere freilich bräuchten viel mehr Bewegungsraum. Mein erschüttendstes Erlebnis in dieser Hinsicht waren einmal Tölpel – in einem winzigen Flachwassertümpel! Diese Sturztaucher, die sich aus 30m Höhe in die See werfen wollen! Schwer nachzubauen, gebe ich zu. Oder einer meiner Lieblinge, der Seeelefant – anscheinend tauchen die in der antarktischen See bis zu 900m tief. Na ja. (Obwohl, so ein Hochhaus können die reichen Typen doch auch hinklotzen?)
        Und – heutzutage ist Tierschutz bereits komplett pervers – die Tiere bräuchten Beschäftigung! Elefanten, Affen usw. – die langweilen sich wirklich, und, ja, sogenannte Tierschützer fordern, dass man die Tierchen gefälligst in Ruhe läßt! Absurd.
        Ja, sicher. Mir wäre es auch lieber, die könnten dort draußen in der freien (hä? Wo?) Natur ihr Leben leben. Hallo, wo leben diese Leute, die sich nicht zu schade sind, aus perversen Pelzfarmen Raubtiere, die hier nicht heimisch sind, freizulassen und die hiesige, ohnehin arg gebeutelte Tierwelt zu dezimieren? Noch nie etwas von Wilderern in Afrika gehört oder von jenem zweibeinigen Allesfresser, der vor keinem Geschöpf halt macht? Oder, nur so ein Beispiel, von einem Bären in Bayern?
        Oje, ich muß mir ein anderes Thema (das hier habe ich schon in der einen oder anderen Geschichte beleuchtet, Horst oder der letzte Bulle beispielsweise) suchen…

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      6. Das sehe ich alles ganz genauso wie du. Je länger man darüber nachdenkt, umso trauriger wird das ganze. Leider ist es ja auch keine Lösung die Gedanken insgesamt weg zu schieben. Da dürfte man im Moment vermutlich an so gut wie gar nichts mehr denken. Trotzdem oder auch gerade deswegen dir einen schönen Sonntag und liebe Grüße

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